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Christoph ThomaSchulamt Innsbruck

Christoph Thoma,

Schulamt Innsbruck

Nächstenliebe und Gottesliebe.

Das Gleichnis des barmherzigen Samariters

Veröffentlichung:1.1.2022

Die Unterrichtsstunde "Nächstenliebe und Gottesliebe" mit vier Seiten thematisiert über sieben Fragen das Gleichnis vom barmherzigen Samariter und seinen Bezug zur universellen Nächstenliebe und zur jüdischen Zeitgeschichte.

Das Material „Nächstenliebe und Gottesliebe. Das Gleichnis des barmherzigen Samariters“ erschließt eines der bekanntesten Gleichnisse Jesu aus dem Bibel, das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lk 10,25–37). Ausgangspunkt ist die Frage eines Gesetzeslehrers an Jesus nach dem höchsten Gebot und danach, wer eigentlich der „Nächste“ sei. Das Material zeigt, wie Jesus die traditionelle Sichtweise verändert: Nicht die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe entscheidet darüber, wer der Nächste ist, sondern die konkrete Handlung der Barmherzigkeit. Besonders hervorgehoben wird der Perspektivenwechsel im Gleichnis: Die Frage lautet nicht mehr „Wer ist mein Nächster?“, sondern „Wem werde ich zum Nächsten?“. Darüber hinaus wird die universale Dimension der Nächstenliebe dargestellt, indem gerade ein Samariter – also ein Angehöriger einer verachteten Fremdgruppe – zum Vorbild wird. Das Medium verbindet biblische Exegese mit historischen Hintergründen und ethischen Fragestellungen zu Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Verantwortung.

Products

Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in den Themenfeldern Nächstenliebe, Barmherzigkeit, christliche Ethik, interreligiöses Lernen und soziale Verantwortung. Didaktisch bietet das Material einen sehr guten Zugang, um zentrale Aspekte der Botschaft Jesu anhand eines bekannten Gleichnisses zu erschließen und zugleich aktuelle gesellschaftliche Fragen einzubeziehen. Methodisch empfiehlt sich zunächst eine narrative Annäherung an den Bibeltext, etwa durch Vorlesen, szenisches Spiel oder Standbilder. Anschließend können Lernende den Perspektivenwechsel im Gleichnis herausarbeiten und diskutieren, welche Konsequenzen sich daraus für das eigene Handeln ergeben. Besonders geeignet sind Partner- oder Gruppenarbeiten, in denen unterschiedliche Figuren des Gleichnisses analysiert und ihre Motive reflektiert werden. Auch aktuelle Beispiele von Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit oder sozialer Ungerechtigkeit können mit dem Handeln des Samariters verglichen werden. Die Verbindung mit alttestamentlichen Texten wie Lev 19,18 sowie weiteren neutestamentlichen Stellen eröffnet zudem die Möglichkeit, die Entwicklung des Verständnisses von Nächstenliebe im biblischen Kontext zu untersuchen. Das Medium fördert die Fähigkeit zum Perspektivwechsel, zur Empathie und zur ethischen Urteilsbildung. Gleichzeitig regt es dazu an, über die Bedeutung von Barmherzigkeit und Mitmenschlichkeit in einer pluralen Gesellschaft nachzudenken und christliche Werte auf gegenwärtige Herausforderungen zu übertragen.


Der Einstieg kann über ein Video gelingen. Entsprechendes Video mit dem Inhalt des Gleichnisses ist im dropdown Menu eingebettete Medien auf dieser Seite von ru-digital zu finden. Das Video kann ab der fünften Minute (5.20) genutzt werden. Der Text des Gleichnisses ist im Material enthalten. In den ersten zwei Fragestellungen wird der Text erfasst und die Ausweitung des Gebotes der Nächstenliebe wird thematisiert. Der nachfolgende Schritt untersucht die Frage: "Wer ist dein Nächster?" Der sich anschließende Schritt reflektiert das persönliche Verständnis von gerecht und ungerecht. Ein weiterer Schritt vergleicht Jesu Verständnis der Nächstenliebe mit dem der Tore aus dem Buch Leviticus.

Der nächste Schritt untersucht weitere Bibelzitate aus dem Matthäus und Lukas zur Überbietung der Nächstenliebe aus dem Alten Testament in Jesus Forderungen. In einem abschließenden Schritt werden die drei Begriffe Nächstenliebe, Barmherzigkeit und soziale Gerechtigkeit definiert.

Material:

1 Perspektivenwechsel

2 Universalisierung der Nächstenliebe

3 Jüdischer zeitgeschichtlicher Kontext


Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

Kircheplus

23.3.2022

Umfang: Anregung

Schulbereich: Primarstufe

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.2 Biblische Ethik – Spannung zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Text, Video

urheberrechtlich geschützt

4.5.2022

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Unterrichtsstunde

Bibel & Tradition

Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ,Kommunizieren und Kooperieren ,Produzieren und Präsentieren

mittel

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