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Bonifatiuswerk

Bonifatiuswerk

Weites Herz offenes Auge

Veröffentlichung:1.1.2023

Die Anregung "Weites Herz offenes Auge" mit 32 Seiten bietet Material zur Erstkommunion mit katechetischen und liturgischen Bausteinen. Dabei wird die biblische Geschichte des Bartimäus in einer Stationenarbeit angeboten. Der blinde Bettler wird von Jesus geheilt. Er hat Mut nach Hilfe zu fragen. Das eigene Erfahren von Dunkelheit wird ausprobiert, um sich in den Bettler hineinzuversetzen. Jesus ist das Licht in dieser Dunkelheit. Der eigene Umgang mit Angst wird thematisiert. Das Erstaunen über Hilfe und plötzliche Hoffnung wird besprochen. Die liturgischen Bausteine bieten alle für einen Gottesdienst notwendigen Elemente. Lieder, Lesungstexte, gestalterische Elemente, Fürbitten und ein Schlusstext sind enthalten. Dabei wird die Heilung des Blinden in Jericho behandelt.

Das Begleitheft zur Erstkommunionaktion 2023 des Bonifatiuswerkes steht unter dem Leitwort „Weites Herz – offene Augen!“ und orientiert sich an der biblischen Erzählung von der Heilung des blinden Bartimäus aus dem Markusevangelium. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen mit offenem Herzen und wachem Blick für die Bedürfnisse anderer leben können. Das Heft erschließt die Bartimäusgeschichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zeigt, wie Bartimäus trotz seiner Blindheit Vertrauen, Mut und Glaubensstärke entwickelt. Ergänzt wird die biblische Erzählung durch theologische Impulse, Interviews, katechetische Bausteine, liturgische Anregungen sowie Vorschläge für diakonisches Handeln in der Erstkommunionvorbereitung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Themen Wahrnehmung, Inklusion, Vertrauen, Nächstenliebe und dem achtsamen Umgang mit Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Die Materialien laden dazu ein, die Botschaft Jesu mit Herz und allen Sinnen zu entdecken und in konkretes Handeln umzusetzen.

Products

Für den Religionsunterricht und die Erstkommunionvorbereitung bietet das Medium vielfältige didaktische und methodische Möglichkeiten. Die Bartimäuserzählung eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit den Themen Wahrnehmung, Ausgrenzung, Vertrauen, Glauben und Nachfolge. Die Lernenden können sich zunächst durch Wahrnehmungsübungen und Sinneserfahrungen in die Lebenssituation eines blinden Menschen hineinversetzen und reflektieren, wie sie ihre Umwelt wahrnehmen. Besonders wertvoll sind die vorgeschlagenen Führungsübungen mit verbundenen Augen, Tast und Hörübungen sowie Gespräche über Licht und Dunkelheit, die einen ganzheitlichen Zugang zur Erzählung ermöglichen. Die Frage Jesu „Was willst du, dass ich dir tue?“ eröffnet zudem zahlreiche Möglichkeiten für persönliche Reflexionen über eigene Wünsche, Hoffnungen und Bedürfnisse. Darüber hinaus können die Lernenden über Situationen nachdenken, in denen Menschen Unterstützung benötigen, und eigene diakonische Projekte entwickeln. Die Materialien fördern eine inklusive Perspektive, indem sie die Bartimäusgeschichte nicht auf körperliche Heilung reduzieren, sondern die Würde jedes Menschen und die grenzenlose Zuwendung Jesu in den Mittelpunkt stellen. Besonders gewinnbringend sind die Impulse zur Begegnung mit Menschen am Rand der Gesellschaft sowie die Anregungen zu sozialem Engagement. Methodisch eignen sich Erzählgespräche, Rollenspiele, Standbilder, Wahrnehmungsstationen, kreative Schreibaufgaben, Gebetswerkstätten, Bibelarbeiten, Gruppenprojekte und handlungsorientierte Sozialaktionen. Das Medium unterstützt damit einen erfahrungsbezogenen Religionsunterricht, der religiöse Bildung, soziale Verantwortung und persönliche Glaubensentwicklung miteinander verbindet.

Nacherzählung der Bartimäusgeschichte (Mk 10,46–52)

Die Geschichte wird aus der Perspektive eines Steins der Stadtmauer von Jericho erzählt. Dadurch entsteht ein ungewöhnlicher Zugang zur biblischen Erzählung. Im Unterricht lesen oder hören die Lernenden die Geschichte und erschließen anschließend die Gefühle, Gedanken und Handlungen von Bartimäus sowie der Menschenmenge. Perspektivwechsel, Rollenspiele und Gespräche über Ausgrenzung und Vertrauen bieten sich an.


Theologische Deutung der Bartimäusgeschichte

Die Auslegung zeigt, dass Bartimäus trotz seiner Blindheit mehr erkennt als die Sehenden. Die Lernenden reflektieren die Bedeutung von Glauben, Vertrauen und Nachfolge. Im Unterricht kann diskutiert werden, was „mit dem Herzen sehen“ bedeutet und wo Menschen heute Gefahr laufen, andere zu übersehen.


Impuls „Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich!“

Dieser Beitrag erschließt Bartimäus als Vorbild für Mut im Glauben. Die Lernenden überlegen, wo sie selbst Mut brauchen, um zu ihrem Glauben, ihren Überzeugungen oder zu anderen Menschen zu stehen. Kreative Schreibaufgaben oder Mutgeschichten eignen sich als Vertiefung.


Interview mit einer blinden Seelsorgerin

Das Interview eröffnet einen inklusiven Zugang zur Bartimäusgeschichte. Die Lernenden begegnen den Erfahrungen einer sehbehinderten Frau und setzen sich mit Fragen von Teilhabe, Ausgrenzung und Inklusion auseinander. Gesprächsrunden über den Umgang mit Menschen mit Behinderungen bieten sich an.


Bartimäus heute

Dieser Beitrag regt dazu an, Heilungsgeschichten nicht nur als Wunderberichte zu verstehen, sondern als Ausdruck der Zuwendung Jesu. Im Unterricht reflektieren die Lernenden Menschenwürde, Anerkennung und gesellschaftliche Teilhabe. Die Einheit eignet sich besonders für inklusive Lernprozesse.


Katechetische Bausteine

Spüren, erleben, verstehen – Glauben ins Spiel bringen

Hier werden verschiedene Wahrnehmungsübungen vorgestellt. Die Lernenden erfahren Dunkelheit durch geschlossene Augen, werden von anderen geführt, ertasten Gegenstände oder erkennen Geräusche und Gerüche. Anschließend werden die Erfahrungen auf Bartimäus übertragen. Ziel ist es, Empathie und bewusste Wahrnehmung zu fördern.


Was willst du, dass ich dir tue? – Diakonisches Engagement

Die Lernenden entwickeln konkrete Hilfsaktionen für andere Menschen. Sie überlegen, wer Unterstützung braucht, planen soziale Projekte und führen diese durch. Anschließend reflektieren sie ihre Erfahrungen. Der Schwerpunkt liegt auf Nächstenliebe und praktischem Handeln.


Mit Bartimäus aus der Dunkelheit zum Licht – Schritte auf dem Weg der Versöhnung

Dieser Baustein gestaltet einen spirituellen Weg mit verschiedenen Stationen. Die Lernenden denken über eigene Erfahrungen von Dunkelheit, Schuld, Hoffnung und Neubeginn nach. Symbolhandlungen, Gespräche und Gebete begleiten den Prozess.


Liturgische Bausteine

Liturgische Bausteine zum Jahresthema

Das Heft enthält Gottesdienstvorschläge, Gebete, Segensrituale und spirituelle Impulse. Im Unterricht oder in der Kommunionvorbereitung können gemeinsame Andachten gestaltet und die Bartimäusgeschichte liturgisch erschlossen werden.

Mottolied „Offene Augen, weites Herz“

Das Lied vertieft das Jahresthema musikalisch. Die Lernenden singen das Lied, erschließen den Text und verbinden die Aussagen mit der Bartimäusgeschichte und ihrem eigenen Leben.

Projekte der Kinder und Jugendhilfe

Mithelfen durch Teilen

Die Materialien informieren über soziale Projekte des Bonifatiuswerkes. Die Lernenden erfahren, wie Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen Lebenssituationen unterstützt werden können und entwickeln ein Bewusstsein für Solidarität und weltkirchliche Verantwortung.

Beispielprojekt 2023

Vorgestellt wird eine Wohngruppe der Salesianer Don Boscos, die Kindern und Jugendlichen Unterstützung für ein gelingendes Leben bietet. Die Lernenden setzen sich mit Lebenssituationen benachteiligter Kinder auseinander und reflektieren Möglichkeiten christlicher Hilfe.

Materialien und Geschenkideen

Materialien zum Jahresmotiv

Verschiedene Begleitmaterialien, Bilder und Gestaltungshilfen unterstützen die kreative Umsetzung des Jahresthemas in Gruppenstunden, Gottesdiensten und Unterrichtseinheiten.

Buchempfehlungen zur Erstkommunion

Das Heft stellt geeignete Kinder und Jugendbücher vor, die Themen wie Glauben, Gemeinschaft, Jesus, Sakramente und Erstkommunion vertiefen. Diese können als ergänzende Lektüre oder für Lesewerkstätten genutzt werden.

Insgesamt bietet das Begleitheft eine Kombination aus Bibelarbeit, Wahrnehmungsschulung, inklusivem Lernen, sozialem Engagement, Liturgie, Musik, Spiritualität und handlungsorientierten Projekten. Dadurch wird die Bartimäuserzählung nicht nur kognitiv verstanden, sondern mit Kopf, Herz und Hand erfahrbar gemacht.

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