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Christoph ThomaSchulamt Innsbruck

Christoph Thoma,

Schulamt Innsbruck

Der Feind im eigenen Ich

Veröffentlichung:1.3.2022

Die Unterrichtsstunde "Der Feind im eigenen Ich" mit sieben Seiten thematisiert tiefgreifende Sinnkrisen, Abstumpfung bis hin zu Selbstverletzung und Suizid. Beispiele aus dem Textmaterial werden analysiert und auf die eigene Lebenswelt bezogen.

Das Materialblatt „Der Feind im eigenen Ich“ thematisiert das Phänomen der Selbstverletzung bei Jugendlichen und beschreibt eindringlich die seelischen Belastungen, die hinter diesem Verhalten stehen. Anhand von Tagebucheinträgen, Erfahrungsberichten sowie Aussagen von Ärztinnen, Psychologen und Fachleuten wird deutlich gemacht, dass Selbstverletzungen häufig Ausdruck innerer Leere, von Überforderung, Einsamkeit und fehlender Kommunikationsmöglichkeiten sind. Der Text erläutert Ursachen wie familiäre Konflikte, Gewalt, Missbrauchserfahrungen und emotionale Sprachlosigkeit. Zugleich werden Möglichkeiten der Hilfe, therapeutische Ansätze und die Bedeutung von Vertrauen, Gesprächskultur und familiärer Unterstützung aufgezeigt. Das Medium verbindet medizinische, psychologische und gesellschaftliche Perspektiven mit Fragen nach Identität, Selbstwert und menschlicher Würde.

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Das Medium eignet sich insbesondere für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II sowie für ältere Lernende der Sekundarstufe I in den Themenbereichen Menschenbild, Umgang mit Leid, Identität, Körperlichkeit, psychische Gesundheit und Verantwortung füreinander. Aufgrund der sensiblen Thematik ist ein besonders achtsamer und geschützter Unterrichtsrahmen notwendig. Lehrkräfte sollten vorab einschätzen, ob einzelne Lernende persönlich betroffen sein könnten, und gegebenenfalls Unterstützungsangebote transparent machen. Didaktisch ermöglicht der Text eine intensive Auseinandersetzung mit Fragen menschlicher Verletzlichkeit und dem Wunsch nach Anerkennung und Nähe. Lernende können zunächst die unterschiedlichen Perspektiven der Betroffenen, Eltern, Lehrkräfte und Fachleute herausarbeiten und miteinander vergleichen. Anschließend bietet sich eine Diskussion darüber an, welche Bedeutung Sprache, Zuhören und zwischenmenschliche Beziehungen für psychische Gesundheit besitzen. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit theologischen Fragestellungen nach Menschenwürde, Annahme, Hoffnung und Heilung. Methodisch eignen sich strukturierte Textarbeit, Gruppenarbeit, Gesprächskreise, Rollenperspektiven oder das Erstellen von Mindmaps zu Ursachen und Hilfsmöglichkeiten. Ebenso kann überlegt werden, welche Rolle Schule, Familie und Freundeskreis bei der Unterstützung belasteter Jugendlicher spielen. Kreative und reflexive Methoden wie anonymisierte Gedankenkarten, Schreibimpulse oder symbolische Bildarbeit ermöglichen einen vorsichtigen Zugang zur Thematik, ohne Lernende unter Druck zu setzen. Der Text fördert in besonderer Weise Empathiefähigkeit, Sensibilität, Wahrnehmung sozialer Verantwortung und die Fähigkeit, psychische Belastungen ernst zu nehmen.

In einem ersten Schritt wird das Textmaterial erfasst und zentrale Fragestellungen werden entwickelt. Warum verletzen Menschen sich selbst? Wie kann vor allem Jugendlichen in solchen Situationen geholfen werden? Im zweiten Schritt werden für die jeweiligen Absätze zentrale Thesen festgehalten. Im dritten Schritt wird eine Biografie aus dem Text ausgewählt und tabellarisch oder als Zeitstrahl zusammengestellt. Im letzten Schritt werden persönliche Erfahrungen mit Depression und ähnlichen Krankheitsbildern aus dem eigenen Umfeld besprochen.

Material:

Die innere Leere

Messer, Zirkelspitzen, Rasierklingen

Sucht nach Schmerz

 Missbrauchte Kinder

Weit mehr als Weltschmerz

Wir können nicht mehr fühlen

Was kann man tun

Vertrauen ist das Wichtigste

Wieder reden lernen

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.1a Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Sinn und Lebensglück.

9G.1b Evangelisch-katholisches Gemeinschaftsprojekt: Wofür es sich zu leben lohnt.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.3 Dem Lebenssinn auf der Spur: Jesus Christus – dem Auferstandenen nachfolgen.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Auferweckung Leben über den Tod hinaus - Biografiebeispiele

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 2. Glückssuche und Sinngebung als Aufgabe und Ziel des Lebens.

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