Dieser Artikel von Seite 43-48 untersucht das Priesteramt in der säkularen Gesellschaft. Dabei werden auch Veränderungen des Kirchenbildes und die Reformbestrebungen seit dem II Vatikanum dargestellt. Anhand dieses Artikels kann das Priester und Kirchenbild vor dem zweiten Vatikanum und das gewünschte Bild nach dem Vatikanum erarbeitet werden. Dann ist auch der Vergleich möglich. Dabei kann untersucht werden, welche Möglichkeiten der Anpassung möglich sind, ohne dem Auftrag von Kirche und Priestern zu untreu zu werden. Individualisierung, Globalisierung und Flüchtlingskrise sowie Digitalisierung stellen völlig neue Herausforderungen an Priester und Kirche als Ganzes. Der Autor plädiert für eine Kirche, die nach den Wünschen der Gläubigen und ihren Nöten fragt und dazu Lösungen entwickelt.
Gerade unübersichtliche Zeiten verlangen ein Leben „in Christus“, „im Geist“, wie Paulus den Christen seiner Zeit einschärft. Mit den Worten des Zweiten Vatikanums: „nach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten“ (GS4). Als Weltpriester zur Zeitgenossenschaft mit unseren Mitbürgern gerufen, haben wir gewissermaßen in der einen Hand die Bibel (gern auch den CIC und den Katechismus), und in der anderen die Zeitung (auch, den Wirtschaftsteil und das Feuilleton).