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Lernen & Handeln | Misereor

Lernen & Handeln | Misereor

Weltschmerz und Resilienz – wie wir ins Handeln kommen

Unser Handabdruck für eine friedliche Welt

Veröffentlichung:1.8.2024

Die Unterrichtsstunde "Weltschmerz und Resilienz – wie wir ins Handeln kommen" mit zwölf Seiten thematisiert Möglichkeiten des Selbstschutzes durch Hoffnung und Optimismus in einer zunehmend von Katastrophen geprägten Welt. Das Material betont die Wichtigkeit friedenspädagogischer Ansätze, die jungen Menschen helfen, in einer von Unsicherheiten und Krisen geprägten Welt Orientierung zu finden. Dazu werden auch Projekte von Misereor ausgewertet. 

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Der Einstieg gelingt über ein Zitat von Audre Lordes: „Caring for myself is not self-indulgence, it is self-preservation, and that is an act of political warfare“. Hier wird betont, dass Selbstfürsorge auch eine politische Dimension hat.

In einem weiteren Schritt wird der Begriff Selbstfürsorge mithilfe einer Webrecherche definiert.

In nächsten Schritt werden in Kleingruppen Projekte auf der Misereor-Webseite untersucht. Thema, Problematik, Ziele, Zielgruppe werden ermittelt und ein Zusammenhang zum Thema Frieden wird hergestellt. Ein Bezug zur persönlichen Lebenswelt wird entwickelt.

Abschließend werden positive Nachrichtenmeldungen entwickelt, welche Hoffnung und Zuversicht verbreiten sollen. Diese können auch als Wandzeitung veröffentlicht werden.

Ein weiteres Material bietet fünf Zitate zu einer besseren Welt. Im Raum wird dazu die Übung Barometer mit Zustimmung, Bedenken oder Ablehnung durchgeführt. Es kann dann ein Schreibgespräch dazu erfolgen.


Antizipierte Antworten auf die Fragestellungen:

a. Begriff der Selbstfürsorge:

Selbstfürsorge bezeichnet die Praxis, sich aktiv um das eigene körperliche, geistige und emotionale Wohlbefinden zu kümmern. Es umfasst Maßnahmen, die darauf abzielen, Stress abzubauen, die Gesundheit zu fördern und das persönliche Gleichgewicht zu bewahren. Dazu gehört es, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, Grenzen zu setzen, regelmäßige Pausen einzulegen und sich Zeit für Erholung, Hobbys und soziale Kontakte zu nehmen. Selbstfürsorge ist essentiell für die psychische Gesundheit und hilft dabei, Herausforderungen und Belastungen im Alltag besser zu bewältigen.


b. Beispiele für Selbstfürsorge im Hinblick auf den Weltschmerz:

Emotionale Achtsamkeit: Negative Gefühle wie Hilflosigkeit und Traurigkeit bewusst wahrnehmen, anstatt sie zu unterdrücken.

Grenzen setzen: Sich bewusst von negativen Nachrichten und digitalen Medien, die Krisen und Konflikte thematisieren, abgrenzen, um Überforderung zu vermeiden.

Positives Handeln: Durch kleine, persönliche Aktionen zur Verbesserung der Welt beitragen, wie freiwilliges Engagement oder nachhaltige Konsumentscheidungen.

Soziale Unterstützung: Austausch mit Gleichgesinnten, um sich gegenseitig zu bestärken und emotionale Unterstützung zu erfahren.


c. Interpretation des Zitats von Audre Lorde: „Caring for myself is not self-indulgence, it is self-preservation, and that is an act of political warfare.”

Das Zitat von Audre Lorde verdeutlicht, dass Selbstfürsorge mehr ist als eine persönliche Notwendigkeit – sie ist ein politischer Akt. In einer Welt, die Menschen oft unterdrückt, marginalisiert oder in eine Rolle der Erschöpfung drängt, ist die bewusste Entscheidung, sich um das eigene Wohlbefinden zu kümmern, ein Akt des Widerstands. Besonders für marginalisierte Gruppen kann Selbstfürsorge als Schutzmechanismus gegen gesellschaftlichen Druck und Ungerechtigkeiten dienen. Sie stärkt die eigene Handlungsfähigkeit und Resilienz, um weiter für Veränderungen zu kämpfen. Selbstfürsorge wird somit zu einer Form der „politischen Kriegsführung“, da sie es ermöglicht, trotz widriger Umstände weiter für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung einzutreten.


Positive Nachricht: Erfolgreiches Trinkwasserprojekt in Äthiopien bringt Hoffnung und Gesundheit

Dank des Misereor-Projekts in der Region Oromia, Äthiopien, haben über 10.000 Menschen in ländlichen Gebieten erstmals Zugang zu sauberem Trinkwasser. Vorher mussten viele Familien stundenlange Fußwege zurücklegen, um an Wasser zu gelangen, das oft verunreinigt war und Krankheiten verursachte. Mit der Installation von Brunnen und Wasseraufbereitungsanlagen hat sich die Lebensqualität der Dorfbewohner erheblich verbessert: Weniger Krankheitsfälle, mehr Zeit für Bildung und wirtschaftliche Aktivitäten. Das Projekt zeigt, wie nachhaltige Entwicklung den Alltag von Menschen positiv verändert und Hoffnung für die Zukunft schafft.

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