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Münchner Theologische ZeitschriftLukas Metz

Münchner Theologische Zeitschrift,

Lukas Metz

Liturgia in via

Veröffentlichung:1.5.2026

Wie könnte eine eucharistietheologisch verantwortete ‚Reform der Reform‘ aussehen? In der vergleichenden Auseinandersetzung mit den stellvertretend für das patristische Erbe stehenden Hochgebetstexten der Basilios-Anaphora sowie des Canon Romanus wird dafür argumentiert, dass die für die lateinische Kirche maßgebliche Wandlungsund Messopfertheologie, die in der Vorstellung einer ‚postkonsekratorischen Aufopferung‘ kulminiert, tatsächlich Ergebnis einer sekundären Deutung des Canon Romanus ist.

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Wie könnte eine eucharistietheologisch verantwortete ‚Reform der Reform‘ aussehen? In der vergleichenden Auseinandersetzung mit den stellvertretend für das patristische Erbe stehenden Hochgebetstexten der Basilios-Anaphora sowie des Canon Romanus wird dafür argumentiert, dass die für die lateinische Kirche maßgebliche Wandlungsund Messopfertheologie, die in der Vorstellung einer ‚postkonsekratorischen Aufopferung‘ kulminiert, tatsächlich Ergebnis einer sekundären Deutung des Canon Romanus ist. Mit Blick auf die gegenwärtige Normierung des Römischen Ritus ergibt sich damit ein ‚performativer Chiasmus‘: Faktisch wird die vorkonziliare Liturgie – entgegen der textlich erhebbaren Theologie im Hintergrund – als ‚Opferliturgie‘ gefeiert; – die konziliar erneuerte Liturgie hingegen – trotz ihrer textlich-rubrikalen Verhaftung in der scholastischen Wandlungs- und Opferlogik – meist als ‚Mahlfeier‘ inszeniert. Dabei konvergiert die jeweilige Performanz eben nur teilweise mit der Theologie der verwendeten Texte. Aus diesem ‚Chiasmus‘ von Text und Performanz sind Vorschläge für eine liturgietheologisch überzeugende ‚Reform der Reform‘ zu erarbeiten.

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