Die Christologie ist die Lehre vom Christus bzw. seit Jesus die Lehre von Jesus als dem Christus. Gerade nach Tod und Auferstehung Jesu stellte sich die Frage, wer denn dieser Jesus von Nazareth gewesen war. Nur ein Mensch? Oder gar Gott? Oder sogar beides? Und wenn er beides war, wie sollte man sich das vorstellen?
Die ersten Jahrhunderte der Geschichte des Christentums sind von diesen Fragen geprägt und in dieser Videoreihe will ich die christologischen Entwicklungen der Alten Kirche, d. h. der Antike, nachzeichnen.
Das Video zur „Erwählungs und Erhöhungschristologie sowie zum Adoptionismus“ führt in zentrale Fragen der frühen Christologie ein und erklärt unterschiedliche Deutungen der Person Jesu in den ersten Jahrhunderten des Christentums. Ausgangspunkt ist die grundlegende Frage, wer Jesus Christus eigentlich war und wie die ersten christlichen Gemeinden seine Bedeutung verstanden haben. Das Video erläutert die Unterschiede zwischen judenchristlichen und heidenchristlichen Vorstellungen und zeigt, wie sich daraus verschiedene christologische Modelle entwickelten. Im Mittelpunkt stehen die sogenannten Erwählungs und Erhöhungschristologien, die Jesus zunächst als Menschen verstehen, der durch Gottes Erwählung oder durch die Taufe zum Christus erhoben wurde. Zudem wird der Adoptionismus erklärt, nach dem Jesus bei seiner Taufe von Gott zum Sohn Gottes angenommen wurde. Das Video stellt wichtige Vertreter dieser theologischen Strömungen vor und zeigt, wie intensiv über die Göttlichkeit und Menschlichkeit Jesu diskutiert wurde. Dabei werden auch philosophische Hintergründe des Hellenismus sowie Fragen nach Monotheismus, Logos und Gottesbild verständlich erläutert. Das Medium eröffnet einen Einblick in die Entwicklung der frühen Kirche und die Entstehung zentraler christlicher Glaubensüberzeugungen.