Didaktisch eignet sich das Medium hervorragend, um Schülerinnen und Schüler mit der Ambivalenz und Vielschichtigkeit christlicher Jenseitsvorstellungen vertraut zu machen. Methodisch kann es zu Beginn einer Unterrichtseinheit als Impuls eingesetzt werden, um erste Assoziationen und Vorerfahrungen der Lernenden zu aktivieren. Ebenso kann es im Verlauf einer Unterrichtsreihe als Diskussionsgrundlage dienen, etwa indem Gruppen verschiedene vorgestellte Modelle (Verdammnis, Vernichtung, Versöhnung) inhaltlich vertiefen und anschließend in einem Podiumsgespräch vertreten. Auch eine kreative Umsetzung ist denkbar: Schülerinnen und Schüler könnten Bildsymbole oder kurze szenische Darstellungen entwerfen, die ihre jeweilige Position visualisieren. Besonders fruchtbar ist es, das Medium mit biblischen Texten (z. B. Mt 25; Offb 21) und kirchlichen Positionen (z. B. KKK, Rahner, Balthasar) zu verknüpfen, um die Spannung zwischen Gericht und Hoffnung sichtbar zu machen. Durch diese Zugänge lassen sich sowohl kognitive als auch existentielle Dimensionen des Themas erschließen, die Schülerinnen und Schüler in ihrer eigenen Sinnsuche begleiten.