Die Nürnberger Prozesse waren Gerichtsverfahren nach dem Zweiten Weltkrieg, in denen führende Nazi-Funktionäre für ihre Verbrechen zur Verantwortung gezogen wurden. Ein internationaler Militärgerichtshof, bestehend aus Richtern und Anklägern der Alliierten, führte den Hauptprozess gegen 24 hochrangige Nazis von 1945 bis 1946 durch. Ziel war es, die deutsche Öffentlichkeit über die Nazi-Verbrechen aufzuklären und den Deutschen einen fairen Gerichtsprozess zu demonstrieren. Die Urteile reichten von Todesstrafen bis zu langen Haftstrafen. Die Prozesse fanden in Nürnberg statt, da die Stadt symbolisch für die NS-Herrschaft stand.