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feinschwarzDaniela Ordowski

feinschwarz,

Daniela Ordowski

Ich erwarte …

Veröffentlichung:1.5.2026

Eine katholische Aktivistin fordert von der Kirche und sich selbst unbarmherzige Aufarbeitung von Missbrauchsfällen, echte Rechenschaftspflicht der Bischöfe und einen ehrlichen Diskurs über Machtmissbrauch statt fauler Kompromisse.

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Die Autorin, Bundesvorsitzende der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB), reflektiert ihre Rolle als kritische Katholikin angesichts der Missbrauchsskandale in der Kirche. Ein Bericht über Fälle im Bistum Trier erschüttert sie zutiefst und wirft Fragen darüber auf, wie sie weiterhin Teil einer Institution sein kann, die systematisch Gewalt deckt und vertuscht. Sie betont, dass Mitverantwortung für solche Verbrechen auch bei jenen liegt, die passiv zuschauen oder Schweigen bewahren – nicht nur bei Tätern und direkten Vertuscher. Für das kommende Jahr formuliert die Autorin klare Erwartungen: Sie selbst will „konstruktiv-kritisch-katholisch" bleiben, ohne sich durch bloße Reformversprechungen besänftigen zu lassen. Von den Bischöfen erwartet sie, endlich echte Verantwortung zu übernehmen und sich der „Gerechtigkeitskeule" nicht durch Ausreden zu entziehen. Sie kritisiert die fehlende Rechenschaftspflicht in der Hierarchie – Päpste nehmen Rücktrittsgesuche nicht an, Bischöfe warten auf Anweisungen, ohne selbst mutig zu handeln. Als Mitglied der Synodalversammlung plädiert sie für einen echten theologischen Diskurs, der nicht mit Glaubensgewissheit argumentiert, sondern auf Fakten basiert. Sie warnt vor systemischen Ursachen von Missbrauch und fordert, endlich offen über Machtstrukturen zu sprechen, statt sie als „Dienst" zu tarnen. Schwache Kompromisse lehnt sie ab – Menschenwürde muss die unverhandelbaren roten Linien setzen.

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urheberrechtlich geschützt

8.5.2026

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