Der Beitrag eignet sich sehr gut für den Religionsunterricht ab Klasse 8, besonders in den Themenfeldern „Religion in Kultur und Medien“, „Symbolsprache“, „kulturelle Prägungen“, „Identität“, „Religion und Kunst“, „Popkultur und Spiritualität“ sowie „religionssensibler Umgang mit Symbolen“. Für viele Schüler:innen ist der Zugang niedrigschwellig, da sie Popmusik, Musikvideos und Stars als Teil ihres Alltags kennen. Die Sendung bietet einen idealen Anlass, die Frage zu thematisieren, was religiöse Symbole bedeuten, wie sie wirken und was passiert, wenn sie im Entertainment-Kontext auftauchen – ästhetisiert, ironisiert oder kommerzialisiert.
Methodisch eignen sich der Vergleich verschiedener Musikvideos, eine Symbolanalyse, die Arbeit mit Standbildern, eine Debatte über die Grenzen kultureller Aneignung, kreative Aufgaben wie „religiöse Symbole in meinem Alltag“ oder ein Perspektivwechsel: Wie fühlt sich ein gläubiger Mensch, wenn sein heiliges Symbol zur Mode wird? Ebenso kann reflektiert werden, warum in popkulturellen Kontexten oft gerade katholische Symbolik auftaucht – etwa wegen ihrer starken Bildsprache, Ritualästhetik und affektiven Wirkung. Gleichzeitig sollte der Unterricht Raum geben, um über Ambivalenzen zu sprechen: zwischen Kunstfreiheit, Respekt, Glauben, kultureller Identität und Provokation als Stilmittel.
Besonders fruchtbar ist die Verbindung zur Frage nach persönlicher und kollektiver Identität: Warum greifen Künstler:innen auf religiöse Elemente zurück, selbst wenn sie nicht praktizierend sind? Was sagt das über kulturelle Prägungen, spirituelle Sehnsucht oder die Kraft von Ritualbildern aus? Und wie gehen Jugendliche selbst mit religiösen Symbolen in Medien um?