Fresh Expressions of Church ist eine ökumenische Netzwerk-Bewegung, die aus der Church of England und der Methodist Church hervorgegangen ist und sich für innovative Kirchenentwicklung als Antwort auf die gesellschaftliche Säkularisierung einsetzt. Der Ursprung liegt im Report "Mission-shaped Church" von 2004, der die britische Situation der Entkirchlichung realistisch diagnostizierte und ein Modell einer "mixed economy" vorschlug, in dem traditionelle Pfarrgemeinden und neue netzwerkbasierte Gemeinden nebeneinander existieren. Der Ansatz der fxC basiert auf einem charakteristischen Prozess: Zunächst folgt intensives Zuhören (double listening) auf Menschen und Gottes Stimme, dann Dienst und Liebe (loving and serving), anschließend Gemeinschaftsbildung (building community) und schließlich Glaubensentdeckung (exploring discipleship). Diese Methode unterscheidet sich von klassischen Gemeindegründungen durch ihre "serving-first journey", bei der Liturgie erst allmählich aus dem Kontakt mit Menschen entsteht, statt am Anfang zu stehen. Die entstehenden Gemeinden sind äußerst vielfältig und können von Kaffeestationen über mobile Garküchen bis zu modernen monastischen Initiativen reichen, jeweils mit eigenen liturgischen Formen. Die Bewegung verbreitete sich ab 2011 auch in Deutschland durch evangelische und katholische Institutionen und gründete 2017 einen bundesweiten Verein, dem Landeskirchen, Diözesen und christliche Verbände angehören. Zentrale Voraussetzung für solche Initiativen ist die Entwicklung spezieller "Pioneer Ministry"-Kompetenzen, die über spezialisierte Kursangebote vermittelt werden.