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WiReLex | Deutsche Bibel Gesellschaft

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Lernen Queer Sensibles

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Artikel behandelt queersensibles Lernen und analysiert grundlegende Konzepte wie Queer, Heteronormativität und die Lebenssituationen queerer Menschen. Der Text entfaltet dabei verschiedene Bedeutungsdimensionen von „queer": als Sammelbezeichnung für LGBTIQA+, als Identitätskritik an essentialisierenden Kategorien und als dekonstruierende Praxis. Der Artikel zeigt auf, dass Heteronormativität als gesellschaftliche Ordnungsform tief in Denken, Sprechen und Handeln eingebunden ist und queere Menschen – insbesondere im Jugendalter und in der Schule – mit zusätzlichen Herausforderungen, Diskriminierungserfahrungen und Unsicherheiten konfrontiert sind. Zudem wird das ambivalente Verhältnis zwischen queerer Identität und christlicher Religion dargestellt, wobei sowohl ablehnende als auch empowernde Perspektiven vorhanden sind. Der Artikel definiert Queersensibilität als aufmerksame Haltung, die ein kritisches Reflexionsvermögen bezüglich Normalitätsvorstellungen erfordert und erlaubt, Lehr-Lernprozesse für alle Beteiligten inklusiver und gerechter zu gestalten – nicht nur für die ca. 10% der Menschen, die nicht der Cis-Hetero-Norm entsprechen.

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Der Artikel von Vera Uppenkamp behandelt das Konzept des queersensiblen Lernens als religionspädagogische Aufgabe. Zunächst werden drei zentrale Bedeutungsdimensionen des Begriffs „queer" dargelegt: erstens als Sammelbegriff für Menschen, die nicht der Cis-Hetero-Norm entsprechen (ähnlich LGBTIQA+), wobei betont wird, dass nicht alle dieser Kategorie entsprechenden Personen sich selbst als queer identifizieren. Zweitens wird queer als Identitätskritik vorgestellt, die essenzialisierende Kategorien hinterfragt und sich mit intersektionalen und poststrukturalistischen Ansätzen der Queer Studies verbindet. Drittens wird queer als dekonstruierendes Verb verstanden, das Normalitätsvorstellungen in Frage stellt. Das Konzept der Heteronormativität bildet den theoretischen Rahmen: Sie beschreibt eine gesellschaftliche Ordnungsform, die Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität als natürlich und selbstverständlich voraussetzt und dadurch sowohl private als auch öffentliche Lebensbereiche strukturiert. Der Artikel demonstriert die Wirkmächtigkeit von Heteronormativität durch alltägliche Beispiele wie Paarkonzepte, Familienbegriffe und Geschlechtercodierung. Heteronormativität wird als Dispositiv verstanden, das hegemonialer Herrschaft unterliegt und durch habitualisierte Praktiken und soziale Ko

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