Das Konzept „Volk Gottes" erlebte beim II. Vatikanum einen Aufschwung, ist jedoch durch das neue Verhältnis von Kirche und Judentum sowie die pluralistische Religionstheologie theologisch brisant geblieben. Israel definiert in seiner ethnischen Partikularität das „Volk Gottes" grundlegend, während die Kirche diesen Begriff universalisiert, dabei aber historisch und theologisch auf Israel angewiesen bleibt.