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Benedikt Kern

Amazonassynode im Rheinischen Braunkohlerevier kontextualisieren – die Klimakatastrophe als Zeichen der Zeit für die Kirche

Veröffentlichung:1.5.2026

Die Amazonassynode wird zum Anlass für eine weltkirchliche Umkehr, die den Zusammenhang von Kapitalismus, Klimakatastrophe und sozialer Ungerechtigkeit erkennt und durch solidarische Strukturen von unten überwinden muss.

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Die Bischofssynode zu Amazonien vom Oktober 2019 in Rom wird in diesem Artikel als ein „Kairos" – ein gottgewirkter Moment – interpretiert, der die Weltkirche herausfordert, ihre Strukturen grundlegend zu erneuern. Der Artikel identifiziert drei zentrale Dimensionen dieser Herausforderung: Erstens die notwendige Parteilichkeit der Kirche mit den Opfern von Unrecht und Umweltzerstörung, zweitens die Erkenntnis, dass lokale Krisen wie in Amazonien globale Auswirkungen haben und die Kirche als Ganze betreffen, und drittens die Chance für die Kirche, durch diese Konfrontation zu Umkehr und Erneuerung zu gelangen. Das zentrale Thema ist dabei die Klimakatastrophe als unübersehbares Zeichen der Zeit. Der Artikel argumentiert, dass Papst Franziskus in „Laudato Si'" den entscheidenden Zusammenhang aufzeigt: Ökologische und soziale Fragen sind untrennbar verbunden, und die Stimmen der Armen und der Erde müssen gleichermaßen gehört werden. Allerdings warnt der Autor davor, die Klimakrise durch bloße Lebensstiländerungen oder kosmetische Reformen angehen zu wollen. Stattdessen wird argumentiert, dass eine echte Überwindung des Kapitalismus „von unten" notwendig ist – durch die Organisation solidarischer Strukturen, die ein Jenseits der herrschenden Verhältnisse eröffnen. Besondere Aufmerksamkeit erhält das Rheinische Braunkohlerevier als europäischer Hotspot der CO₂-Produktion. Der Hambacher Forst und die geplante Kohleförderung bis 2038 verkörpern für den Autor die destruktive Kontinuität kapitalistischer Verwertungslogik. Aus diesem Grund wird die „Klimasynode von unten" als Gegengewicht zur Amazonassynode ausgerufen – ein Treffen von Basisgruppen, Sozialen Bewegungen und engagierten Christinnen und Christen im Oktober 2019 in Düren, um den Widerstand zu organisieren und die Hoffnung auf konkrete Veränderung praktisch zu bekunden.

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