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Christoph Thoma

Christoph Thoma

Schöpfungsmythen. Aussage und Sinn

Veröffentlichung:8.6.2022

Die Unterrichtsstunde "Schöpfungsmythen. Aussage und Sinn" mit drei Seiten zeigt die Intention der Autoren der Genesis auf. Der Text ist komplex verfasst. Das die Aufgabe einen Lückentext enthält mindert diese Komplexität nicht.

Das Medium „Schöpfungsmythen. Aussage und Sinn“ beschäftigt sich mit der Bedeutung altorientalischer und biblischer Schöpfungsmythen und ihrer Funktion für den Menschen. Der Text verdeutlicht, dass Schöpfungsmythen keine naturwissenschaftlichen Erklärungen über die Entstehung der Welt liefern wollen, sondern Antworten auf existenzielle Fragen des Menschen geben. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Herkunft, Sinn, Orientierung und der Stellung des Menschen in der Welt. Anhand verschiedener antiker Kulturen wird gezeigt, dass jede Gesellschaft ihre eigenen Schöpfungserzählungen entwickelte, um ihre Lebenswelt zu deuten und den Menschen Geborgenheit und Sinn zu vermitteln. Besonders hervorgehoben wird die Aussage, dass Menschen keine „Kinder des Zufalls“ seien, sondern Teil einer größeren Ordnung und Verantwortung innerhalb der Schöpfung tragen. Das Medium eröffnet damit einen Zugang zur symbolischen und existenziellen Bedeutung religiöser Texte und lädt dazu ein, Schöpfungserzählungen als Ausdruck menschlicher Sinnsuche zu verstehen.

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Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe in den Themenbereichen Schöpfung, Mythos, Menschenbild und Religion und Naturwissenschaft. Durch die verständliche und zugleich tiefgründige Darstellung eignet sich das Material hervorragend als Einstieg in die Frage, wie Menschen seit jeher versuchen, ihre Welt zu deuten und Sinn zu finden. Methodisch empfiehlt sich zunächst eine gemeinsame Sammlung von Vorstellungen und Fragen der Lernenden zur Entstehung der Welt und zum Sinn menschlichen Lebens. Anschließend können die Aussagen des Textes in Gruppenarbeit erschlossen und mit heutigen Weltdeutungen verglichen werden. Besonders gewinnbringend ist die Gegenüberstellung von mythologischem Denken und naturwissenschaftlichen Erklärungen. Lernende können reflektieren, welche unterschiedlichen Fragen beide Zugänge beantworten wollen. Ebenso bietet das Material zahlreiche Möglichkeiten zur Arbeit mit Symbolen und Bildern in religiösen Texten. Lehrkräfte sollten dabei verdeutlichen, dass Mythen keine „falschen Geschichten“, sondern symbolische Deutungen menschlicher Erfahrungen sind. Das Medium eignet sich zudem hervorragend für kreative Methoden wie Bildbetrachtungen, Schreibgespräche, Gedankenreisen oder das Verfassen eigener moderner Schöpfungsmythen. Die enthaltenen Aufgaben fördern besonders hermeneutische Kompetenzen, Perspektivenwechsel und die Fähigkeit, religiöse Texte in ihrem historischen und kulturellen Kontext zu verstehen. Gleichzeitig unterstützt das Material die Auseinandersetzung mit Fragen nach Identität, Verantwortung und dem Platz des Menschen in der Welt.

In einem ersten Schritt wird ein Lückentext zur Intention der Genesis ausgefüllt. In einem zweiten Schritt wird der biblische Schöpfungsmythos Gen 1,1-2,4 erarbeitet. Die Lebenswelt der Hebräer wird daraus erschlossen. Diese führten als Ackerbauzivilisation ein hartes Leben. Der Mythos sollte ihnen Sinn im Leben vermitteln und eine Erklärung für ihr beschwerliches Leben und den Tod bieten. Der Mensch ist Ebenbild Gottes und trotz allen Leidens von ihm geliebt.


Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8.1 Die Welt verstehen: Naturwissenschaft und Mythen.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Mythen vom Anfang: Initium und Principium

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