Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders, um Schülerinnen und Schülern die komplexe Verzahnung von Politik, Religion und Gesellschaft im Mittelalter anschaulich zu machen. Methodisch bietet es sich an, das Video als Impuls für eine Gruppenarbeit zu nutzen, in der die Lernenden verschiedene Perspektiven (Papst, Kaiser, Bischof, einfache Gläubige) einnehmen und die jeweiligen Interessen sowie Konfliktlinien herausarbeiten. In einer anschließenden Diskussion können Bezüge zu aktuellen Fragen nach dem Verhältnis von Religion und Politik hergestellt werden (z. B. staatliche Neutralität, Einfluss von Religion in der Öffentlichkeit). Didaktisch ist es sinnvoll, das Video zunächst ohne Unterbrechung zu zeigen und danach gezielte Arbeitsaufträge zu geben, etwa das Erstellen einer Konfliktkarte oder das Verfassen von kurzen Rollenspielen. Auch eine Gegenüberstellung mittelalterlicher Positionen mit modernen demokratischen Grundprinzipien fördert historisches und ethisches Lernen.