Das Medium eignet sich in besonderer Weise für den Religionsunterricht der Primarstufe sowie der Sekundarstufe I und kann ebenso fächerübergreifend in Ethik, Sozialkunde oder Klassenleiterstunden eingesetzt werden. Die Unterrichtsbausteine sind modular aufgebaut und ermöglichen eine flexible Anpassung an unterschiedliche Altersgruppen und Lerngruppen. Didaktisch überzeugt das Material durch seine konsequente Lebensweltorientierung und die Verbindung von kognitiven, sozialen und kreativen Lernzugängen. Lernende werden dazu angeregt, eigene Erfahrungen mit Vielfalt, Zugehörigkeit und Ausgrenzung wahrzunehmen und zu reflektieren. Besonders gewinnbringend sind die kooperativen Methoden wie Vielfalts Bingo, Rollenspiele, Gesprächskreise oder kreative Gruppenarbeiten, da sie Begegnung und Perspektivwechsel fördern. Die Geschichte „Maries Traum“ eröffnet beispielsweise einen altersgerechten Zugang zur Bedeutung menschlicher Unterschiede, während Übungen zu Diskriminierung und Vorurteilen Empathiefähigkeit und soziale Sensibilität stärken. Die Materialien zur Goldenen Regel bieten darüber hinaus die Möglichkeit, religiöse und ethische Grundhaltungen für den Alltag einzuüben. Methodisch eignet sich das Medium besonders für handlungsorientierten Unterricht, Projektarbeit oder soziale Lernprozesse innerhalb der Klassengemeinschaft. Durch kreative Aufgaben wie Menschenketten, Schatzkisten mit Respektbotschaften oder Plakatgestaltung werden Lernende aktiv beteiligt und in ihrer Selbstwahrnehmung sowie in ihrer Wahrnehmung anderer gestärkt. Das Material fördert in besonderer Weise Toleranzfähigkeit, Dialogfähigkeit, Empathie, soziale Verantwortung und demokratische Handlungskompetenz.
Der Einstieg gelingt durch den stummen Impuls "Bunt ist schöner". Es werden Assoziationen und Beispiele zu diesem Satz gesammelt. Im Weiteren können Bilder zum Thema Vielfalt besprochen werden. Auch eine Webrecherche zum Auffinden solcher Bilder kann erfolgen. Ein weiterer Arbeitsauftrag kann im Erstellen oder suchen eines Bildes zum Thema Einheitlichkeit bestehen.
Ein biblischer Bezug kann über die Parabel vom Leib und den Gliedern aus dem ersten Korintherbrief bestehen. Im nächsten Schritt für die Geschichte eines Mädchens zum Thema anders und gleich gelesen. Wenn andere Menschen so sind, wie man selbst, gibt dies Sicherheit. Sie sind leichter zu verstehen. Ihr Verhalten wird vorhersehbar. Dadurch wird es leben, aber auch langweilig und es gibt keinerlei Abwechslung, da die Menschen sich so ähnlich sind. Platz für neue Gedanken und Kreativität ist selten. Der nachfolgende Schritt enthält ein Bingo Spiel, dass ein Material mit 16 Feldern anbietet. Die 16 Felder enthalten, fragen, welche in Einzelarbeit mit Ja oder Nein beantwortet werden. Anschließend wandern die Lernenden im Raum herum und versuchen Personen zu finden, welche dieselben Antworten zu einzelnen Fragen gegeben haben. Ist dies der Fall, wird unterschrieben. Ist der ganze Wogen mit 16 Fragen unterschrieben worden, beendet der Ruf "Bingo" durch den Gewinner das Spiel. Danach werden im Plenum Erfahrungen während des Spiels ausgetauscht. Impulsfragen dazu liegen bei.