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Kirche in Not Österreich

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Sudan: Sr. Bakhita - Lied der Freiheit

Veröffentlichung:14.1.2013

Das Video erzählt die Lebensgeschichte der heiligen Josefina Bakhita. Es schildert ihre Kindheit im heutigen Sudan, ihre Entführung durch Sklavenhändler, die jahrelange Versklavung sowie die grausamen Misshandlungen, die sie erleiden musste. Nach ihrer Befreiung gelangte sie nach Italien, lernte den christlichen Glauben kennen und entschied sich für die Taufe sowie für ein Leben als Ordensfrau. Trotz ihrer leidvollen Erfahrungen begegnete sie den Menschen mit großer Liebe, Hoffnung und Vergebungsbereitschaft. Das Video zeigt eindrucksvoll, wie der christliche Glaube einem Menschen Kraft schenken kann, Leid zu überwinden und aus einer Geschichte der Gewalt ein Leben des Friedens und der Nächstenliebe entstehen zu lassen. Zugleich wird ihre Heiligsprechung als Zeichen der Hoffnung für den Sudan und für die ganze Kirche dargestellt.

Es ist das Jahr 1870. Ein junges sudanesisches Mädchen, später „Bakhita" genannt, wird entführt und in die Sklaverei verkauft. Qualvolle und schmerzliche Jahre folgen, ihre Herren sind gebieterisch und ohne Mitleid. Erst 20 Jahre später schenkt man ihr die Freiheit. Schließlich entscheidet sie sich für Gott und wird Cannosianerin. Im Jahr 2000 wird Sr. Bakhita heilig gesprochen und ist somit die erste Heilige des Sudan.


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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und kann in den Themenbereichen Heilige, Menschenwürde, Vergebung, Versöhnung, Freiheit, Sklaverei, Nachfolge Jesu, christliche Hoffnung sowie Kirche weltweit eingesetzt werden. Es ermöglicht den Lernenden eine intensive Auseinandersetzung mit einer historischen Lebensgeschichte, die zugleich zahlreiche Bezüge zu aktuellen Fragen nach Menschenrechten, Gewalt, Ausbeutung und der Würde jedes Menschen eröffnet.

Als Einstieg können die Lernenden überlegen, was Freiheit für ihr eigenes Leben bedeutet und weshalb die Würde jedes Menschen unantastbar ist. Anschließend können sie Vermutungen darüber äußern, welche Folgen Gewalt und Unterdrückung für das Leben eines Menschen haben. Während des Sehens des Videos können Beobachtungsaufträge helfen, wichtige Stationen im Leben von Josefina Bakhita, ihre Entwicklung sowie die Bedeutung des christlichen Glaubens für ihr Leben festzuhalten.

Im anschließenden Unterrichtsgespräch bietet sich eine Vertiefung der Themen Vergebung und Versöhnung an. Die Lernenden können untersuchen, weshalb Josefina Bakhita ihren Peinigern vergeben konnte und welche Bedeutung diese Haltung für den christlichen Glauben besitzt. Dabei lassen sich Bezüge zu biblischen Texten herstellen, etwa zur Feindesliebe, zur Bergpredigt oder zu den Worten Jesu am Kreuz. Ebenso kann darüber gesprochen werden, ob Vergebung möglich ist, ohne das erlittene Unrecht zu verharmlosen.

Das Video eignet sich außerdem für eine Auseinandersetzung mit den Menschenrechten und mit Formen moderner Ausbeutung. Die Lebensgeschichte von Josefina Bakhita kann als Ausgangspunkt dienen, um über Kinderhandel, Menschenhandel, Zwangsarbeit und die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft nachzudenken. Ebenso eröffnet das Medium Gespräche über die Rolle der Kirche im Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und die Würde jedes Menschen.

Methodisch kann das Video in Einzelarbeit, Partnerarbeit oder Gruppenarbeit eingesetzt werden. Die Lernenden können einzelne Lebensabschnitte von Josefina Bakhita gestalten, Tagebucheinträge aus ihrer Perspektive verfassen oder biblische Texte mit ihrem Lebensweg vergleichen. Ebenso bietet sich eine Diskussion über die Bedeutung von Heiligen als Glaubensvorbilder an. Abschließend können die Lernenden überlegen, welche Eigenschaften Josefina Bakhita auszeichnen und welche Impulse ihr Leben für das eigene Handeln sowie für das Zusammenleben in einer gerechten und friedlichen Gesellschaft geben kann.

Der Film erzählt die Lebensgeschichte von Josefina Bakhita (1869–1947), einem sudanesischen Mädchen, das im Alter von sieben Jahren von Sklavenhändlern entführt und über Jahre hinweg schwer misshandelt wurde. Zunächst wächst sie in einem kleinen Dorf im Sudan in einer glücklichen Familie auf, bis arabische Sklavenhändler ihre Schwester verschleppen und sie selbst kurze Zeit später gefangen genommen wird. Bakhita wird mehrfach verkauft, eingesperrt, gepeitscht und schließlich brutal gebrandmarkt. Trotz dieser Grausamkeiten verliert sie nicht die Hoffnung. Immer wieder erlebt sie kurze Momente der Menschlichkeit, die ihr Kraft geben.

Schließlich wird sie von einem italienischen Konsul freigekauft und gelangt nach Italien, wo sie zum ersten Mal Fürsorge und Respekt erfährt. Durch die Begegnung mit dem christlichen Glauben erfährt sie eine tiefe innere Befreiung. Sie lässt sich taufen, tritt in den Orden der Canossianerinnen ein und widmet ihr Leben Gott sowie dem Dienst an den Armen und Bedürftigen. Ihr Lebensweg ist geprägt von Vergebung und Nächstenliebe: Sie spricht nie voller Bitterkeit über ihre Peiniger, sondern betont, dass sie ohne das Leid Christus vielleicht nie begegnet wäre.

Bakhita gewinnt in Italien großes Ansehen. Menschen suchen ihren Rat und vertrauen auf ihre Fürbitte. Sie gilt als Frau von außergewöhnlicher Demut, Glaubenskraft und Liebe. Trotz ihrer grausamen Vergangenheit strahlt sie Lebensfreude und Hoffnung aus. Am 8. Februar 1947 stirbt sie im Kloster von Schio. Schon zu Lebzeiten verehrt, wird sie im Jahr 2000 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen – als erste Frau aus dem Sudan.

Die Geschichte verdeutlicht nicht nur den Schrecken der Sklaverei, sondern auch die christliche Botschaft von Vergebung, Hoffnung und Emanzipation. Bakhita wird zum Symbol für die Würde aller Menschen, insbesondere von Frauen, die oft unterdrückt und übersehen werden. Ihre Lebensgeschichte ist bis heute ein starkes Zeugnis, dass Heiligkeit aus Leid erwachsen und eine Quelle der Hoffnung für ganze Völker werden kann.

Fragestellungen zum Video mit Antworten


Wer war Josefina Bakhita?

Josefina Bakhita war eine Frau aus dem heutigen Sudan, die als Kind entführt und versklavt wurde. Nach ihrer Befreiung fand sie zum christlichen Glauben, wurde Ordensfrau und später heiliggesprochen.


Welche Erfahrungen prägten ihre Kindheit?

Sie wurde von Sklavenhändlern verschleppt, mehrfach verkauft und über viele Jahre misshandelt. Diese Erfahrungen bestimmten ihre frühe Lebensgeschichte.


Wie fand Josefina Bakhita zum christlichen Glauben?

Nach ihrer Ankunft in Italien begegnete sie Menschen, die ihr mit Liebe und Respekt begegneten. Sie lernte Jesus Christus kennen, ließ sich taufen und entschied sich für das Leben als Ordensfrau.


Warum gilt Josefina Bakhita als Vorbild des christlichen Glaubens?

Sie begegnete ihrem schweren Schicksal mit Vertrauen auf Gott, vergab ihren Peinigern und widmete ihr Leben dem Dienst an anderen Menschen.


Welche christliche Botschaft steht im Mittelpunkt des Videos?

Das Video zeigt, dass Vergebung, Hoffnung und die Liebe Gottes stärker sein können als Gewalt, Hass und Unterdrückung.


Welche Bedeutung hat ihre Heiligsprechung?

Ihre Heiligsprechung macht deutlich, dass Heiligkeit überall auf der Welt möglich ist und dass Menschen auch nach schwerstem Leid zu Zeuginnen und Zeugen des Glaubens werden können.


Welche aktuellen Themen greift das Video auf?

Das Video regt dazu an, über Menschenhandel, Ausbeutung, Kinderrechte, Menschenwürde, Vergebung und den Einsatz für Gerechtigkeit nachzudenken.


Welche Bedeutung hat das Video für den Religionsunterricht?

Das Video eröffnet den Lernenden einen persönlichen Zugang zu den Themen Heiligkeit, Menschenwürde, christliche Hoffnung und Vergebung. Es fördert die Auseinandersetzung mit den Menschenrechten und zeigt, wie christlicher Glaube Menschen befähigen kann, Leid zu überwinden und sich für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen.

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