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Religionen Podcast | Deutschlandfunk Kultur

Religionen Podcast | Deutschlandfunk Kultur

Ist auch Müll Teil des guten Lebens? Kirche in Guatemala diskutiert Recycling

Veröffentlichung:15.9.2025

Das Audio „Ist auch Müll Teil des guten Lebens? Kirche in Guatemala diskutiert Recycling“ beschäftigt sich mit der Frage, welche Verantwortung Menschen und Kirchen für den Umgang mit Abfällen und natürlichen Ressourcen tragen. Am Beispiel von Kirchengemeinden in Guatemala wird gezeigt, wie Umweltverschmutzung, fehlende Abfallentsorgung und soziale Ungleichheit das Leben vieler Menschen beeinträchtigen. Gleichzeitig wird deutlich, dass christlicher Glaube und Schöpfungsverantwortung konkrete Auswirkungen auf den Alltag haben können. Das Audio beschreibt Initiativen, die Recycling fördern, das Umweltbewusstsein stärken und Menschen dazu ermutigen, Verantwortung für die Schöpfung und ihre Mitmenschen zu übernehmen. Es macht deutlich, dass nachhaltiges Handeln ein Ausdruck christlicher Nächstenliebe und globaler Verantwortung sein kann.

Der Podcast-Beitrag „Ist auch Müll Teil des guten Lebens? Kirche in Guatemala diskutiert Recycling“ (Religionen, Deutschlandradio, 08:46 Minuten, Andreas Boueke, 2025) berichtet darüber, wie kirchliche Gemeinschaften in Guatemala das Thema Müll und Recycling in den Kontext von Schöpfung, Gerechtigkeit und sozialem Leben stellen. Der Beitrag zeigt, dass Umweltschutz hier nicht nur eine ökologische, sondern auch eine spirituelle und soziale Dimension hat: Müll wird zum Ausgangspunkt, um über Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und die Verantwortung des Menschen in der Schöpfung nachzudenken.

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Das Audio eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in den Themenbereichen Schöpfung, Nachhaltigkeit, globale Gerechtigkeit, Verantwortung und Kirche in der Welt. Es verbindet religiöse Fragestellungen mit ökologischen und sozialen Herausforderungen und eröffnet den Lernenden einen lebensnahen Zugang zu Fragen der Bewahrung der Schöpfung.

Zum Einstieg kann die Frage gestellt werden, was jeder Mensch täglich wegwirft und welche Folgen Müll für Umwelt und Gesellschaft hat. Die Lernenden sammeln Beispiele aus ihrem Alltag und überlegen, welche Verantwortung Einzelne, Gemeinden und Staaten für eine nachhaltige Abfallwirtschaft tragen. Anschließend hören sie das Audio mit dem Arbeitsauftrag, Aussagen über die Ursachen der Umweltprobleme, die Rolle der Kirche und die vorgestellten Lösungsansätze festzuhalten.

In der Auswertung arbeiten die Lernenden heraus, dass Müll nicht nur ein ökologisches Problem ist, sondern auch Fragen der Gerechtigkeit, der Menschenwürde und der Verantwortung berührt. Sie vergleichen die Situation in Guatemala mit den Möglichkeiten der Müllvermeidung und des Recyclings in ihrem eigenen Lebensumfeld. Dabei wird deutlich, dass nachhaltiges Handeln sowohl persönliche Entscheidungen als auch gesellschaftliche Veränderungen erfordert.

Zur Vertiefung können biblische Texte wie Genesis 2,15, die Schöpfungserzählungen oder Psalm 104 herangezogen werden. Die Lernenden untersuchen, welche Aussagen diese Texte über die Verantwortung des Menschen gegenüber der Schöpfung treffen. Ebenso kann die Enzyklika Laudato si’ als Beispiel kirchlicher Umweltethik einbezogen werden. Dadurch erkennen die Lernenden, dass der Schutz der Umwelt eng mit sozialer Gerechtigkeit und christlicher Verantwortung verbunden ist.

Methodisch bietet sich eine Gruppenarbeit an. Eine Gruppe untersucht die Ursachen von Umweltverschmutzung, eine weitere beschäftigt sich mit den kirchlichen Initiativen in Guatemala und eine dritte entwickelt konkrete Ideen für mehr Nachhaltigkeit in Schule, Familie oder Kirchengemeinde. Abschließend können die Ergebnisse in Form eines Nachhaltigkeitsplanes oder einer Ausstellung präsentiert werden. Das Audio fördert die ethische Urteilsfähigkeit, die Perspektivübernahme und die Bereitschaft, Verantwortung für die Mitwelt und für benachteiligte Menschen zu übernehmen.


Für den katholischen Religionsunterricht eignet sich das Medium, um den globalen Blick auf Umweltfragen zu erweitern. Es verdeutlicht, dass ökologische Herausforderungen nicht nur ein europäisches oder deutsches Thema sind, sondern weltweit in unterschiedlichen Kontexten theologisch reflektiert werden. Methodisch bietet sich ein Vergleich an: Schüler:innen untersuchen, wie Kirche in Guatemala über Recycling spricht, und setzen dies in Beziehung zu Aussagen der Kirche in Deutschland oder zur Enzyklika Laudato si’. Gruppenarbeit, bei der verschiedene Dimensionen (ökologisch, sozial, spirituell) herausgearbeitet und anschließend in einer Mindmap zusammengeführt werden, fördert den vernetzten Blick. Auch eine kreative Methode wie das Gestalten eines „Weges zum guten Leben“ mit Symbolkarten (Natur, Müll, Gemeinschaft, Gott) kann eingesetzt werden.


Fragestellungen zum Audio mit Antworten


1. Worum geht es in dem Audio?

Das Audio zeigt, wie Kirchengemeinden in Guatemala Recycling und Umweltschutz fördern und warum der verantwortungsvolle Umgang mit Müll ein wichtiges ethisches und religiöses Thema ist.


2. Warum beschäftigt sich die Kirche mit Müll und Recycling?

Weil der Schutz der Schöpfung zum christlichen Auftrag gehört und Umweltverschmutzung sowohl die Natur als auch die Lebensbedingungen vieler Menschen beeinträchtigt.


3. Welche Probleme werden im Audio beschrieben?

Es geht um Umweltverschmutzung, unzureichende Abfallentsorgung, soziale Ungleichheit und die Folgen für Mensch und Natur.


4. Welche Rolle spielt Recycling?

Recycling trägt dazu bei, Ressourcen zu schonen, die Umwelt zu entlasten und das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln zu stärken.


5. Welche Verbindung besteht zwischen Umweltschutz und christlichem Glauben?

Der christliche Glaube versteht die Erde als Schöpfung Gottes. Daraus ergibt sich die Verantwortung, die Umwelt zu bewahren und sich für gerechte Lebensbedingungen einzusetzen.


6. Was können Lernende aus dem Audio mitnehmen?

Sie erkennen, dass nachhaltiges Handeln bereits im Alltag beginnt und dass jede und jeder Verantwortung für den Schutz der Umwelt und für ein gerechtes Zusammenleben übernehmen kann.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Weltweite Gerechtigkeit (Entwicklungsländer, Verschuldung)

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