Didaktisch eignet sich das Medium, um Lernenden einen differenzierten Zugang zur Frage nach Geschlechterrollen in Kirche und Gesellschaft zu ermöglichen. Besonders im katholischen Religionsunterricht an weiterführenden Schulen bietet es die Chance, aktuelle Diskussionen über Partizipation, Gleichstellung und Berufung mit biblisch-theologischen Grundlagen zu verknüpfen. Methodisch kann zunächst ein Einstieg über biografische Beispiele starker Frauen in der Kirchengeschichte erfolgen, bevor die Lernenden mit den medialen Inhalten arbeiten. Die Materialien laden zu einer kontroversen Auseinandersetzung ein, etwa durch Diskussionsrunden, Pro-und-Kontra-Debatten oder die Gestaltung eines Rollenspiels („Synode der Zukunft“). Darüber hinaus können die Lernenden in Kleingruppen Bibelstellen analysieren, die Frauen als Jüngerinnen, Apostelinnen oder Zeuginnen der Auferstehung zeigen, und diese mit kirchlichen Lehrtexten vergleichen. Das Medium eröffnet auch interdisziplinäre Bezüge – etwa zu Geschichte, Sozialkunde oder Ethik – und ermöglicht eine Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen nach Geschlechtergerechtigkeit in Kirche und Gesellschaft.