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Religionen im Gespräch

Religionen im Gespräch

Islamische Theologie - Was lernt man da?

Veröffentlichung:7.7.2025

Das Video gibt einen Einblick in die islamische Theologie an deutschen Universitäten und stellt ihre Entwicklung sowie ihre zentralen Studieninhalte vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie islamische Theologie wissenschaftlich betrieben wird und welche Bedeutung sie für Forschung, Religionsunterricht und die Ausbildung künftiger Fachkräfte besitzt. Erläutert werden die verschiedenen Standorte islamischer Theologie in Deutschland sowie die Inhalte des Studiums, darunter Koranexegese, islamische systematische Theologie, islamische Normenlehre und islamische Religionspädagogik. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung der arabischen Sprache als Grundlage wissenschaftlicher Arbeit sowie die Notwendigkeit, religiöse Texte sorgfältig, kritisch und mit wissenschaftlicher Demut zu interpretieren. Das Video verdeutlicht, dass jede Auslegung des Korans vorläufig bleibt und immer wieder neu überprüft werden muss. Dadurch wird wissenschaftliches Arbeiten als offener und verantwortungsvoller Prozess dargestellt.

In dem Gespräch erklärt Prof. Muna Tatari, Junior‑Professorin für Islamische Systematische Theologie, anhand ihres eigenen Studienfachs, was eine wissenschaftliche Ausbildung in islamischer Theologie umfasst. Tatari betont, dass es dabei nicht um ein Glaubensexposé, sondern um eine differenzierte, reflexive Auseinandersetzung mit der Religion geht: historische Einordnung, Textarbeit, Kontextbezug und ethische Fragestellungen spielen eine zentrale Rolle. Studierende lernen, den Koran, die Hadithe und weitere religiöse Quellen kritisch zu interpretieren – sowohl im Rahmen traditioneller islamischer Theologie als auch im Austausch mit philosophischen, historischen und gesellschaftlichen Disziplinen. Ziel ist es, ein facettenreiches, pluralitätsfähiges Verständnis des Islams zu entwickeln.

Das Video eignet sich im Unterricht hervorragend, um die Lernenden mit der akademischen Seite des Islams vertraut zu machen und Vorurteile wie „Islam = Dogma“ zu relativieren. Es vermittelt: Islamische Theologie ist nicht eindimensional, sondern ein lebendiges Feld, in dem Glauben und kritisches Denken produktiv miteinander verbunden werden.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II sowie für den Ethikunterricht in den Themenbereichen Islam, Theologie, Wissenschaft, Religionspädagogik und Hermeneutik. Es bietet einen anschaulichen Einstieg in die Frage, wie Religion wissenschaftlich erforscht und an Universitäten gelehrt wird. Zu Beginn können die Lernenden ihre Vorstellungen darüber austauschen, was Theologie eigentlich ist und welche Aufgaben Theologinnen und Theologen übernehmen. Anschließend kann gemeinsam erarbeitet werden, welche Unterschiede zwischen persönlichem Glauben und wissenschaftlicher Theologie bestehen. Während des Sehens können die Lernenden die verschiedenen Studienfächer der islamischen Theologie notieren und deren Aufgaben beschreiben. Im Unterrichtsgespräch bietet sich die Diskussion an, weshalb Kenntnisse der arabischen Sprache für die wissenschaftliche Arbeit am Koran notwendig sind und weshalb wissenschaftliche Ergebnisse stets überprüfbar und vorläufig bleiben. Darüber hinaus kann das Video genutzt werden, um die Bedeutung historischer, sprachlicher und theologischer Methoden der Koranauslegung zu erläutern. Eine Vertiefung bietet der Vergleich mit der christlichen Theologie an Universitäten. Die Lernenden erkennen dabei, dass wissenschaftliche Theologie in beiden Religionen den Anspruch verfolgt, religiöse Quellen verantwortungsvoll zu erschließen und ihre Bedeutung für die Gegenwart zu reflektieren. Das Medium fördert die Methodenkompetenz, die Urteilsfähigkeit sowie das Verständnis für wissenschaftliches Arbeiten und trägt dazu bei, Vorurteile gegenüber islamischer Theologie abzubauen. Es regt die Lernenden dazu an, religiöse Texte differenziert, kritisch und zugleich respektvoll zu betrachten.

Fragestellungen zum Video mit Antworten


Welche Studienfächer gehören zur islamischen Theologie?

Zu den zentralen Fachgebieten gehören Koranexegese, islamische systematische Theologie, islamische Normenlehre sowie islamische Religionspädagogik.


Warum sind Arabischkenntnisse für das Studium wichtig?

Weil der Koran in arabischer Sprache verfasst wurde und wissenschaftliche Arbeit den Umgang mit dem Originaltext erfordert.


Welche Bedeutung hat die Koranexegese?

Sie untersucht den Koran wissenschaftlich und versucht, seine Aussagen unter Berücksichtigung von Sprache, Geschichte und theologischen Zusammenhängen zu verstehen.


Warum spricht die Referentin von wissenschaftlicher Demut?

Weil jede Interpretation menschlich und damit begrenzt ist. Wissenschaftliche Erkenntnisse bleiben vorläufig und müssen immer wieder überprüft werden.


Was bedeutet es, dass Auslegungen vorläufig sind?

Neue Erkenntnisse oder zusätzliche Quellen können frühere Deutungen ergänzen oder verändern. Wissenschaft entwickelt sich kontinuierlich weiter.


Welche Rolle spielt die islamische Theologie an deutschen Universitäten?

Sie verbindet wissenschaftliche Forschung mit der Ausbildung von Religionslehrkräften, Theologinnen und Theologen sowie weiteren Fachkräften für religiöse Bildung.


Warum werden religiöse Texte wissenschaftlich untersucht?

Um ihre Aussagen im historischen, sprachlichen und theologischen Zusammenhang besser zu verstehen und verantwortungsvoll auszulegen.


Welche Kompetenzen erwerben Lernende durch die Arbeit mit dem Video?

Sie lernen wissenschaftliche Methoden der Theologie kennen, unterscheiden zwischen Glauben und wissenschaftlicher Forschung, reflektieren die Bedeutung historischer und sprachlicher Zugänge zu religiösen Texten und entwickeln eine differenzierte Sicht auf islamische Theologie.


Welche zentrale Botschaft vermittelt das Video?

Das Video zeigt, dass islamische Theologie an deutschen Universitäten wissenschaftlich, methodisch und kritisch arbeitet. Die Auslegung des Korans versteht sich als verantwortungsvoller Prozess, der Sprachkenntnisse, historische Forschung und wissenschaftliche Demut miteinander verbindet.

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7.7.2025

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