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Belgiens dunkle Vergangenheit

Veröffentlichung:13.5.2023

Das Video beschäftigt sich mit der kolonialen Vergangenheit Belgiens und den Verbrechen im Kongo unter der Herrschaft von König Leopold II. Ausgehend von einem allgemeinen Bild Belgiens führt das Medium Schritt für Schritt in die Geschichte des sogenannten Kongofreistaates ein und zeigt, wie das riesige Gebiet Ende des 19. Jahrhunderts zum Privatbesitz des belgischen Königs wurde. Anschaulich werden die wirtschaftlichen Interessen am Kautschukhandel, die systematische Ausbeutung der Bevölkerung, Zwangsarbeit, Gewalt, Verstümmelungen und millionenfaches Leid dargestellt. Gleichzeitig erklärt das Video die Berliner Kongokonferenz, die Rolle europäischer Kolonialmächte sowie den Widerstand von Journalistinnen und Journalisten gegen die Verbrechen. Abschließend wird die bis heute andauernde Debatte über Erinnerungskultur, historische Verantwortung und den Umgang Belgiens mit seiner kolonialen Vergangenheit aufgegriffen. Das Medium verbindet historische Ereignisse mit aktuellen Fragen nach Menschenrechten, Verantwortung und Gerechtigkeit und macht deutlich, wie koloniale Strukturen bis in die Gegenwart nachwirken.

Belgien ist ein kleines Land, das vor allen mit positiven Dingen verbunden wird. Allerdings hat das Land eine Vergangenheit, die so dunkel ist, dass bis heute kaum darüber gesprochen wird. Es geht um Millionen Tote - und eine Terrorherrschaft, die bis heute nachwirkt. Mehr dazu, und zur nur langsam anlaufenden Aufarbeitung, erfahrt ihr in diesem Video. Das Video bespricht die extrem brutale Handlungen Belgiens im Kongo.


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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe, wenn Themen wie Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit, Kolonialismus, Rassismus, Verantwortung und christliche Ethik behandelt werden. Aufgrund der Schilderung massiver Gewalt sollte die Lehrkraft die einleitende Warnung des Videos aufgreifen und den Einsatz altersgerecht vorbereiten. Empfehlenswert ist es, das Video abschnittsweise anzusehen und zentrale Inhalte gemeinsam zu sichern. Kartenmaterial, historische Fotografien und Quellen können ergänzend eingesetzt werden, um die politischen und wirtschaftlichen Hintergründe zu vertiefen. Die Lernenden können untersuchen, welche Rolle wirtschaftliche Interessen bei der Kolonialisierung spielten und welche Folgen Kolonialismus bis heute für viele afrikanische Staaten hat. Ebenso bietet sich eine Diskussion über Verantwortung, Erinnerungskultur und Wiedergutmachung an. Im Religionsunterricht lassen sich Bezüge zur Gottebenbildlichkeit des Menschen, zur katholischen Soziallehre, zu den Menschenrechten sowie zur Option für die Armen herstellen. Gruppenarbeiten, Quellenanalysen, Debatten, Rollenspiele oder die Erarbeitung einer Stellungnahme fördern die Urteilskompetenz und die Fähigkeit zum Perspektivwechsel. Darüber hinaus kann das Video mit Themen wie Fairem Handel, globaler Gerechtigkeit, nachhaltigem Konsum oder der Enzyklika Laudato si verbunden werden. So wird historisches Lernen mit ethischer Reflexion und gegenwartsbezogenem Handeln verknüpft.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Soziale Fragen im 19. Jh. und heute

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