Der Einstieg gelingt über einen meinungsbarometer zum Thema Gewalt. Dabei werden alle Formen von Gewalt thematisiert im Material sind antizipierte Ergebnisse enthalten. Hier wird die Hinführung zum Palästina Konflikt geleistet. Wenn Sie nicht selbst im Unterrichtsgespräch auftaucht kann sie durch entsprechende Fragestellungen angestoßen werden. Vorschläge dazu sind ebenfalls im Material enthalten.
Eine Übung zur Streitkultur für die erste bis sechste Klasse thematisiert die Streitkultur anhand einer Karikaturensammlung. Darin werden verschiedene Möglichkeiten der Konfliktlösung bzw der Konfliktverlängerung vom Runden Tisch bis zur Schlägerei auf dem Tisch dargestellt. Über diese Karikaturen können Konfliktlösungswege diskutiert werden.
Es folgen Arbeitsblätter zum Leben in Israel und Palästina. Ein Material mit einer großen Karte zeigt sechs beispielhafte Kinder aus diesem Gebieten und beschreibt kurz ihr Leben. Dazu ist im Material eine Gruppenarbeit angelegt. Dabei wird untersucht, auf welche Art Kinder Gewalt erfahren und wie Sie damit umgehen können. In Gruppen werden Lösungsansätze für den Umgang mit Gewalt und den daraus resultierenden negativen Gefühlen entwickelt.
Ein Dialog zwischen Kindern thematisiert die erzwungene Trennung zwischen den Bevölkerungsgruppen. Kinder wollen zusammen spielen und Erwachsene verbieten das.
Ein weiteres Material zeigt die Entwicklung eines Kindes dass in Gewalt in Palästina aufgewachsen ist. Aus ihm wurde ein junger Mann der ein Mitglied der militanten Organisation Fatah geworden ist. Er verbrachte sieben Jahre im Gefängnis. Aufgabenstellungen reflektieren seinen Lebensverlauf und stellen die Frage nach der Motivation seiner Gewalttätigkeit. Im Gefängnis veränderte sich die Ansicht des jungen Mannes und der versuchte einen Weg des Friedens zu finden. Auch die Motivation dazu wird entwickelt.
Das letzte Material enthält eine weitere beispielhafte Biografie eines israelischen Soldaten im Jom Kippur Krieg. Seine Tochter wurde in dem Konflikt getötet und er geriet in wahnsinnige Wut. Nach vielen Jahren reflektiert er diesen Prozess. Er beschreibt, wie er mit der Wut und der Verzweiflung umgehen konnte und letztendlich den Teufelskreis des Hasses durchbrach. Er erkannte, dass auf beiden Seiten der Grenze Menschen unter dem Konflikt leiden und das Palästinenser genauso ihre Familie verlieren wie Juden. Krieg macht Menschen zu Monstern, auf beiden Seiten. In den Aufgaben wird dieser Vorgang der Umorientierung untersucht. Hoffnung auf den Frieden wird entwickelt und begründet. Eine weitere Webrecherche über einen Link zu einer Organisation die sich für den Frieden zwischen Eltern, die ihre Kinder verloren haben einsetzt, ist möglich.