RU-digitalRU-digital-logo
Ev. Religion Lernvideos

Ev. Religion Lernvideos

Trinität

Veröffentlichung:26.10.2015

Das Video stellt die christliche Lehre von der Trinität vor, also die Vorstellung, dass Gott nicht einfach eine Einheit ist, sondern sich in drei „Personen“ offenbart: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Es beginnt mit einer Begriffseinführung: „Dreifaltigkeit“ bzw. „Trinität“ bedeutet, dass Gott in dieser einen Wesenheit zugleich drei unterscheidbare Aspekte aufweist. Dabei wird betont, dass nicht drei Götter gemeint sind, der monotheistische Anspruch bleibt: „Ein Gott“. Vielmehr sind die drei genannten Personen gleichwertig und wesensgleich, zugleich aber voneinander unterscheidbar.



Products

Anschließend wird historisch kurz skizziert, wie diese Lehre im Verlauf der christlichen Kirchengeschichte immer wieder erörtert und formuliert wurde – etwa in den frühen ökumenischen Konzilen (z. B. Konzil von Nizäa 325), in denen wesentliche Begriffe wie „homoousios“ („wesensgleich“) eingeführt wurden, um die Einheit und Gleichheit von Vater und Sohn zu unterstreichen. Das Video zeigt, wie zentrale Glaubensbekenntnisse (z. B. das Nicäno‑Konstantinopolitanum) die Trinitätslehre systematisiert haben.

Ein wichtiger Abschnitt widmet sich den praktischen und theologischen Implikationen dieser Lehre:

Beziehung: Die Trinität zeigt eine „innergöttliche“ Beziehung – Vater, Sohn und Heiliger Geist stehen in einem Beziehungsgeschehen zueinander (nicht hierarchisch, sondern dynamisch).

Christusverständnis: Im Sohn wird Gott als Mensch – nämlich Jesus von Nazareth – sichtbar; damit wird zugleich die Nähe Gottes zu den Menschen betont.

Geist-Theologie: Der Heilige Geist wirkt in der Welt, er verbindet die Gläubigen mit Gott und untereinander, Gemeinschaft wird gestiftet.

Lebens- und Handlungsausdruck: Die Trinitätslehre ist nicht nur abstrakt; sie hat Konsequenzen für christliches Handeln: etwa in der Idee von Gemeinschaft, Liebe, Beziehung – analog der göttlichen Beziehung – sowie in der missionarischen Sendung („wie der Vater mich gesandt hat, so sende ich euch“).

Das Video greift auch kritische Aspekte und Grenzen auf: Es wird deutlich gemacht, wie schwer fassbar die Trinität im menschlichen Denken ist – das Rätsel von „drei in einem“ bleibt ein Mysterium. Auch werden typische Missverständnisse angesprochen, z. B. der Gedanke, es gäbe drei Götter (Tritheismus) oder dass die drei Personen nur Rollen oder Masken seien (Modalismus) – und erklärt, wie die klassische orthodoxe Lehre diese Fehler zu vermeiden sucht.

Zum Schluss bietet das Video Anknüpfungspunkte für den Unterricht: Es wird vorgeschlagen, wie man die Trinitätslehre für Schülerinnen und Schüler fruchtbar machen kann – etwa durch die Bildersprache (wie Wasser, Dampf, Eis – mit Vorsicht!), durch Beziehungserfahrungen (z. B. Familie, Freundschaft) und durch Diskussionen zur Frage, wie Gottes Gemeinschaftlichkeit im Leben der Glaubenden sichtbar wird.

Für den Unterricht würde ich folgende Hinweise vorschlagen:

Stellen Sie sicher, dass die Schülerinnen und Schüler die Begriffe Einheit, Gleichheit, Unterscheidbarkeit im trinitarischen Kontext verstehen.

Nutzen Sie das Video als Einstieg und markieren Sie gemeinsam mit den Lernenden die Schlüsselbegriffe („homoousios“, „Person“, „Wesenheit“, „Beziehung“).

Planen Sie eine anschließende Arbeitsphase, in der die Lernenden entweder eigene Bilder/Metaphern zur Trinität entwickeln oder die von historisch-theologischen Kirchenvätern gewählten Bilder kritisch reflektieren.

Diskutieren Sie mit der Klasse: „Welche Bedeutung könnte eine trinitarische Gottesvorstellung für das christliche Gemeinschaftsverständnis haben?“

Achten Sie darauf, dass die Schülerinnen und Schüler nicht im abstrakten Denken hängen bleiben, sondern den Bezug zur Lebens- und Handlungsebene wahrnehmen – etwa: Wie wirkt Gemeinschaft- und Verbindungsdenken im Glaubensleben?

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.2 Der drei-einige Gott – das spezifisch christliche Gottesverständnis.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 7. Allgemeine Gottesidee, philosophischer Gottesbegriff und personales Gottesbild.

Video

Standard Lizenz auf You Tube

6.11.2025

_

Anregung

Gott

_

_

_

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.