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Warum Kirchen und Hilfswerke sich politisch einmischen (müssen)

Veröffentlichung:1.5.2026

Kirchliches politisches Engagement ist nicht neue Einmischung, sondern Auftrag aus dem Evangelium und der katholischen Soziallehre – wer diesen Weg geht, muss mit Kritik rechnen, darf sich aber nicht einschüchtern lassen.

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Der Artikel behandelt die Frage, ob sich Kirchen und kirchliche Hilfswerke wie Fastenaktion politisch einmischen dürfen. Während kritische Stimmen – etwa von Politikern wie Julia Klöckner – Kirchen vorwerfen, sich wie NGOs zu verhalten, argumentiert der Autor, dass politisches Engagement nicht neue Einmischung darstellt, sondern auf der christlichen Botschaft und der katholischen Soziallehre gründet. Schon seit Jahrzehnten engagieren sich Kirchen und ihre Hilfswerke für Gerechtigkeit, Menschenrechte und Umweltschutz – von der Apartheidsbekämpfung über den weltweiten Schuldenerlass im Jahr 2000 bis zu aktuellem Klimaschutz und Konzernverantwortung. Der Autor verankert diesen Anspruch theologisch in Papst Franziskus' Verständnis, wonach die Kirche eine öffentliche Rolle hat und nicht auf die politische Dimension der menschlichen Existenz verzichten kann. Sie richtet sich nicht nur an ihre Mitglieder, sondern ruft alle Menschen dazu auf, sich um das gemeinsame Haus zu kümmern und mit den Armen solidarisch zu sein. Wer diesen Auftrag ernst nimmt – etwa durch das Aufzeigen von Ursachen von Armut oder Klimakrise – muss mit politischer Kritik rechnen, wie die ständige Debatte in der Schweiz um die Gemeinnützigkeit politisch aktiver NGOs zeigt. Der Autor warnt abschließend, dass der wachsende Druck auf Zivilgesellschaft und Kirchen in demokratischen Ländern ein beunruhigendes Zeichen ist, besonders angesichts der Feindschaft von Rechtsextremen gegenüber diesen gesellschaftlichen Akteuren.

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