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Samuel Jajalian

Samuel Jajalian

John Stuart Mill: Qualitativer Utilitarismus

Veröffentlichung:22.12.2020

Das Medium erläutert den qualitativen Utilitarismus von John Stuart Mill und stellt ihn als Weiterentwicklung des Utilitarismus Jeremy Benthams vor. Ausgangspunkt ist das utilitaristische Grundprinzip, nach dem eine Handlung dann moralisch richtig ist, wenn sie für alle Betroffenen eine möglichst große Summe an Glück hervorbringt. Während Bentham Lust vor allem quantitativ nach Kriterien wie Stärke und Dauer betrachtet, unterscheidet Mill zusätzlich zwischen qualitativ unterschiedlichen Formen der Lust. Geistige Freuden besitzen für ihn einen höheren Wert als niedrigere sinnliche Freuden. Veranschaulicht wird dies unter anderem durch den Vergleich zwischen dem Lesen eines philosophischen Buches und dem Essen von Chips. Das Medium erläutert außerdem Mills Argument der Charakterschwäche: Menschen können niedrigere Freuden wählen, obwohl sie höhere Freuden als wertvoller erkennen. Anschließend wird Mills Verfahren zur Bestimmung der Qualität unterschiedlicher Freuden vorgestellt. Entscheidend soll das Urteil von Personen sein, die beide Arten von Freude aus eigener Erfahrung kennen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterscheidung zwischen Handlungsutilitarismus und Regelutilitarismus. Während einzelne Handlungen beim Handlungsutilitarismus jeweils nach ihren Folgen bewertet werden, sollen beim Regelutilitarismus allgemeine Regeln befolgt werden, deren Befolgung insgesamt zur Maximierung des Glücks beiträgt. Das Medium schließt mit einer Zusammenfassung der Unterschiede zwischen Benthams quantitativem Handlungsutilitarismus und Mills qualitativem Regelutilitarismus.

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Das Medium eignet sich für den Religionsunterricht der Jahrgangsstufe 10 insbesondere für Unterrichtseinheiten zu ethischen Entscheidungsmodellen, Glück, Verantwortung, Gewissen, dem guten Leben und der Begründung moralischen Handelns. Die utilitaristische Grundfrage nach den Folgen einer Handlung eröffnet einen lebensnahen Zugang zur ethischen Urteilsbildung. Gleichzeitig ermöglicht Mills Unterscheidung zwischen höheren und niedrigeren Freuden eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Frage, was Menschen unter Glück und einem gelungenen Leben verstehen.

Als Einstieg kann die Frage „Was macht ein gutes Leben aus?“ eingesetzt werden. Die Lernenden sammeln zunächst Tätigkeiten und Erfahrungen, die sie mit Glück verbinden. Anschließend können diese beispielsweise den Bereichen Genuss, Freundschaft, Bildung, Erfolg, Anerkennung, Freizeit, Familie, Religion und soziales Engagement zugeordnet werden. Die Lehrkraft kann danach fragen, ob alle Formen von Glück gleich wertvoll sind. Damit wird unmittelbar auf Mills qualitative Unterscheidung verschiedener Formen der Lust vorbereitet.

Eine weitere Einstiegsmöglichkeit greift das Beispiel des Mediums auf. Die Lernenden sollen sich entscheiden, ob sie einen freien Nachmittag lieber mit einer unmittelbar angenehmen Freizeitbeschäftigung oder mit einer geistig anspruchsvollen Tätigkeit verbringen würden. Entscheidend ist zunächst nicht die konkrete Wahl, sondern deren Begründung. Anschließend kann Mills These eingeführt werden, dass Menschen niedrigere Freuden bevorzugen können, obwohl sie höhere Freuden als wertvoller erkennen. Das Medium bezeichnet dies im Zusammenhang mit Mill als Charakterschwäche.

Während der Betrachtung des Mediums sollten die Lernenden einen strukturierten Beobachtungsauftrag erhalten. Sie können beispielsweise herausarbeiten, welches Ziel der Utilitarismus verfolgt, worin sich Mill und Bentham unterscheiden, wie höhere und niedrigere Freuden bestimmt werden und worin der Unterschied zwischen Handlungsutilitarismus und Regelutilitarismus besteht. Die Ergebnisse können anschließend in einer Tabelle gesichert werden.

Von besonderer Bedeutung ist die Unterscheidung zwischen Quantität und Qualität von Glück. Die Lernenden sollten erkennen, dass Mill nicht lediglich fragt, wie viel Lust eine Handlung erzeugt. Vielmehr nimmt er Unterschiede im Wert verschiedener Lustempfindungen an. Das Medium macht deutlich, dass qualitativ höhere Freuden nach Mill nicht einfach durch eine größere Menge niedrigerer Freuden ausgeglichen werden können. Hier bietet sich eine kritische Unterrichtsphase an. Die Lernenden können diskutieren, ob beispielsweise Lesen, Kunst, Musik, Freundschaft, Computerspiele, Sport oder Unterhaltung objektiv nach ihrem Wert geordnet werden können.

Mills Verfahren zur Bestimmung höherer Freuden eignet sich besonders zur Förderung der Urteilskompetenz. Nach der Darstellung im Medium sollen Personen urteilen, die beide zur Auswahl stehenden Freuden kennen. Die Lernenden können dieses Verfahren zunächst auf eigene Beispiele anwenden und anschließend kritisch prüfen. Dabei kann gefragt werden, wer überhaupt als erfahrene Person gelten darf und ob ein Mehrheitsurteil tatsächlich feststellen kann, welche Form des Glücks wertvoller ist. Das Medium selbst weist auf das mögliche Problem hin, dass die Auswahl der geeigneten Personen zu einem Zirkelschluss führen kann.

Für die Anwendung des Utilitarismus eignen sich moralische Dilemmata. Die Lernenden erhalten beispielsweise eine Situation, in der eine Person ein Versprechen gegeben hat, dieses aber brechen könnte, um anderen Menschen zu helfen. Zunächst wird die Situation aus Sicht des Handlungsutilitarismus untersucht. Danach wird gefragt, welche allgemeine Regel ein Regelutilitarismus vertreten könnte. Dadurch erkennen die Lernenden, dass beide Varianten des Utilitarismus trotz des gemeinsamen Ziels der Glücksmaximierung zu unterschiedlichen Begründungswegen gelangen können. Das Medium verwendet selbst das Halten von Versprechen, um diesen Unterschied zu veranschaulichen.

Für eine kooperative Unterrichtsphase können verschiedene Gruppen unterschiedliche Alltagssituationen untersuchen. Eine Gruppe beschäftigt sich beispielsweise mit einer Notlüge, eine weitere mit dem Teilen von Bildern in sozialen Medien, eine weitere mit dem Einsatz von Geld für eigene Wünsche oder für Menschen in Not. Jede Gruppe bestimmt zunächst die Betroffenen, untersucht mögliche Folgen und fragt anschließend, welche Handlung das Glück aller Betroffenen möglichst stark fördern könnte. Die Gruppen präsentieren ihre Entscheidungen und legen ihre Begründungen offen.

Für den Religionsunterricht bietet sich anschließend eine Gegenüberstellung mit christlichen Vorstellungen moralischen Handelns an. Die Lernenden können beispielsweise untersuchen, welche Bedeutung Nächstenliebe, Menschenwürde, Gerechtigkeit und die besondere Hinwendung zu Menschen in Not besitzen. Dabei sollte nicht vorschnell von einem Gegensatz zwischen Utilitarismus und christlicher Ethik ausgegangen werden. Beide können das Wohlergehen anderer Menschen berücksichtigen, begründen moralische Forderungen jedoch auf unterschiedliche Weise. Besonders interessant ist die Frage, ob das größtmögliche Glück aller immer mit der besonderen Würde jedes einzelnen Menschen vereinbar ist.

Als Vertiefung kann ein Konflikt konstruiert werden, bei dem das Wohlergehen einer Mehrheit nur durch erhebliche Nachteile für eine einzelne Person erreicht werden könnte. Die Lernenden untersuchen zunächst die Situation utilitaristisch und fragen anschließend aus der Perspektive der Menschenwürde, ob dem Streben nach größtmöglichem Glück Grenzen gesetzt werden müssen. Dadurch wird eine zentrale Problematik konsequenzorientierter Ethik für die Lernenden konkret erfahrbar.

Eine weitere religionspädagogische Vertiefung bietet Mills Verständnis des Glücks. Die Lernenden können es mit religiösen Vorstellungen eines guten und gelingenden Lebens vergleichen. Dabei kann untersucht werden, ob ein gelungenes Leben mit möglichst viel Glück gleichgesetzt werden kann oder ob Werte wie Verantwortung, Nächstenliebe, Gerechtigkeit, Gemeinschaft, Hoffnung und Sinn zusätzliche Kriterien darstellen. Auf diese Weise wird die philosophische Theorie mit grundlegenden Fragen religiöser Lebensgestaltung verbunden.

Zum Abschluss eignet sich eine strukturierte Urteilsaufgabe zur Frage, ob eine Handlung allein aufgrund ihrer guten Folgen moralisch richtig sein kann. Die Lernenden sollten dabei zwischen persönlicher Meinung und begründetem ethischem Urteil unterscheiden. Sie greifen auf Fachbegriffe zurück, beziehen unterschiedliche Argumente ein und formulieren schließlich ein begründetes eigenes Urteil.


Prüfungsfragen für eine Klausur in der Jahrgangsstufe 10 mit Lösungen


Aufgabe 1: Beschreiben

Beschreibe das Grundprinzip des Utilitarismus, wie es im Medium dargestellt wird.

Lösung: Nach dem im Medium dargestellten utilitaristischen Grundprinzip ist eine Handlung dann moralisch richtig, wenn sie die größtmögliche Summe an Glück für alle von der Handlung betroffenen Personen hervorbringt. Für die moralische Bewertung sind damit vor allem die Folgen einer Handlung von Bedeutung.


Aufgabe 2: Erläutern

Erläutere den Unterschied zwischen Benthams und Mills Verständnis von Lust.

Lösung: Bentham betrachtet Lust nach der Darstellung des Mediums vor allem quantitativ. Unterschiedliche Freuden können beispielsweise nach ihrer Stärke und Dauer miteinander verglichen werden. Mill ergänzt diese Betrachtung um qualitative Unterschiede. Für ihn besitzen bestimmte geistige Freuden einen höheren Wert als niedrigere Freuden. Deshalb können unterschiedliche Freuden nicht ausschließlich danach beurteilt werden, wie stark oder wie lange sie empfunden werden. Mill entwickelt damit den qualitativen Utilitarismus weiter.


Aufgabe 3: Erklären

Erkläre Mills Aussage, dass es besser sei, ein unzufriedener Mensch als ein zufriedenes Schwein zu sein.

Lösung: Mill möchte damit verdeutlichen, dass nicht allein die Menge des empfundenen Glücks entscheidend ist. Menschen sind nach seiner Auffassung zu höheren geistigen Freuden fähig. Eine Existenz, die solche höheren Fähigkeiten besitzt und nutzt, hat deshalb einen besonderen Wert, auch wenn sie nicht ständig mit größerem unmittelbarem Genuss verbunden ist. Die Aussage verdeutlicht somit Mills Unterscheidung zwischen qualitativ höheren und niedrigeren Formen der Lust.


Aufgabe 4: Erläutern

Erläutere Mills Methode zur Bestimmung der Qualität unterschiedlicher Freuden

Lösung: Nach Mill sollen Menschen urteilen, die beide miteinander verglichenen Freuden aus eigener Erfahrung kennen. Wenn diese Personen eine der beiden Erfahrungen bevorzugen, kann daraus auf deren höhere Qualität geschlossen werden. Bei unterschiedlichen Urteilen soll nach der Darstellung im Medium die Mehrheit der erfahrenen Personen ausschlaggebend sein. Entscheidend ist also die Beurteilung durch Menschen, die beide Formen der Lust kennen.


Aufgabe 5: Vergleichen

Vergleiche Handlungsutilitarismus und Regelutilitarismus.

Lösung: Beim Handlungsutilitarismus wird jede einzelne Situation danach beurteilt, welche konkrete Handlung die besten Folgen beziehungsweise das größtmögliche Glück für die Betroffenen hervorbringt. Beim Regelutilitarismus werden dagegen allgemeine Regeln entwickelt, deren Befolgung insgesamt das Glück möglichst stark fördern soll. Ein Beispiel wäre die Regel, Versprechen zu halten, weil gegenseitige Verlässlichkeit und Vertrauen zum Glück der Menschen beitragen können. Der wesentliche Unterschied besteht somit darin, ob einzelne Handlungen oder allgemeine Regeln den unmittelbaren Ausgangspunkt der moralischen Beurteilung bilden.


Aufgabe 6: Analysieren

Eine Lernende hat einer Freundin versprochen, ihr ein Geheimnis nicht weiterzuerzählen. Später erfährt sie, dass eine andere Person durch dieses Geheimnis möglicherweise erheblichen Schaden erleiden könnte.

Analysiere die Situation aus der Perspektive des Handlungsutilitarismus und des Regelutilitarismus.

Lösung: Aus handlungsutilitaristischer Perspektive müsste untersucht werden, welche konkrete Handlung in dieser Situation insgesamt die besseren Folgen hervorbringt. Wenn das Brechen des Versprechens einen erheblichen Schaden verhindert und dadurch insgesamt mehr Wohlergehen entsteht, könnte der Bruch des Versprechens moralisch gerechtfertigt erscheinen.

Aus regelutilitaristischer Perspektive müsste zunächst betrachtet werden, welche allgemeine Regel langfristig das Glück fördert. Eine Regel, nach der Versprechen grundsätzlich eingehalten werden, kann Vertrauen zwischen Menschen ermöglichen. Allerdings könnte geprüft werden, ob eine sinnvoll formulierte Regel Ausnahmen für Situationen vorsehen sollte, in denen durch das Einhalten eines Versprechens erheblicher Schaden entsteht. Genau diese mögliche Spannung zwischen Regel und konkreter Situation wird auch im Medium thematisiert.


Aufgabe 7: Beurteilen

Beurteile Mills Auffassung, dass geistige Freuden grundsätzlich einen höheren Wert als niedrigere sinnliche Freuden besitzen.

Lösung: Für Mills Auffassung spricht, dass unterschiedliche Erfahrungen tatsächlich verschieden komplex sein können und zur persönlichen Entwicklung unterschiedlich beitragen. Bildung, Kunst oder intensive zwischenmenschliche Beziehungen können beispielsweise langfristige Fähigkeiten und Erfahrungen ermöglichen, die über einen unmittelbaren Genuss hinausgehen.

Kritisch ist jedoch die Frage, wer verbindlich bestimmen kann, welche Freude qualitativ höher ist. Menschen besitzen unterschiedliche Interessen und Lebensvorstellungen. Auch Mills Verfahren, erfahrene Personen entscheiden zu lassen, löst dieses Problem nicht vollständig. Das Medium weist selbst darauf hin, dass ein Zirkelschluss entstehen könnte, wenn letztlich nur diejenigen als geeignete Personen anerkannt werden, die höhere geistige Freuden ohnehin bevorzugen. Ein begründetes Urteil sollte deshalb sowohl Mills Versuch einer qualitativen Differenzierung als auch dieses Bewertungsproblem berücksichtigen.


Aufgabe 8: Erörtern

Erörtere die Aussage: „Moralisch richtig ist immer die Handlung, die für die meisten Menschen das größte Glück hervorbringt.“

Lösung: Für diese Aussage spricht, dass moralische Entscheidungen nicht nur die eigenen Interessen berücksichtigen sollten. Der Utilitarismus verlangt, die Folgen für alle Betroffenen in den Blick zu nehmen. Dadurch kann egoistisches Handeln begrenzt und das Wohlergehen vieler Menschen berücksichtigt werden.

Problematisch wird die Aussage jedoch, wenn das Glück einer großen Zahl von Menschen nur durch erhebliche Nachteile für einzelne Menschen erreicht werden kann. Dann stellt sich die Frage, ob individuelle Rechte und Menschenwürde zugunsten des Gesamtglücks eingeschränkt werden dürfen. Außerdem lassen sich die Folgen einer Handlung nicht immer zuverlässig vorhersehen und unterschiedliche Formen von Glück nur schwer miteinander vergleichen.

Ein begründetes Urteil sollte deshalb deutlich machen, dass die Berücksichtigung der Folgen ein wichtiges Element moralischer Entscheidungen sein kann. Gleichzeitig muss geprüft werden, ob bestimmte Rechte oder die Würde einzelner Menschen Grenzen für eine reine Maximierung des Gesamtglücks setzen.


Aufgabe 9: Vergleichen

Vergleiche Mills Vorstellung vom moralisch guten Handeln mit dem christlichen Gebot der Nächstenliebe.

Lösung: Sowohl Mills Utilitarismus als auch das christliche Gebot der Nächstenliebe richten den Blick über die eigenen Interessen hinaus auf andere Menschen. In beiden Fällen kann daraus die Forderung entstehen, das Wohlergehen anderer bei eigenen Entscheidungen zu berücksichtigen.

Die Begründung unterscheidet sich jedoch. Mills Utilitarismus bewertet Handlungen beziehungsweise Regeln danach, in welchem Umfang sie Glück fördern. Die christliche Nächstenliebe wird religiös begründet und richtet sich auf den Mitmenschen als Nächsten. Dabei besitzt der einzelne Mensch einen Wert, der nicht erst aus seinem Beitrag zum Gesamtglück entsteht.

Eine vergleichende Betrachtung kann deshalb sowohl Gemeinsamkeiten in der Orientierung am Wohlergehen anderer als auch Unterschiede in der Begründung moralischer Verpflichtungen herausarbeiten.


Aufgabe 10: Stellung nehmen

Nimm begründet Stellung zu der Frage, ob Glück das wichtigste Ziel moralischen Handelns sein sollte.

Lösung: Für Glück als wichtiges Ziel spricht, dass moralisches Handeln die Lebensbedingungen von Menschen verbessern und Leid vermeiden sollte. Eine Ethik, die die Folgen für alle Betroffenen berücksichtigt, verhindert zudem, dass ausschließlich persönliche Interessen den Maßstab einer Entscheidung bilden.

Gegen Glück als einziges Kriterium spricht, dass auch andere Werte wie Gerechtigkeit, Menschenwürde, Freiheit, Treue und Verantwortung für moralische Entscheidungen bedeutsam sein können. Eine Handlung könnte beispielsweise das Glück vieler Menschen erhöhen und trotzdem die Rechte einer einzelnen Person verletzen.

Aus religionspädagogischer Perspektive kann zusätzlich gefragt werden, ob ein gelungenes Leben ausschließlich durch Glück bestimmt wird oder auch Sinn, Beziehung, Verantwortung, Hoffnung und Nächstenliebe umfasst. Eine überzeugende Stellungnahme sollte deshalb den Wert des Glücks anerkennen und zugleich begründet prüfen, ob Glück als alleiniger Maßstab moralischen Handelns ausreicht.

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