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Bistum Osnabrück | Glauben kommt von fragen

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Warum nennt man Weihnachten Weihnachten?

Veröffentlichung:13.5.2024

Die Folge des Kinderwissenspodcasts „Glauben kommt von Fragen“ beschäftigt sich mit der Frage: „Warum nennt man Weihnachten Weihnachten?“ Ausgangspunkt ist die Frage des siebenjährigen Noah, die von Judit an den elektrischen Mönch weitergegeben wird. Dieser erklärt die sprachliche Herkunft des Begriffs Weihnachten und führt ihn auf ältere Formen der deutschen Sprache zurück. Weihnachten wird dabei als die geweihte beziehungsweise heilige Nacht gedeutet. Die Bezeichnung verweist auf die besondere Bedeutung der Geburt Jesu Christi für Christinnen und Christen. Jesus kommt als Kind zur Welt und damit, so die Erklärung des Podcasts, kommt Gott zu den Menschen. Als zentrale Botschaft wird dabei besonders die Liebe hervorgehoben. Darüber hinaus erläutert die Folge die Bezeichnungen Christnacht und Christmas und stellt einen Zusammenhang zwischen Weihnachten, der Christnacht und dem Gottesdienst her. Auch unterschiedliche Weihnachtstraditionen werden angesprochen. Während in Deutschland die Bescherung häufig bereits am Heiligabend stattfindet, werden die Geschenke in anderen Ländern erst am Morgen des 25. Dezember geöffnet. Die Folge verbindet damit sprachgeschichtliche Informationen mit der christlichen Bedeutung des Weihnachtsfestes und greift zugleich die kindliche Freude und Neugier auf Weihnachten auf.

Der Podcastbeitrag aus „Glauben kommt von Fragen“ widmet sich einer sprachlich wie theologisch interessanten Kinderfrage: Warum nennt man Weihnachten eigentlich Weihnachten? Ausgehend von Noahs Frage wird die Herkunft des Wortes erklärt. Der Begriff geht auf das mittelhochdeutsche „wîhen nahten“ zurück und bedeutet „geweihte Nacht“. Gemeint ist die heilige Nacht der Geburt Jesu Christi. Zugleich wird auf frühere Bezeichnungen wie „Christnacht“ verwiesen und der Vergleich mit dem englischen „Christmas“ (Christmesse) gezogen. So wird deutlich, dass Weihnachten ursprünglich die Feier der heiligen Nacht ist, in der Christen die Menschwerdung Gottes feiern. Neben der sprachgeschichtlichen Erklärung wird auch auf unterschiedliche Traditionen hingewiesen, etwa die Bescherung am 24. oder 25. Dezember.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Grundschule sowie für jüngere Lernende der Sekundarstufe I. Durch die Ausgangsfrage eines Kindes wird ein unmittelbarer Zugang zum Thema geschaffen. Die Frage nach der Herkunft des Wortes Weihnachten ermöglicht es, Erfahrungen aus der Lebenswelt der Lernenden mit religiösen und theologischen Inhalten zu verbinden. Weihnachten ist vielen Lernenden durch familiäre Rituale, Geschenke, Weihnachtsbäume, Gottesdienste, Lieder oder andere Bräuche vertraut. Der Podcast eröffnet die Möglichkeit, hinter diese bekannten Formen zu schauen und nach der religiösen Bedeutung des Festes zu fragen.

Vor dem Hören können die Lernenden zunächst eigene Vermutungen zur Bedeutung des Wortes Weihnachten äußern. Die Lehrkraft kann die Frage „Warum heißt Weihnachten eigentlich Weihnachten?“ sichtbar im Raum präsentieren und erste Antworten sammeln. Ebenso können Begriffe genannt werden, die die Lernenden persönlich mit Weihnachten verbinden. Diese Sammlung bietet später die Möglichkeit zu überprüfen, welche Vorstellungen vor allem von familiären und kulturellen Traditionen geprägt sind und welche unmittelbar mit der christlichen Weihnachtsbotschaft zusammenhängen.

Während des Hörens können die Lernenden einen gezielten Hörauftrag erhalten. Sie können beispielsweise darauf achten, welche Erklärung der elektrische Mönch für das Wort Weihnachten gibt, warum die Nacht der Geburt Jesu als besondere Nacht verstanden wird und welche anderen Bezeichnungen für Weihnachten genannt werden. Bei jüngeren Lernenden empfiehlt es sich, die Folge abschnittsweise anzuhören und nach wichtigen Aussagen kurze Unterbrechungen für Verständnisfragen einzubauen. Zentrale Begriffe wie Weihnachten, Weihnacht, heilige Nacht, Christnacht, Jesus Christus, Geburt Jesu, Gottesdienst und Christmas können an der Tafel gesammelt und anschließend gemeinsam geordnet werden.

Ein besonderer religionspädagogischer Schwerpunkt kann auf der Aussage liegen, dass mit Jesus Gott als Kind zu den Menschen kommt. Diese Aussage sollte im Unterricht vertieft werden, da sie einen zentralen Gedanken des christlichen Weihnachtsverständnisses enthält. Die Lernenden können überlegen, was es bedeutet, dass Gott nach christlichem Glauben nicht mächtig und herrschaftlich, sondern als verletzliches Kind zur Welt kommt. Daran kann die Frage angeschlossen werden, welche Bedeutung Liebe, Hoffnung, Frieden, Nähe und Gemeinschaft für die Weihnachtsbotschaft besitzen. So wird verhindert, dass Weihnachten ausschließlich über seine Wortgeschichte erklärt wird. Die sprachliche Erklärung des Podcasts kann vielmehr als Ausgangspunkt für die theologische Beschäftigung mit der Geburt Jesu genutzt werden.

Methodisch bietet sich außerdem die Arbeit mit der biblischen Weihnachtsgeschichte an. Nach dem Hören können ausgewählte Abschnitte aus dem Lukasevangelium gelesen werden. Die Lernenden vergleichen anschließend die Aussagen des Podcasts mit der biblischen Erzählung. Dabei können sie herausarbeiten, welche Informationen aus der Bibel stammen und welche Erklärungen der Podcast zusätzlich zur Geschichte des Weihnachtsfestes und zur Sprache gibt. Für jüngere Lerngruppen kann die Weihnachtsgeschichte auch anhand von Bildern, Figuren oder einer gestalteten Krippenszene erschlossen werden.

Die im Podcast angesprochenen unterschiedlichen Termine der Bescherung bieten einen weiteren Zugang zur Lebenswelt und zur kulturellen Vielfalt. Lernende können von eigenen Weihnachtsbräuchen berichten und erfahren, dass Weihnachten in Familien und Ländern unterschiedlich gefeiert wird. Dabei sollte deutlich werden, dass unterschiedliche Bräuche nicht als richtig oder falsch bewertet werden müssen. Vielmehr können die Lernenden zwischen dem christlichen Kern des Festes und verschiedenen kulturellen Formen seiner Gestaltung unterscheiden. Auch Lernende, die Weihnachten nicht religiös feiern oder einer anderen Religion angehören, können ihre Perspektiven und Erfahrungen einbringen.

Als kreative Weiterarbeit können die Lernenden eine eigene Frage zum Weihnachtsfest formulieren, die sie dem elektrischen Mönch stellen würden. Die Fragen können gesammelt, geordnet und gemeinsam recherchiert werden. Ebenso können die Lernenden selbst eine kurze Podcastsequenz gestalten. In Partnerarbeit übernimmt eine Person die Rolle eines fragenden Kindes und eine andere Person die Rolle einer erklärenden Fachperson. Dadurch werden religiöse Inhalte sprachlich verarbeitet und in eigenen Worten wiedergegeben. Zum Abschluss kann die Ausgangsfrage erneut aufgegriffen werden. Die Lernenden formulieren nun mit eigenen Worten, warum Weihnachten Weihnachten heißt und weshalb diese Nacht für Christinnen und Christen eine besondere Bedeutung besitzt.


Fragestellungen zum Medium mit Antworten


Warum heißt Weihnachten Weihnachten?

Der Podcast erklärt den Namen Weihnachten mit einer älteren Form der deutschen Sprache. Der Begriff verweist auf eine geweihte beziehungsweise heilige Nacht. Gemeint ist die besondere Nacht, die mit der Geburt Jesu Christi verbunden ist.


Was feiern Christinnen und Christen an Weihnachten?

Christinnen und Christen feiern die Geburt Jesu Christi. Nach christlichem Glauben kommt Gott in Jesus zu den Menschen und wird selbst Mensch.


Warum wird Weihnachten als heilige Nacht bezeichnet?

Die Nacht gilt im christlichen Glauben als besonders, weil die Geburt Jesu mit ihr verbunden wird. Weihnachten erinnert damit an ein zentrales Ereignis des christlichen Glaubens.


Welche Botschaft verbindet der Podcast besonders mit der Geburt Jesu?

Der Podcast hebt besonders die Liebe hervor. Die Geburt Jesu wird als Zeichen dafür verstanden, dass Gott den Menschen nahekommt.


Was bedeutet der Begriff Christnacht?

Christnacht bezeichnet die Nacht, in der die Geburt Christi gefeiert wird. Der Begriff macht unmittelbar deutlich, dass Christus im Mittelpunkt des Weihnachtsfestes steht.


Was hat das englische Wort Christmas mit Weihnachten zu tun?

Christmas verweist sprachlich auf Christus und die Messe. Damit wird auf einen Gottesdienst Bezug genommen, in dem die Geburt Christi gefeiert wird.


Warum bekommen Kinder nicht überall am gleichen Tag ihre Weihnachtsgeschenke?

Weihnachtsbräuche haben sich in verschiedenen Ländern und Kulturen unterschiedlich entwickelt. In Deutschland findet die Bescherung häufig am 24. Dezember statt. In anderen Ländern werden Geschenke beispielsweise erst am Morgen des 25. Dezember geöffnet.


Was ist wichtiger für die christliche Bedeutung von Weihnachten, die Geschenke oder die Geburt Jesu?

Im Mittelpunkt des christlichen Weihnachtsfestes steht die Geburt Jesu. Geschenke gehören zu vielen heutigen Weihnachtstraditionen, bilden aber nicht den theologischen Kern des Festes.


Was bedeutet die Aussage, dass Gott als Baby zur Welt kommt?

Im christlichen Glauben zeigt sich Gott in Jesus als Mensch. Dass Jesus als Kind geboren wird, kann als Zeichen von Nähe, Verletzlichkeit und Zuwendung verstanden werden.


Welche Fragen könnte man nach dem Podcast weiter untersuchen?

Weiterführend lässt sich beispielsweise fragen, was die Bibel über die Geburt Jesu erzählt, warum Weihnachten am 25. Dezember gefeiert wird, wie sich Weihnachtsbräuche entwickelt haben, warum Menschen einander an Weihnachten beschenken und wie Christinnen und Christen in unterschiedlichen Ländern Weihnachten feiern.


Für den Religionsunterricht in der Grundschule (Klasse 2–4) eignet sich dieses Medium besonders im Kontext einer Advents- oder Weihnachtsreihe. Didaktisch bietet sich ein sprachsensibler Zugang an: Die Schülerinnen und Schüler können zunächst eigene Vermutungen zum Wort „Weihnachten“ äußern. Der Podcast dient anschließend als Hörimpuls mit gezielten Leitfragen („Was bedeutet geweihte Nacht?“ / „Was heißt Christmas?“). Methodisch kann ein Wortfeld erarbeitet werden (weihen – heilig – segnen – feiern). Auch ein Vergleich verschiedener Sprachfassungen (Deutsch, Englisch, ggf. weitere Herkunftssprachen der Kinder) fördert interkulturelles Lernen. Theologisch zentral ist die Rückbindung an das Weihnachtsgeheimnis: In der „geweihten Nacht“ wird Gott Mensch in Jesus Christus. Eine vertiefende Einheit könnte die Christmette als besonderen Gottesdienst thematisieren oder die Symbolik von Licht und Dunkelheit in der Heiligen Nacht erschließen. Kreative Methoden wie das Gestalten eines eigenen „Wort-Bildes“ zu Weihnachten oder ein szenisches Spiel zur Christnacht vertiefen das Verständnis. So werden sprachliche Bildung, historische Sensibilität und religiöse Deutungskompetenz gleichermaßen gefördert.

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