Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den Unterricht in der Oberstufe, kann aber auch in der Mittelstufe eingesetzt werden, wenn es um Reformation und Konfessionskunde geht. Es bietet einen guten Überblick, der sich durch gezielte Arbeitsaufträge vertiefen lässt: Schülerinnen und Schüler können etwa Vergleiche zwischen der katholischen, evangelischen und anglikanischen Kirche erarbeiten oder die politische Dimension von Religion am Beispiel Englands reflektieren. Methodisch empfiehlt es sich, das Medium in einer arbeitsteiligen Gruppenarbeit einzusetzen: Eine Gruppe arbeitet die historischen Aspekte heraus, eine zweite die theologischen, eine dritte die gesellschaftspolitischen. Anschließend können die Ergebnisse in einer Podiumsdiskussion oder einem Rollenspiel („Parlament von 1534“) präsentiert werden. Auch Bezüge zur Gegenwart, etwa zur Rolle der anglikanischen Kirche in der Ökumene oder zur Stellung von Frauen im kirchlichen Amt, lassen sich gut anknüpfen.