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WiReLex | Deutsche Bibel GesellschaftHeike Lindner

WiReLex | Deutsche Bibel Gesellschaft,

Heike Lindner

Biblische Motive in der Popkultur

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel systematisiert biblische Motive und deren Präsenz in der Popkultur als Ressource der Religionsdidaktik. Lindner legt dar, dass biblische Motive (im Sinne von Gerd Theißen) nicht nur Textmotive, sondern Lebensmotive sind, die implizit in Popmusik, Literatur und anderen Medien wirken. Sie entwickelt ein lerntheoretisches Modell zur Unterscheidung von Motiven und identifiziert drei Grundmotive (Schöpfung/Leben, Weisheit, Wunder) sowie weitere Motive wie Hoffnung, Umkehr, Exodus und Stellvertretung. Die zentrale Einsicht: Diese implizite Wahrnehmung biblischer Traditionen in der Popkultur kann didaktisch genutzt werden, um Schüler zur Bibel zu motivieren. Lindner bietet eine umfangreiche Tabelle mit konkreten Popkultur-Beispielen (Songs, Literatur) zu jedem Motiv und entwickelt didaktisch-methodische Umsetzungsformen (Symboldidaktik, Polaritätsprofile, Hördurchgänge) für die Unterrichtspraxis.

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Der Artikel von Heike Lindner erschließt biblische Motive als didaktisches Verbindungsglied zwischen der Lebenswelt heutiger Schülerinnen und Schüler und dem Buch der Bücher. Ausgehend von einem doppelten Motivbegriff – Motiv als Thema und als Verhaltensdisposition – zeigt die Autorin im Anschluss an Gerd Theißen und Wolfgang Klafki, dass eine gelingende Bibeldidaktik bei den Motivlagen der Lernenden ansetzen muss, um nachhaltige Resonanzerfahrungen zu ermöglichen. Drei biblische Grundmotive – das Schöpfungs-/Lebensmotiv, das Weisheitsmotiv und das Wundermotiv – werden ausführlich entfaltet und mit Bibelstellen sowie ihrem Motivationspotenzial für den Unterricht verbunden; ergänzend werden weitere Motive wie das Hoffnungs-, Umkehr-, Exodus-, Agape- und Rechtfertigungsmotiv aufgeführt. Im Hauptteil wird gezeigt, dass all diese Motive in der Popkultur – insbesondere in der säkularen Popmusik, aber auch in Jugendliteratur, Film und Popart – vielfach präsent sind, meist unbewusst rezipiert werden und so als Brücke zur Bibel dienen können. Eine umfangreiche Tabelle ordnet konkrete Artefakte (von Louis Armstrong über Bob Marley bis zu Tolkien und Rowling) den jeweiligen biblischen Motiven zu. Abschließend werden symboldidaktische und korrelationsdidaktische Methoden vorgestellt – darunter Hördurchgänge mit Polaritätsprofil und komparative Musikanalysen –, die biblische Motive in der Popkultur unterrichtspraktisch fruchtbar machen.

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12.5.2026

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