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Missio München

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Manila / Philippinen: Ein Priester kämpft für Menschenrechte

Veröffentlichung:27.2.2014

Das Video porträtiert den Karmelitenpater Christian Buenafe, bekannt als „Father Toots“, der sich seit Jahrzehnten unermüdlich für Menschenrechte auf den Philippinen einsetzt. Es zeichnet ein eindrückliches Bild von einem Land, in dem trotz demokratischer Strukturen weiterhin schwere Menschenrechtsverletzungen stattfinden. Anhand konkreter Lebensgeschichten – etwa eines zu Unrecht inhaftierten Mannes oder einer Mutter, deren Töchter Opfer des brutalen Anti-Drogenkriegs unter Rodrigo Duterte wurden – wird das Ausmaß von Gewalt, Willkür und Ungerechtigkeit deutlich. Die von Father Toots mitgetragene Organisation setzt sich für politische Gefangene ein, dokumentiert Menschenrechtsverletzungen und begleitet Betroffene. Gleichzeitig zeigt das Video die persönlichen Risiken dieses Engagements: Überwachung, Drohungen und ständige Gefahr gehören zum Alltag. Dennoch bleibt Father Toots seiner Überzeugung treu, dass Kirche nicht schweigen darf, sondern Partei für die Schwachen ergreifen muss.

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Didaktisch eröffnet das Video vielfältige Zugänge für den Religionsunterricht, insbesondere im Kontext von „Kirche und politische Verantwortung“, „Menschenrechte“, „Gewissen und Zivilcourage“ sowie „Nachfolge Jesu“. Es eignet sich, um Schülerinnen und Schüler mit der Frage zu konfrontieren, welche Rolle Kirche in gesellschaftlichen Konflikten spielen kann und soll. Methodisch bietet sich ein handlungs- und problemorientierter Zugang an: Zunächst können die Lernenden die dargestellten Menschenrechtsverletzungen analysieren und in einen globalen Kontext einordnen. Anschließend kann die Person von Christian Buenafe als Beispiel für gelebten Glauben reflektiert werden. Leitfragen könnten sein: Was bedeutet es, als Christ Verantwortung zu übernehmen? Wo liegen Chancen und Grenzen politischen Engagements der Kirche? Welche Parallelen gibt es zu biblischen Propheten oder zu Jesus selbst? Eine Verbindung zur katholischen Soziallehre (Menschenwürde, Solidarität, Gemeinwohl) vertieft die ethische Dimension. Methodisch eignen sich Diskussionen, Rollenspiele (z. B. Perspektiven von Opfern, Aktivisten, Regierung), sowie die Arbeit mit Zitaten aus dem Video. In höheren Jahrgangsstufen kann zudem kritisch reflektiert werden, wie Machtstrukturen, Angst und Propaganda wirken. Das Medium fördert damit nicht nur Wissen über globale Ungerechtigkeit, sondern auch die Fähigkeit, moralische Urteile zu bilden und eigene Haltungen zu entwickeln.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.3 Königtum und Prophetie. Macht und Kritik.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.1 Protestieren und Aufbegehren: Prophetisches Handeln.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Konflikte heute – typisch menschlich Aktuelle Beispiele von Protest und Aufbegehren
  • Was kann ich tun? Eintreten gegen Missstände unserer Zeit

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