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Misereor

Misereor

Kenia: Leben im Müll - Leben vom Müll

Veröffentlichung:9.12.2010

Korogocho- ein Armenviertel am Rande der kenianischen Hauptstadt Nairobi-

Direkt neben der größten Müllkippe der Stadt. Von den etwa dreieinhalb Millionen Einwohnern Nairobis lebt die Hälfte in den 200 Elendsvierteln, allein knapp 200.000 Menschen leben hier in Korogocho- geschätzt. Genaue Zahlen gibt es nicht. Hier landen die Abfälle einer Millionenstadt, Reste einer überwiegend armen Gesellschaft aber auch die hat noch was übrig.

Tag für Tag kommen Tausende Lastwagen nach Korogocho, viele Menschen hier leben vom Unrat und dem, was sich darunter versteckt.

Das Video zeigt eindrücklich die Lebensrealität von Menschen im Slum Korogocho am Rand der kenianischen Hauptstadt Nairobi in Kenia. Direkt neben einer der größten Müllkippen der Stadt leben zehntausende Menschen unter extremen Bedingungen und sichern ihr Überleben durch das Sammeln und Verwerten von Abfällen. Das Medium macht deutlich, wie hart und gesundheitsgefährdend diese Arbeit ist, gleichzeitig aber auch, wie viel Kreativität und Überlebenswillen die Menschen entwickeln. Im Fokus stehen Projekte der Partnerorganisationen von Misereor, die durch Kleinkredite, Bildungsangebote und Recyclinginitiativen neue Perspektiven eröffnen. Beispiele wie die Herstellung von Schmuck aus Tierknochen oder Taschen aus recyceltem Plastik zeigen Wege auf, wie Menschen schrittweise ein würdigeres Leben aufbauen können.

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Für den Religionsunterricht bietet dieses Medium einen besonders lebensnahen Zugang zu Themen wie „Armut“, „Menschenwürde“, „Gerechtigkeit“ und „Solidarität“. Als Einstieg kann das Video genutzt werden, um Betroffenheit und Empathie zu fördern, indem Lernende ihre ersten Eindrücke und Gefühle äußern. In einer vertiefenden Phase können zentrale Aspekte analysiert werden, etwa die Ursachen von Armut, die Rolle politischer Strukturen oder die Bedeutung von Bildung und Eigeninitiative. Methodisch eignen sich Gruppenarbeiten, in denen unterschiedliche Perspektiven eingenommen werden (z. B. Bewohner der Müllkippe, Helfende, politische Entscheidungsträger). Auch ein Vergleich mit der eigenen Lebenswelt kann angeregt werden, um globale Ungleichheiten bewusst zu machen. Theologisch lässt sich das Thema mit biblischen Motiven wie dem Auszug aus der Unterdrückung (vgl. Buch Exodus) oder mit der Option für die Armen verbinden. Ebenso kann die Enzyklika Laudato si' von Papst Franziskus herangezogen werden, um Fragen nach sozialer und ökologischer Gerechtigkeit zu vertiefen. Ziel ist es, die ethische Urteilsfähigkeit der Lernenden zu stärken und sie zu einem reflektierten, solidarischen Handeln zu ermutigen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.3 Königtum und Prophetie. Macht und Kritik.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.1 Protestieren und Aufbegehren: Prophetisches Handeln.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Konflikte heute – typisch menschlich Aktuelle Beispiele von Protest und Aufbegehren
  • Was kann ich tun? Eintreten gegen Missstände unserer Zeit

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 2. Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit – eine Herausforderung an die Christen.

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