Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe in den Themenbereichen Orden, Klosterleben, Schöpfungsverantwortung, Nachhaltigkeit, christliche Ethik, Wirtschaftsethik sowie Glaube und Gesellschaft. Die Lernenden erkennen, dass klösterliches Leben keineswegs weltfremd ist, sondern Antworten auf aktuelle Herausforderungen wie Umweltzerstörung, nachhaltiges Wirtschaften und verantwortungsvollen Konsum geben kann. Das Video verdeutlicht, wie die benediktinische Lebensregel Gebet, Gemeinschaft und Arbeit miteinander verbindet und daraus konkrete Formen ökologischen Handelns entstehen.
Methodisch bietet sich zunächst ein Unterrichtsgespräch über Vorstellungen vom Leben in einem Kloster an. Die Lernenden können ihre Erwartungen mit den Eindrücken aus dem Video vergleichen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede herausarbeiten. Während der Sichtung sammeln sie Informationen über das tägliche Leben der Mönche, über die ökologische Landwirtschaft und über die Verbindung von Spiritualität und Arbeit. Anschließend kann die benediktinische Regel Ora et labora auf heutige Lebenswelten übertragen werden. Ebenso eignet sich eine Gruppenarbeit zu den Themen Nachhaltigkeit, Bewahrung der Schöpfung, christliche Verantwortung oder ökologisches Wirtschaften. Ein Vergleich zwischen klösterlichem Leben und modernen Lebensformen fördert die Reflexion über Konsum, Lebensstil und gesellschaftliche Verantwortung. Kreative Aufgaben wie die Entwicklung eines nachhaltigen Projektes für die Schule oder das Verfassen eines Tagesablaufes nach benediktinischen Grundsätzen ermöglichen einen lebensweltlichen Zugang. Das Medium unterstützt die Entwicklung religiöser Urteilskompetenz, ethischer Reflexionsfähigkeit sowie die Bereitschaft, Verantwortung für die Schöpfung und das eigene Handeln zu übernehmen. Es verdeutlicht zugleich, dass christlicher Glaube Gebet, Arbeit, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit zu einer ganzheitlichen Lebensform verbindet.
Fragestellungen zum Video mit Antworten
Was bedeutet die benediktinische Regel Ora et labora?
Sie bedeutet Bete und arbeite. Gebet und Arbeit bilden gemeinsam die Grundlage des Lebens der Benediktiner und sollen den gesamten Alltag prägen.
Warum wird das Kloster Plankstetten als grünes Kloster bezeichnet?
Das Kloster setzt konsequent auf ökologische Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung, nachhaltige Lebensmittelproduktion und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung.
Welche Aufgaben übernehmen die Mönche neben dem Gebet?
Sie arbeiten unter anderem in der Landwirtschaft, der Bäckerei, der Gärtnerei, der Seelsorge, der Bildungsarbeit und der Betreuung von Gästen. Dadurch sichern sie den Lebensunterhalt des Klosters und setzen ihren Glauben praktisch um.
Welche Bedeutung hat die Bewahrung der Schöpfung für das Kloster?
Die Mönche verstehen die Natur als Schöpfung Gottes. Deshalb sehen sie den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen als Ausdruck ihres Glaubens und ihrer Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen.
Warum eignet sich das Video für den Religionsunterricht?
Das Medium verbindet Themen wie Klosterleben, Nachhaltigkeit, christliche Ethik und gesellschaftliche Verantwortung. Es zeigt, dass christlicher Glaube konkrete Auswirkungen auf den Umgang mit Umwelt, Wirtschaft und Mitmenschen haben kann.
Welche Kompetenzen erwerben die Lernenden durch das Medium?
Die Lernenden erweitern ihre Kenntnisse über das benediktinische Klosterleben, entwickeln ethische Urteilskompetenz sowie ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit, Schöpfungsverantwortung und die Verbindung von Spiritualität und praktischem Handeln.
Aber eigentlich ist es umgekehrt, zum Beten kommen die Mönche kaum mehr. Dafür gibt es umso mehr Arbeit. Landwirtschaft und Tierhaltung, die eigene Bäckerei und der Schlachtbetrieb, all das lässt sich nicht mehr mit dem ordinierten Personal machen. Über 120 weltliche Mitarbeiter sind nötig, um den Klosterbetrieb am Laufen zu halten. Für die 5 Millionen Euro Umsatz im Jahr müssen alle schwer schuften. Neben den eigenen Läden werden Märkte, Bioläden und einzelne Shops beliefert. Außerdem gibt es immer noch eine Bibliothek mit über 120.000 Büchern und das Kloster selbst zu pflegen. Wie das alles zusammen geht zeigt unsere Autorin Sylvia Wassermann in ihrer eindrücklichen Filmreportage.