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Religion als Medikament

Veröffentlichung:31.3.2016

Es ist DAS Allheilmittel. Ohne Rezept erhältlich hilft es bei verschnupfter Seele, innerer Leere, Angst und Einsamkeit. Religion! Doch auch beim Opium des Volkes gilt: Die Dosis macht das Gift.

Das Medium setzt sich in satirischer und zugleich kritischer Weise mit Religion und religiösem Missbrauch auseinander. In Form eines metaphorischen Vergleichs wird Religion als Medikament dargestellt, das Menschen bei Angst, Einsamkeit, Orientierungslosigkeit und innerer Leere helfen kann. Gleichzeitig thematisiert das Medium die Gefahr einer „Überdosierung“ von Religion, die in Fundamentalismus, Gewalt und Fanatismus münden kann. Historische Beispiele wie Kreuzzüge und Hexenverbrennungen werden ebenso angesprochen wie gegenwärtige Formen religiös motivierter Gewalt. Durch die provokante Sprache, ironische Zuspitzungen und gesellschaftskritische Aussagen regt das Medium dazu an, Chancen und Risiken religiöser Praxis kritisch zu reflektieren und zwischen persönlichem Glauben und ideologischem Missbrauch von Religion zu unterscheiden.

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Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe, da es aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen lebensnah und pointiert aufgreift. Der Einsatz empfiehlt sich vor allem als Gesprächsimpuls zu den Themen Religion und Gewalt, Fundamentalismus, religiöse Vielfalt sowie persönliche Glaubensformen. Lernende können zunächst ihre spontanen Eindrücke und Emotionen zum satirischen Zugang äußern und anschließend die verwendeten Sprachbilder analysieren. Besonders gewinnbringend ist eine gemeinsame Reflexion darüber, weshalb Religion im Medium mit einem Medikament verglichen wird und welche positiven beziehungsweise zerstörerischen Wirkungen damit verbunden sein können. Methodisch bieten sich Gruppenarbeiten, Pro und Contra Diskussionen, Standbildarbeit oder Schreibaufträge an, in denen Lernende eigene Definitionen von „gesunder“ Religiosität formulieren. Ebenso kann das Medium mit historischen Beispielen religiösen Missbrauchs oder mit aktuellen gesellschaftlichen Debatten über Extremismus verbunden werden. Wichtig ist dabei eine sensible Moderation durch die Lehrkraft, damit pauschale Vorurteile gegenüber Religionen vermieden werden und zwischen Religion und religiösem Extremismus differenziert wird. Das Medium fördert besonders Urteilskompetenz, Medienkompetenz und ethische Reflexionsfähigkeit, da Lernende lernen, provokative Aussagen kritisch einzuordnen und unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.3 Religionskritik – Bestreitung der Vernünftigkeit des Gottesglaubens.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 2. Gottesbestreitungen und Religionskritik.

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