Didaktisch bietet das Medium eine hervorragende Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler mit der Situation einer Minderheitenreligion in einem pluralen, oft feindlich gesinnten Umfeld vertraut zu machen. Die Auseinandersetzung der Apologeten mit philosophischen Argumenten eröffnet den Lernenden den Zugang zu Fragen der Vernunft und des Glaubens sowie der Verantwortung, den eigenen Glauben sprachfähig und verstehbar zu machen. Methodisch empfiehlt es sich, zentrale Texte in Auszügen zu erschließen und in arbeitsteiliger Gruppenarbeit zu bearbeiten, wobei einzelne Schülergruppen Argumentationsstrategien (z. B. Verteidigung der Monotheismusidee, Widerlegung von Vorwürfen wie Atheismus oder Sittenlosigkeit, Verhältnis von Staat und Religion) untersuchen und anschließend im Plenum präsentieren. Auch ein Vergleich mit heutigen apologetischen Ansätzen oder mit Diskursen über Religion in säkularen Gesellschaften bietet sich an. Zur Vertiefung kann die Methode des Rollenspiels (z. B. ein fiktives Gespräch zwischen einem Apologeten und einem römischen Philosophen) helfen, die Argumente lebendig und nachvollziehbar werden zu lassen.