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Landeszentrale für politische Bildung Rheinland Pfalz

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Das KZ-Außenlager Kochem-Bruttig-Treis

Veröffentlichung:1.1.1970

Wer heute die Orte Cochem (früher: Kochem), Bruttig und Treis aufsucht, wird wenige konkrete Hinweise auf das Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof finden können, das sich im Jahr 1944 auf die drei Gemeinden verteilte. Dies ist insofern erstaunlich, da in diesem Lager eine beträchtliche Zahl an männlichen KZ-Häftlingen sowie männlichen und weiblichen Zwangsarbeitern ausgebeutet und erhebliche Mengen an Baumaterial verwendet wurden.

Das Medium informiert über das KZ-Außenlager Kochem-Bruttig-Treis, das 1944 als Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof bestand. Es beschreibt die Einbindung in die nationalsozialistische Rüstungsproduktion, die Nutzung des Tunnels zwischen Bruttig und Treis, die Ausbeutung von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeiter*innen, die katastrophalen Haftbedingungen, Fluchtversuche, Hinrichtungen, Beteiligung regionaler Firmen und Behörden sowie die schwierige Nachgeschichte von juristischer Aufarbeitung, Entschädigung und Erinnerungskultur. Besonders deutlich wird, wie eng regionale Geschichte, NS-Verbrechen, wirtschaftliche Interessen und spätere Verdrängung miteinander verbunden waren.

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Diese Anregung mit 20 Seiten kann als Referatsmaterial oder zu Erarbeitung in Gruppen genutzt werden.

Für den Religionsunterricht eignet sich das Material besonders zur Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur, Menschenwürde, Schuld, Verantwortung und Zivilcourage. Lernende können anhand des regionalgeschichtlichen Beispiels erarbeiten, dass nationalsozialistische Gewalt nicht nur an weit entfernten Orten stattfand, sondern mitten in lokalen Lebenswelten sichtbar war. Methodisch bietet sich eine arbeitsteilige Quellenerschließung an: Gruppen untersuchen etwa die Lagerstruktur, die Rolle der Firmen, die Situation der Häftlinge, das Verhalten der Zivilbevölkerung, die Nachkriegsprozesse oder die Formen des Erinnerns. Anschließend können die Ergebnisse in einer Zeitleiste, einer digitalen Pinnwand oder einem Gedenkportfolio zusammengeführt werden. Für den Religionsunterricht ist besonders die ethische Reflexion wichtig: Was bedeutet Menschenwürde angesichts von Entrechtung und Zwangsarbeit? Welche Verantwortung tragen Mitwissende, Profiteure und Nachgeborene? Wo zeigen sich Formen von Hilfe, Anpassung, Wegsehen oder Mittäterschaft? Das Material kann mit biblischen Perspektiven auf Gerechtigkeit, Nächstenliebe, Schuld, Umkehr und Erinnerung verbunden werden. Sinnvoll ist auch ein lokalgeschichtlicher Zugang, etwa durch Recherche zu Erinnerungsorten, Gedenksteinen oder heutigen Spuren des Lagers. Aufgrund der belastenden Inhalte sollte die Arbeit gut vorbereitet, sensibel begleitet und altersangemessen eingesetzt werden, besonders ab der Sekundarstufe II.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.3. Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte. Geschwister im Glauben.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

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