Thomas wird oft als der "ungläubige" bezeichnet. Er steht exemplarisch für den Typ Mensch, der die Dinge eher vom Kopf her angeht. Und er steht auch dafür, nicht alles einfach unhinterfragt hinzunehmen, sondern sich selbst zu überzeugen. Er wollte mit Kopf, Herz und Bauch verstehen. "Glauben heißt auch, Zweifel ertragen können", sagte J.H. Newman mal. Thomas hat seine Zweifel ertragen — das nenne ich daher eher: glaubensstark!
Das Video widmet sich der bekannten biblischen Erzählung vom sogenannten „ungläubigen Thomas“ nach der Auferstehung Jesu. Dabei wird Thomas nicht als Beispiel für mangelnden Glauben dargestellt, sondern als Mensch, der Fragen stellt, kritisch denkt und sich nicht mit vorschnellen Antworten zufriedengibt. Seine Zweifel werden als Ausdruck einer ernsthaften Suche nach Wahrheit und Sinn verstanden. Das Video hebt hervor, dass Thomas durch seine Fragen zu einer persönlichen Begegnung mit dem auferstandenen Jesus gelangt. Besonders bedeutsam ist die Szene, in der Jesus Thomas einlädt, seine Wunden zu berühren. Dadurch wird deutlich, dass die Auferstehung die Erfahrungen von Leid, Verletzung und Tod nicht auslöscht, sondern verwandelt. Das Video versteht Glauben deshalb nicht als das Gegenteil von Zweifel, sondern als die Fähigkeit, mit offenen Fragen zu leben und sich dennoch auf die Begegnung mit Gott einzulassen.