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Klaus GoergenFachverband Ethik Baden Württemberg

Klaus Goergen,

Fachverband Ethik Baden Württemberg

Medienethik

Veröffentlichung:1.1.1970

Die Anregung "Medienethik" mit 74 Seiten bietet 38 Texte zum Umgang mit Medien. Dabei werden verschiedene Entwicklungen der Medien diskutiert und kritisiert. Meinungen der Hirnforschung, von Psychologen und Soziologen fließen in diesem Texten zusammen. Die Abhängigkeit von Medien wird ebenfalls untersucht. Der Konsum von Medien und der mangelnde Einfluss auf sie wird ebenfalls kritisiert.

Das Medium bietet eine breit angelegte Einführung in zentrale Fragen der Medienethik und Medienkritik. Der Reader versammelt journalistische Ethikkodizes, philosophische und soziologische Texte sowie aktuelle Analysen zur Wirkung von Fernsehen, Internet, sozialen Netzwerken und digitalen Medien. Die Materialien stammen unter anderem von Günther Anders, Theodor W. Adorno, Niklas Luhmann, Jürgen Habermas, Peter Sloterdijk, Manfred Spitzer und weiteren Medienforschern. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Wahrheit, Verantwortung, Manipulation, Meinungsbildung, Medienmacht, Digitalisierung, Medienkonsum und den Auswirkungen moderner Medien auf Individuum und Gesellschaft. Ergänzt werden die Texte durch Statistiken, Karikaturen, Fallbeispiele und Berichte zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen. Das Medium ermöglicht eine kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Medien in demokratischen Gesellschaften und mit den ethischen Herausforderungen digitaler Kommunikation.

Products

Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der gymnasialen Oberstufe sowie für den Ethikunterricht und fächerübergreifende Projekte mit Gemeinschaftskunde, Deutsch oder Philosophie. Die Materialien eröffnen einen lebensweltlich bedeutsamen Zugang, da Medien den Alltag der Lernenden in hohem Maße prägen und ihre Wahrnehmung von Wirklichkeit, ihre Kommunikation sowie ihre Werteorientierung beeinflussen.

Ein motivierender Einstieg kann über aktuelle Medienphänomene erfolgen, etwa soziale Netzwerke, Influencer, Künstliche Intelligenz, Fake News, Desinformation, Cybermobbing oder den eigenen Medienkonsum. Die Lernenden können zunächst ihr persönliches Medienverhalten reflektieren und dessen Chancen und Risiken diskutieren. Die im Reader enthaltenen Karikaturen und Statistiken eignen sich besonders gut für solche Einstiegsphasen.

Die journalistischen Ethikkodizes ermöglichen eine Einführung in grundlegende medienethische Prinzipien wie Wahrhaftigkeit, Sorgfalt, Menschenwürde, Datenschutz und Verantwortung. Die Lernenden können diese Normen auf aktuelle Medienereignisse anwenden und deren Einhaltung kritisch überprüfen. Die Texte von Anders, Adorno, Sloterdijk oder Spitzer eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Medienwirkungen und Medienkritik. Dabei können die Lernenden Positionen vergleichen, Argumentationsstrukturen analysieren und eigene Urteile entwickeln.

Methodisch bieten sich Debatten, Expertenrunden, Gruppenpuzzle, Pro Contra Diskussionen und Fallanalysen an. Besonders gewinnbringend ist die Untersuchung aktueller Medienbeispiele, bei denen die Lernenden journalistische Standards überprüfen oder ethische Konflikte identifizieren. Ebenso können Rollenspiele durchgeführt werden, in denen Lernende die Perspektive von Journalisten, Medienunternehmen, Politikern oder Mediennutzenden übernehmen. Die Materialien fördern dadurch die Fähigkeit zur Perspektivübernahme und zur begründeten ethischen Urteilsbildung.

Im Religionsunterricht eröffnen sich zahlreiche Anknüpfungspunkte zu Fragen nach Wahrheit, Verantwortung, Menschenwürde, Freiheit und Gerechtigkeit. Die Lernenden können beispielsweise diskutieren, wie christliche Vorstellungen von Wahrheit und Nächstenliebe auf digitale Kommunikation angewendet werden können oder welche Verantwortung Medien bei der Gestaltung gesellschaftlicher Wirklichkeit tragen. Darüber hinaus ermöglicht das Medium eine kritische Reflexion über Konsumverhalten, Identitätsbildung und die Bedeutung von Gemeinschaft in digitalen Lebenswelten. Auf diese Weise verbindet der Reader philosophische, gesellschaftliche und religiöse Fragestellungen mit der unmittelbaren Lebenswelt der Lernenden und stärkt deren Medienkompetenz sowie ihre ethische Reflexionsfähigkeit.

Ethikkodex für Multimediajournalisten

Die Lernenden untersuchen die besonderen Herausforderungen digitaler Medien. Sie diskutieren Fragen von Quellenkritik, Datenschutz, Social Media, Kommentarkultur und Werbung. Die Materialien eignen sich besonders zur Reflexion des Umgangs mit Informationen im Internet.


Medienethische Normen und mediale Tendenzen

Die Lernenden vergleichen ethische Ansprüche an Medien mit realen Entwicklungen wie Kommerzialisierung, Konzentration von Medienunternehmen oder Sensationsjournalismus. Sie diskutieren Spannungen zwischen wirtschaftlichen Interessen und gesellschaftlicher Verantwortung.


ABC der Medientrends

Die Lernenden analysieren zentrale Entwicklungen moderner Medien wie Digitalisierung, Globalisierung, Kommerzialisierung, Visualisierung und Trivialisierung. Die Begriffe können arbeitsteilig erschlossen und auf aktuelle Beispiele angewendet werden.


Günter Anders: Kritik des Fernsehens

Die Lernenden setzen sich mit der Frage auseinander, wie Fernsehen Wirklichkeit verändert. Sie analysieren die These, dass Medienereignisse zunehmend wichtiger werden als reale Erfahrungen und diskutieren Folgen für Freiheit und Selbstbestimmung.


Theodor W. Adorno: Kulturindustrie und Filmkritik

Die Lernenden untersuchen Adornos Kritik an Film und Unterhaltungsindustrie. Sie reflektieren, wie Medien Bedürfnisse erzeugen, Konsum fördern und gesellschaftliche Anpassung begünstigen können. Dabei werden aktuelle Streaming Angebote und soziale Medien einbezogen.


Niklas Luhmann: Die Realität der Medien

Die Lernenden analysieren die These, dass Medien Wirklichkeit nicht einfach abbilden, sondern mitgestalten. Sie diskutieren, wie Nachrichten ausgewählt werden und welche Rolle Medien für gesellschaftliche Orientierung spielen.


Jürgen Habermas: Medien und Märkte

Die Lernenden setzen sich mit der Bedeutung unabhängiger Medien für die Demokratie auseinander. Sie diskutieren die Gefahren wirtschaftlicher Einflussnahme auf Journalismus und die Rolle von Qualitätsmedien in demokratischen Gesellschaften.


Jerry Mander: Was ist Fernsehen?

Die Lernenden untersuchen, welche Inhalte besonders fernsehgerecht sind und welche Wirklichkeitsausschnitte dadurch bevorzugt dargestellt werden. Sie analysieren Mechanismen der Medienlogik und deren Folgen für die öffentliche Wahrnehmung.


Peter Sloterdijk: Informationszynismus

Die Lernenden reflektieren die Informationsflut moderner Medien. Sie diskutieren, ob die ständige Verfügbarkeit von Nachrichten zu Gleichgültigkeit, Überforderung und sinkender Empathie führen kann.


Peter Sloterdijk: Die Moral der Journalisten

Die Lernenden analysieren die journalistische Praxis der Aneinanderreihung von Nachrichten. Sie diskutieren die Frage, ob Medien wichtige Zusammenhänge verdecken und dadurch Orientierung erschweren.


Manfred Spitzer: Fernsehen und Hirnforschung

Die Lernenden setzen sich mit wissenschaftlichen Untersuchungen zu Medienwirkungen auseinander. Themen sind Medienkonsum, Lernen, Aufmerksamkeit, Gesundheit und Gewalt. Die Ergebnisse werden kritisch diskutiert und mit eigenen Erfahrungen verglichen.


Manfred Spitzer: Interview zu Fernsehen und Computer

Die Lernenden analysieren Argumente zu Chancen und Risiken digitaler Medien. Sie reflektieren die Auswirkungen von Bildschirmmedien auf Lernen, Entwicklung und Sozialverhalten.


Mike Sandbothe: Internetethik

Die Lernenden beschäftigen sich mit ethischen Fragen digitaler Kommunikation. Sie diskutieren Verantwortung, Freiheit, Datenschutz und den Umgang mit Informationen im Netz.


Michael Winterhoff: Kalte Herzen – Wie Fernsehen den Charakter verdirbt

Die Lernenden setzen sich mit medienkritischen Positionen auseinander und überprüfen deren Argumente anhand aktueller Entwicklungen. Dabei werden Fragen der Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisation behandelt.


Macht Fernsehen dumm?

Die Lernenden analysieren empirische Studien und diskutieren Zusammenhänge zwischen Mediennutzung, Konzentration, Lernen und Bildungserfolg.


Macht Fernsehen dick?

Die Lernenden untersuchen gesundheitliche Folgen von Medienkonsum und reflektieren ihr eigenes Freizeitverhalten.


N. Hüther: Interview zu neuen Medien

Die Lernenden diskutieren Chancen und Risiken digitaler Medienwelten und vergleichen unterschiedliche Positionen der Medienforschung.


David Levy: PC Kritik

Die Lernenden reflektieren die Rolle von Computern im Alltag und diskutieren Möglichkeiten eines bewussten und verantwortlichen Umgangs mit digitalen Technologien.


Abgelenkt von der Ablenkung

Die Lernenden analysieren Mechanismen digitaler Aufmerksamkeitsökonomien und diskutieren Folgen permanenter Erreichbarkeit.


Digitaler Gipfel

Die Lernenden setzen sich mit gesellschaftlichen Debatten über Digitalisierung auseinander und beurteilen politische Strategien kritisch.


Das Märchen vom digitalen LSD

Die Lernenden reflektieren übertriebene Hoffnungen und Befürchtungen im Zusammenhang mit digitalen Medien.


Freundschaft und Einsamkeit online

Die Lernenden diskutieren soziale Beziehungen im digitalen Raum. Sie analysieren Chancen und Grenzen virtueller Freundschaften und reflektieren ihre eigenen Erfahrungen.


Medien und Identität

Die Lernenden untersuchen, wie Medien Identität, Selbstbild und Lebensentwürfe beeinflussen. Dies eignet sich besonders für biografische Reflexionen.


Interview zum Fernsehen

Die Lernenden vergleichen unterschiedliche Einschätzungen zur Wirkung des Fernsehens und entwickeln eigene Positionen.


Futter für die Fernbedienten

Die Lernenden analysieren Mechanismen der Unterhaltungsindustrie und diskutieren die Rolle des Publikums als Medienkonsumenten.


Glorifizierte Zeitverschwendung

Die Lernenden setzen sich kritisch mit Freizeitgestaltung und Mediennutzung auseinander und reflektieren persönliche Prioritäten.


Wem das Fernsehen dient

Die Lernenden untersuchen ökonomische Interessen hinter Medienangeboten und diskutieren Fragen von Macht und Einfluss.


Ignacio Ramonet: Kontrolle ist besser

Die Lernenden diskutieren Überwachung, Datensammlung und Machtstrukturen in digitalen Gesellschaften.


Frank Schirrmacher: Wir Süchtigen

Die Lernenden reflektieren Mechanismen digitaler Abhängigkeit und entwickeln Strategien für einen bewussten Medienumgang.


Tabellen zu Medienbesitz und Medienkonsum

Die Lernenden werten statistische Daten aus, erstellen Diagramme und interpretieren Entwicklungen im Medienverhalten verschiedener Bevölkerungsgruppen.


Karikaturen zum Thema Medien

Die Lernenden analysieren medienkritische Karikaturen und erschließen deren Aussagen mithilfe der Bildanalyse.


Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace

Die Lernenden diskutieren Freiheitsvorstellungen des Internets und setzen diese in Beziehung zu staatlicher Regulierung und Verantwortung.


Titus Arnu: Der will nur spielen

Die Lernenden setzen sich mit Computerspielen auseinander und diskutieren deren Chancen und Risiken für Jugendliche.


Sechs Berichte über Mediennutzung von Eltern und Kindern

Die Lernenden analysieren Fallbeispiele aus Familien und entwickeln Kriterien für einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien. Die Berichte eignen sich besonders für Gruppenarbeit und Diskussionen.

Material:

Pressecodex 3

Codex für Multimediajournalismus 5

Medienethische Normen und mediale Tendenzen 8

ABC der Medientrends 9

G. Anders: TV-Kritik 10

T.W. Adorno: Film-Kritik 11

N. Luhmann: Realität der Medien 12

J. Habermas: Medien und Märkte 13

J. Mander: Was ist Fernsehen? 16

P. Sloterdijk: Medienkritik 1 18

P. Sloterdijk: Medienkritik 2 19

M. Spitzer: TV und Hirnforschung 20

M. Spitzer: Interview zu TV und PC 23

M. Sandbothe: Internet-Ethik 26

P. Winterhoff: Kalte Herzen. Wie TV den Charakter verdirbt 29

Macht Fernsehen dumm? 30

Macht Fernsehen dick? 31

N. Hüther: Interview zu neuen Medien 32

D. Levy: PC-Kritik-Interview 35

Abgelenkt von der Ablenkung 36

Digitaler Gipfel 37

Das Märchen vom digitalen LSD 39

W. Deresiewicz: Freundschaft und Einsamkeit online 41

M. Celko: Medien und Identität 43

F. J. Krotz: Interview zum TV 48

Futter für die Fernbedienten 49

Glorifizierte Zeitverschwendung 51

Wem das Fernsehen dient 52

G. Ramonet: Kontrolle ist besser 54

Wir Süchtigen - Schirrmachers Medienkritik 57

Tabellen: Medienbesitz und Medienkonsum 59

Karikaturen zum Thema 66

Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace 67

Titus Arnu: Der will nur spielen 68

Sechs Berichte über Mediennutzung von Eltern und Kindern 70

Literatur und Webseiten 72

Links zu Kindern und Jugendlichen im Netz 74


Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 1. Grundzüge christlicher Moral im Kontext philosophischer Ethik.

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