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Claudia GärtnerTheoWeb

Claudia Gärtner,

TheoWeb

„Auf der Suche nach Fachlichkeit und Relevanz. Religionsdidaktik zwischen Theologizität und lebensweltlicher Kontextorientierung“

Veröffentlichung:1.5.2026

Warum erleben Schüler Religionsunterricht als irrelevant, obwohl etablierte Didaktiken wie die Korrelationsdidaktik längst versuchen, Glaube und Lebenswelt zu verbinden? Ein neues Strukturmodell verspricht, diese hartnäckige Grundspannung endlich differenzierter bearbeitbar zu machen.

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Die Spannung zwischen theologischer Fachlichkeit und lebensweltlicher Relevanz ist ein Dauerproblem des Religionsunterrichts – und längst nicht nur ein religionsdidaktisches. Der Artikel zeigt, dass trotz etablierter Ansätze wie der Korrelationsdidaktik oder Elementarisierung diese Grundspannung in der unterrichtlichen Praxis weiterhin unzureichend bearbeitet wird. Empirische Studien deuten darauf hin, dass Religionsunterricht in der Praxis entweder zu einer sachkundlichen Belehrung über Glaubenstraditionen wird oder sich in lebensweltlich-anthropologischen Themen verliert – ohne die produktive Verschränkung beider Pole zu gelingen. Der Beitrag analysiert zunächst, wie diese Problematik in aktuellen religionspädagogischen Debatten auf verschiedenen Ebenen virulent bleibt: bei der Frage nach der disziplinären Verortung der Religionspädagogik zwischen Theologie und Religionswissenschaft, bei Fragen der Lehrplangestaltung und nicht zuletzt in der Wahrnehmung von Schülerinnen und Schülern, die den Religionsunterricht zunehmend als irrelevant für ihr eigenes Leben erleben. Der Autor argumentiert jedoch, dass es sich hierbei um ein fachdidaktikenübergreifendes Phänomen handelt: Auch Mathematik, Sport und andere Fächer ringen damit, Fachlichkeit und Lebensweltbezug sinnvoll zu verbinden. Vor diesem Hintergrund wird ein Strukturmodell vorgestellt, das konzeptionell das Spannungsfeld zwischen fachlicher Tiefe und persönlicher Relevanz beschreibt und didaktisch bearbeitbar macht – mit dem Ziel, Schülerinnen und Schüler religiöse Lernprozesse als für ihr Leben sinnstiftend wahrnehmen zu lassen.

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8.5.2026

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