Der Artikel definiert Körpersprache als nonverbales, nonvokales menschliches Verhalten, das bewusst oder unbewusst stattfindet und innerhalb spezifischer sozialer Kontexte Bedeutung erhält. Košinár unterscheidet fünf Teilbereiche: Mimik, Blickverhalten, Gestik, Körperhaltung und Proxemik. Zentral ist die Erweiterung des herkömmlichen Verständnisses um eine Innenwirkungsebene, die sogenannte embodiment-Perspektive: Der Körper dient nicht nur der Außendarstellung von Gefühlen, sondern ermöglicht auch innere Wahrnehmung und Selbstreflexion. Körpersprache funktioniert auf zwei Ebenen – analog (nonverbal) und digital (verbal) – wobei die analoge Dimension Informationen über Beziehungen und Emotionen übermittelt. Kongruenz zwischen verbalen und nonverbalen Kommunikationsebenen ist ausschlaggebend für Glaubwürdigkeit und Authentizität. Der Artikel betont die Kontextabhängigkeit körpersprachlicher Signale, die im Sozialraum Schule festgelegte Bedeutungen haben (wie das Aufzeigen einer Schülerin). Körpersprachliche Signale können bewusst eingesetzt oder unbewusst verursacht werden, werden aber von Rezipienten als intendierte Mitteilungen interpretiert. Im Religionsunterricht ermöglicht Körpersprache Reflexion auf den Ebenen von Fremd- und Selbstwahrnehmung, wodurch religiöse Themen und Inhalte verkörpert erfahrbar werden.