Für den Religionsunterricht ist das Medium besonders geeignet, weil es zentrale christliche Grundfragen an einer eindrucksvollen Biografie konkret erfahrbar macht. Lernenden kann an Franziskus gezeigt werden, wie Umkehr, Berufung, Nachfolge Jesu und dienende Liebe Gestalt gewinnen können. Didaktisch bietet sich der Film für Unterrichtseinheiten zu Heiligen, Orden, Armut, Gerechtigkeit, Schöpfung, Diakonie oder Lebensentscheidungen an. Als Einstieg kann die Frage dienen, was Menschen glücklich macht und woran ein gelingendes Leben erkennbar ist. Von dort aus lässt sich Franziskus als Gegenfigur zu Erfolg, Besitz und Selbstverwirklichung erschließen. Methodisch empfiehlt sich eine strukturierte Sichtung mit Beobachtungsaufträgen, etwa zu den biografischen Wendepunkten des Franziskus, zu seinem Verständnis von Armut, zu seinem Umgang mit Ausgegrenzten und zu den franziskanischen Spuren in der Gegenwart. In Gruppenarbeit können einzelne Themen vertieft werden, zum Beispiel Franziskus und Klara, Armut als Lebensform, Hilfe für obdachlose Menschen, Gemeinschaft als Heilungsraum oder Franziskus als Vorbild für Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Auch ein Vergleich zwischen der mittelalterlichen Lebenswelt und heutigen sozialen Herausforderungen ist sehr fruchtbar. Kreative Verfahren wie ein Tagebucheintrag aus der Sicht des Franziskus, ein innerer Monolog vor dem Kreuz von San Damiano oder ein fiktives Interview mit einer franziskanischen Schwester eröffnen persönliche Zugänge. Ebenso sinnvoll ist eine Diskussion darüber, wo franziskanisches Denken heute in Gesellschaft und Kirche gebraucht wird. Das Medium bietet außerdem gute Möglichkeiten, mit Lernenden über Menschenwürde, soziale Ausgrenzung, Drogenabhängigkeit, Migration, Annahme und Neuanfang ins Gespräch zu kommen. Besonders wertvoll ist dabei, dass der Film nicht nur historische Informationen vermittelt, sondern konkrete heutige Handlungsfelder zeigt, in denen Glaube, Mitmenschlichkeit und Hoffnung zusammenwirken. So fördert das Medium ethische Urteilsbildung, Empathie, Perspektivwechsel und die Frage, wie christlicher Glaube im Alltag wirksam werden kann.