Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe, da es lebensweltliche Erfahrungen von Jugendlichen aufgreift und aktuelle Fragen nach Sinn, Zugehörigkeit und Orientierung behandelt. Methodisch bietet sich ein handlungsorientierter Zugang an, indem Lernende zunächst ihre eigenen Vorstellungen von Religion und Gemeinschaft reflektieren. Die im Material enthaltenen Partnerinterviews, Gruppenarbeiten und Diskussionsaufgaben fördern kommunikative Kompetenzen sowie Perspektivenwechsel. Besonders gewinnbringend ist die Arbeit mit Fallbeispielen und konkreten Gruppierungen, da dadurch die Unterscheidung zwischen Religion, neuer religiöser Bewegung und manipulativer Gemeinschaft nachvollziehbar wird. Lehrkräfte sollten dabei sensibel vorgehen und auf eine sachliche sowie wertschätzende Gesprächskultur achten, um Vorurteile und pauschale Verurteilungen zu vermeiden. Ebenso empfiehlt sich eine Verbindung mit aktuellen Medienberichten oder Internetrecherchen, damit Lernende die gesellschaftliche Relevanz des Themas erkennen. Das Material unterstützt darüber hinaus die Ausbildung von Urteilskompetenz, indem Lernende Kriterien für eine verantwortungsvolle Religionspraxis entwickeln und sich mit Fragen nach Freiheit, Menschenwürde und Selbstbestimmung auseinandersetzen. Die zahlreichen Reflexionsimpulse ermöglichen zudem einen fächerübergreifenden Einsatz etwa in Ethik, Sozialkunde oder Psychologie.
Der Einstieg gelingt durch eine vorbereitende Textarbeit, die in einen Partner Interview übergeht. Dabei werden die Rollen gewechselt, um eigene religiöse Erfahrungen zu reflektieren. Dabei werden wahrscheinlich Begegnungen mit Zeugen Jehovas an der eigenen Haustür oder anderen Gruppen besprochen. In einem nächsten Schritt wird eine Definition neuer Religionen und Sekten entwickelt. Dazu werden verschiedene Vorgehensweisen dieser Gemeinschaften in Textarbeit erschlossen. Nach dieser Erarbeitung wird die Vorgehensweise der großen Kirchen gegenübergestellt.
Im nächsten Schritt wird in Partnerarbeit ein tabellarisches Material mit "sektiererischen Perspektiven bearbeitet. Diesen wird die menschliche Wirklichkeit gegenübergestellt. Somit entsteht eine Resilienz gegenüber Sekten. Der nachfolgende Schritt untersucht das Vorgehen von Scientology. Zentrale Elemente der Lehre werden durch Textarbeit festgehalten.
In ru-digital einige Medien zu Scientology erfasst. An dieser Stelle werden sie im Dropdown-Menü eingebettete Medien angeboten. Ein Ausstellungsmaterial in der PDF zu einer dort vorgeschlagenen Webrecherche kann auch zu diesen Videos genutzt werden. Material untersucht die Kontrolle von Verhalten, Gedanken, Gefühlen und Informationen durch eine Sekte. Ein weiterer Schritt untersucht Sekten Mitgliedschaft im persönlichen Umfeld. Dabei werden über eine Reihe schon Vorschläge Verhaltensmöglichkeiten zur Hilfe angeboten. In einem abschließenden Schritt wird das Thema Okkultismus behandelt, das mit neuen Religionen in engem Kontakt steht. Wir werden eine Reihe von Praktiken vorgestellt. Erneut können persönliche Erlebnisse thematisiert werden.