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Münchner Theologische ZeitschriftTamás Czopf

Münchner Theologische Zeitschrift,

Tamás Czopf

Universal in der Partikularität

Veröffentlichung:1.5.2026

Das Konzept „Volk Gottes" erlebte beim II. Vatikanum einen Aufschwung, ist jedoch durch das neue Verhältnis von Kirche und Judentum sowie die pluralistische Religionstheologie theologisch brisant geblieben. Israel definiert in seiner ethnischen Partikularität das „Volk Gottes" grundlegend, während die Kirche diesen Begriff universalisiert, dabei aber historisch und theologisch auf Israel angewiesen bleibt.

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Der Begriff Volk Gottes hat auf dem II. Vatikanum Karriere gemacht. Die Rezeptionsgeschichte spiegelt die Vor- und Nachteile des Begriffs wider. Sowohl die neue Verhältnisbestimmung von Kirche und Judentum als auch die pluralistische Religionstheorie machen den Begriff zu einem brisanten Terminus. Der Aufsatz hält zum einen an der Unverzichtbarkeit des Begriffs aber auch an der Einzigkeit des Gottesvolkes fest und möchte die Diskussion von seinen biblischen Wurzeln her vertiefen. In seiner Geschichte „definiert“ Israel in der Partikularität einer Ethnie grundlegend den „populus Dei“. Die Kirche universalisiert das „Volk Gottes“, bleibt aber historisch und theologisch von Israel abhängig – auch in ihrer Partikularität.

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