Das Material eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe, wenn die Themen Jerusalem, Weltreligionen, interreligiöser Dialog oder Nahost behandelt werden. Der Unterricht kann mit den Zitaten aus Judentum, Christentum und Islam beginnen, die zunächst ohne Herkunftsangabe gelesen und den Religionen zugeordnet werden. Dadurch erkennen die Lernenden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der religiösen Bedeutung Jerusalems. Anschließend können die Karten genutzt werden, um die geografische Lage Israels sowie die Struktur der Jerusalemer Altstadt mit ihren jüdischen, christlichen, muslimischen und armenischen Vierteln zu erschließen. Die Karten bieten eine anschauliche Grundlage, um bedeutende Orte wie die Klagemauer, den Tempelberg, den Felsendom, die Grabeskirche und die Via Dolorosa zu lokalisieren. Darauf aufbauend können Gruppen unterschiedliche religiöse Perspektiven auf Jerusalem erarbeiten und präsentieren. Ebenso eignet sich das Material für Gespräche über Frieden, Zusammenleben, religiöse Vielfalt und die Herausforderungen des Nahostkonflikts. Wichtig ist dabei, zwischen der religiösen Bedeutung Jerusalems und den politischen Konflikten der Gegenwart zu unterscheiden und unterschiedliche Perspektiven sachlich darzustellen. Das Material fördert Quellenkompetenz, Kartenarbeit, interreligiöses Lernen und die Fähigkeit, religiöse sowie historische Zusammenhänge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.