Im ersten Schritt wird die Tabelle (M1) betrachtet und auffällige Zusammenhänge notiert. Anschließend werden „Wenn..., dann...“-Erklärungen formuliert, um darzulegen, warum und wie eine größere Geschlechtergerechtigkeit in Krisenregionen zu einem stabileren Frieden führen könnte. Dabei werden die Bereiche Arbeitsmarkt, Bildung, Gesundheit und politische Teilhabe berücksichtigt.
Im zweiten Schritt erfolgt die Beschreibung der Bilder aus (M2). Es wird geprüft, ob die dargestellten Rollenbilder den Erwartungen an Frauen- und Männerrollen im Krieg entsprechen. Das Urteil wird begründet.
Im dritten Schritt wird die Rolle der Sprache untersucht. Dazu arbeiten die Teilnehmenden in Gruppen. Eine Hälfte der Klasse erhält M3a, die andere M3b. Anschließend werden Namen für die Personen vergeben und kurze Dialoge entwickelt, die mit Namensschildern vorgetragen werden. Danach wird diskutiert, inwiefern die Formulierungen die Wahrnehmung der Geschlechterrollen beeinflusst haben und ob es Unterschiede zwischen den Gruppen gab.
Im vierten Schritt erfolgt eine Auseinandersetzung mit Frieden und Geschlechtergerechtigkeit in Deutschland. Die Beispiele aus M4 werden den Kategorien „geschlechtsspezifische Gewalt“ oder „Geschlechterungerechtigkeiten“ zugeordnet. In Kleingruppen wird ein Beispiel ausgewählt, zu dem drei begründete und konkrete Forderungen an die Politik formuliert werden. Die Ergebnisse werden anschließend auf einem Plakat oder in einem Padlet zusammengetragen.
Im fünften Schritt wird der Einfluss von Erwartungen an Geschlechterrollen reflektiert. Dazu werden zunächst Erwartungen notiert, die im eigenen Umfeld wahrgenommen werden oder an die eigene Person gestellt sind. Anschließend werden gemeinsam Vor- und Nachteile dieser Erwartungen gesammelt und deren Auswirkungen kritisch hinterfragt.
Diese Schritte ermöglichen eine umfassende Auseinandersetzung mit den Zusammenhängen zwischen Geschlechtergerechtigkeit und Frieden.