Der Artikel behandelt die Notwendigkeit, den Religionsunterricht in der modernen Informationsgesellschaft neu auszurichten. Die Autorin stellt fest, dass die klassische Vermittlung von Inhalten durch Lehrpersonen den aktuellen Anforderungen nicht mehr entspricht. Stattdessen sollte Religionsunterricht Schüler in ihrer kritischen Reflexion fördern, ihre persönlichen Erfahrungen einbeziehen und sie zur aktiven Partizipation ermutigen. Der Unterricht sollte humanistische Ziele verfolgen und Kompetenzen wie Empathie, Toleranz, Solidarität und Gerechtigkeit entwickeln. Im Kontext der Informationsgesellschaft, in der Schüler konstant mit digitalen Medien (Smartphones, Tablets, Computer) in Berührung kommen, wird die Integration von IKT als notwendig erachtet. Die Autorin betont, dass Technologien allein keinen pädagogischen Mehrwert bieten, sondern nur durch ihre sachgerechte Anwendung durch Lehrkräfte. Neue Unterrichtsmodelle sollten den Übergang von Druckmedien zu visueller Kultur, die Multiplizität verfügbarer Medien und den Wechsel von einseitiger zu interaktiver Kommunikation berücksichtigen. Konkrete Anwendungen sind digitale Lernmaterialien, E-Books mit interaktiven Elementen, Lernplattformen und Lernobadessourcen-Repositories. Die Autorin argumentiert für einen konstruktivistischen Ansatz, der persönliche Identität im historischen, kulturellen und sozialen Kontext berücksichtigt. Abschließend wird betont, dass Lehrkräfte eine neue pädagogische Strategie benötigen und entsprechend geschult werden müssen, um digitale Ressourcen effektiv für die Vermittlung von Glaubenswahrheiten einzusetzen.