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Christoph ThomaSchulamt Innsbruck

Christoph Thoma,

Schulamt Innsbruck

Sex sells

Veröffentlichung:1.3.2022

Die Unterrichtsstunde "Sex sells" mit zwei Seiten untersucht den Verkauf des eigenen Körpers anhand beispielhafter Biografien von jungen Frauen und Männern.

Das Materialblatt „Sex sells“ greift die Wirkung von Körperkult, Werbung und Sexualität im Alltag Jugendlicher auf. Ausgangspunkt ist eine Szene aus einer Schülerzeitungsredaktion, in der Lernende die Idee entwickeln, mit attraktiven Fotos von Mitschülerinnen und Mitschülern für einen guten Zweck zu werben. Während einige begeistert reagieren, zeigt die Figur Marianne Unsicherheit und Zweifel gegenüber der geplanten Veröffentlichung. Der Text thematisiert damit den gesellschaftlichen Druck durch Schönheitsideale, die Instrumentalisierung des Körpers in Werbung und Medien sowie die Frage nach persönlicher Würde, Selbstbestimmung und Verantwortung. Zugleich regt das Medium zur kritischen Auseinandersetzung mit der Verbindung von Sexualität, Aufmerksamkeit und wirtschaftlichen Interessen an.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in den Themenbereichen Sexualität, Menschenwürde, Identität, Medienethik und Körperbilder. Der lebensweltliche Zugang ermöglicht Lernenden eine unmittelbare Verbindung zu eigenen Erfahrungen mit sozialen Medien, Werbung und gesellschaftlichen Schönheitsvorstellungen. Didaktisch bietet sich zunächst eine szenische Erschließung des Textes an, indem die verschiedenen Rollen und Interessen der handelnden Personen herausgearbeitet werden. Besonders gewinnbringend ist eine Perspektivübernahme, bei der Lernende aus der Sicht von Marianne, der Fußballer oder der Redaktion argumentieren. Dadurch werden Fragen nach Gruppendruck, Anerkennung, Selbstwertgefühl und Grenzen persönlicher Freiheit sichtbar. Methodisch eignen sich Rollenspiele, Diskussionen, Standbilder oder Schreibaufträge wie innere Monologe und Tagebucheinträge. Ebenso kann eine kritische Analyse aktueller Werbeanzeigen oder sozialer Medien erfolgen, um Mechanismen von Körperinszenierung und Schönheitsdruck zu reflektieren. Im theologischen Zusammenhang eröffnet das Material Gespräche über das christliche Menschenbild, die Würde des Körpers und die Frage, ob Menschen Mittel zum Zweck werden dürfen. Der Text fördert die Urteilsfähigkeit, Medienkompetenz und ethische Reflexion der Lernenden und unterstützt einen sensiblen und respektvollen Umgang mit Sexualität und Körperlichkeit.

In einem ersten Schritt wird die Biografie einer jungen Frau untersucht. Der zweite Schritt untersucht die Biografie eines jungen Mannes. Beide können Gruppenarbeit an die jeweiligen Geschlechter vergeben werden. Auch ein geschlechtliche Rollentausch kann eine zusätzliche Lernchance bieten. In einem dritten Schritt wird eine moralische Perspektive ergänzt. Hierbei wird die Frage nach dem Verkauf des eigenen Körpers im Gegensatz zu dessen Einsatz für karitative Zwecke gestellt.


Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Einander lieben und miteinander leben. Partnerschaft, Liebe, Treue.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.1 Beziehungen gestalten: Freundschaft – Liebe – Partnerschaft.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Sex sells – Medien, Markt und Menschenwürde

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 4. Der Mensch als Mann und Frau.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 2. Glückssuche und Sinngebung als Aufgabe und Ziel des Lebens.

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