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Planet Schule

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Christentum

Veröffentlichung:1.1.1970

Der Film „Christentum“ aus der Reihe „Weltreligionen“ von Planet Schule vermittelt anhand konkreter Personen und Lebenssituationen zentrale Grundlagen des christlichen Glaubens. Im Mittelpunkt stehen drei Zugänge zum Christentum. Die 15 jährige Claudia ist Messdienerin und bereitet eine Gruppe junger Menschen auf ihren ersten Einsatz als Messdienende bei einem Gottesdienst vor. An ihrem Beispiel werden der katholische Gottesdienst, die Aufgaben von Messdienenden und verschiedene Gegenstände und Rituale in einer Kirche anschaulich vorgestellt. Einen zweiten Zugang eröffnet die Archäologiestudentin Jasmin. Durch den Fund eines lateinischen Vaterunsers beschäftigt sie sich mit der Geschichte des Christentums und mit zentralen Inhalten des christlichen Glaubens. Dabei kommen unter anderem Jesus Christus, das Vaterunser und die Zehn Gebote in den Blick. Der dritte Zugang führt in die Gegenwart gelebten Christseins. Pastor Bernd Siggelkow gründete in Berlin die Arche als Zufluchtsort für Kinder in einem sozialen Brennpunkt. An diesem Beispiel verdeutlicht der Film, dass christlicher Glaube nicht allein aus Gebeten, Gottesdiensten und religiösen Überzeugungen besteht, sondern sich auch im konkreten Handeln für andere Menschen ausdrücken kann. Nächstenliebe wird dadurch als ein wesentlicher Bestandteil christlicher Lebensgestaltung sichtbar. Insgesamt verbindet der Film religiöses Grundwissen mit Beispielen aus dem Leben und ermöglicht Lernenden einen anschaulichen Zugang zu Glauben, Gebet, Gottesdienst, Kirchengeschichte und sozialem Engagement.

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Der Film eignet sich für den Religionsunterricht insbesondere zur Einführung in das Christentum sowie zur Erarbeitung und Wiederholung zentraler Elemente christlichen Glaubens. Planet Schule weist das Medium für die Klassen 4 bis 10 aus. Durch die Verbindung von Sachinformationen und konkreten Lebensgeschichten bietet es sich besonders für Lerngruppen an, die zunächst einen grundlegenden Überblick über das Christentum erhalten sollen. Die unterschiedlichen Zugänge ermöglichen dabei eine Differenzierung zwischen institutioneller Religion, persönlichem Glauben und gelebter christlicher Verantwortung.

Vor der Betrachtung des Films empfiehlt sich eine Aktivierung des Vorwissens. Die Lernenden können beispielsweise Begriffe sammeln, die sie mit dem Christentum verbinden. Denkbar sind Begriffe wie Kirche, Jesus, Bibel, Kreuz, Gebet, Gottesdienst, Weihnachten, Ostern und Nächstenliebe. Die Sammlung kann zunächst ohne Bewertung erfolgen und nach der Betrachtung des Films erneut aufgegriffen werden. Auf diese Weise können die Lernenden erkennen, welche Vorstellungen bestätigt, erweitert oder verändert wurden.

Eine weitere Möglichkeit für den Einstieg besteht in der Frage „Was macht einen Menschen eigentlich zu einem Christen?“ Die Lernenden können zunächst individuell Antworten formulieren und diese anschließend in Partnerarbeit vergleichen. Im Plenum lassen sich unterschiedliche Vorstellungen sammeln. Dabei können bereits verschiedene Dimensionen von Religion sichtbar werden, beispielsweise Glauben, Gemeinschaft, Gebet, Rituale und ethisches Handeln. Der Film kann anschließend mit dem Beobachtungsauftrag betrachtet werden, herauszufinden, welche Antworten die dargestellten Personen auf diese Frage geben.

Da das Medium unterschiedliche thematische Schwerpunkte miteinander verbindet, bietet sich eine abschnittsweise Betrachtung besonders an. Die Lerngruppe kann in Beobachtungsgruppen eingeteilt werden. Eine Gruppe achtet besonders auf Gottesdienst und Messdienende, eine zweite Gruppe auf das Vaterunser und die Geschichte des Christentums und eine dritte Gruppe auf Nächstenliebe und soziales Engagement. Nach der Betrachtung präsentieren die Gruppen ihre Ergebnisse und führen diese zu einem gemeinsamen Bild des Christentums zusammen.

Der Abschnitt über Claudia ermöglicht eine konkrete Beschäftigung mit dem Kirchenraum und dem Gottesdienst. Lernende können Gegenstände, Personen, Kleidungsstücke und Handlungen identifizieren und deren Bedeutung recherchieren oder mithilfe des Films erklären. Besonders für Lernende ohne eigene kirchliche Sozialisation bietet der Film dadurch einen niedrigschwelligen Einblick in eine religiöse Praxis, die ihnen möglicherweise fremd ist. Lernende mit eigenen Erfahrungen können ergänzend berichten, wobei darauf geachtet werden sollte, persönliche religiöse Erfahrungen freiwillig einzubringen und nicht vorauszusetzen.

Der Zugang über das Vaterunser eignet sich zur Vertiefung des Themas Gebet. Die Lernenden können untersuchen, welche Vorstellungen von Gott, Mensch und Gemeinschaft im Vaterunser zum Ausdruck kommen. Einzelne Aussagen können in heutige Sprache übertragen werden. Anschließend kann diskutiert werden, warum Menschen beten und welche Funktionen Gebete haben können. Dabei sollte ausdrücklich Raum für unterschiedliche Positionen bestehen. Lernende können Gebet als persönlich bedeutsam, fremd, interessant oder auch kritisch betrachten. Ziel ist nicht die Übernahme einer bestimmten Glaubenshaltung, sondern das Verstehen religiöser Ausdrucksformen.

Die Beschäftigung mit Jesus Christus kann mit einer kreativen Schreibaufgabe verbunden werden. Lernende können beispielsweise einen kurzen Lexikoneintrag oder einen Zeitungsartikel über Jesus verfassen. Dabei unterscheiden sie zwischen historischen Informationen und christlichen Glaubensaussagen. Diese Unterscheidung ermöglicht insbesondere in höheren Jahrgangsstufen eine weiterführende Auseinandersetzung mit der Frage, weshalb Jesus sowohl eine historische Person als auch die zentrale Glaubensfigur des Christentums ist.

Das Beispiel der Arche bietet einen besonders geeigneten Ausgangspunkt für ethisches Lernen. Die Lernenden können herausarbeiten, was unter Nächstenliebe verstanden wird und wie eine religiöse Überzeugung zu konkretem gesellschaftlichem Handeln führen kann. Anschließend können sie Beispiele aus ihrem eigenen Lebensumfeld sammeln, in denen Menschen anderen helfen. Eine weiterführende Diskussion kann sich mit der Frage beschäftigen, ob Nächstenliebe eine ausschließlich christliche Vorstellung ist oder ob vergleichbare Vorstellungen auch in anderen Religionen und nicht religiösen Weltanschauungen vorhanden sind. Dadurch eröffnet der Film Möglichkeiten zum interreligiösen und weltanschaulichen Lernen.

Zur Ergebnissicherung eignet sich eine gemeinsame Übersicht mit den Kategorien „Glauben“, „Beten“, „Feiern“ und „Handeln“. Die Lernenden ordnen Beobachtungen aus dem Film diesen Bereichen zu. Dadurch erkennen sie, dass Religion mehrere Dimensionen besitzt und christlicher Glaube nicht auf den Gottesdienst beschränkt werden kann. Alternativ kann eine Mindmap zum Begriff „Christentum“ erstellt werden. Die zu Beginn gesammelten Vorstellungen werden dabei um Erkenntnisse aus dem Film ergänzt.

Für eine abschließende Reflexion können die Lernenden die drei dargestellten Zugänge miteinander vergleichen und beurteilen, welcher Zugang ihnen besonders geeignet erscheint, um Außenstehenden das Christentum zu erklären. Damit wird über die reine Wiedergabe von Informationen hinaus die Urteilsfähigkeit gefördert. Gleichzeitig bietet sich die Möglichkeit, die Grenzen des Mediums zu thematisieren. Die Lernenden können überlegen, welche Aspekte christlichen Lebens im Film sichtbar werden und welche fehlen. So lässt sich verdeutlichen, dass ein einzelner Film niemals die gesamte Vielfalt des Christentums und christlicher Lebensformen darstellen kann.


Fragestellungen zum Video mit Antworten


Welche drei Zugänge zum Christentum zeigt der Film?

Der Film stellt christlichen Glauben anhand von drei unterschiedlichen Beispielen vor. Claudia eröffnet einen Zugang über Gottesdienst und Messdienende, Jasmin beschäftigt sich mit dem Vaterunser und der Geschichte des Christentums und Bernd Siggelkow zeigt mit der Arche, wie christliche Nächstenliebe durch soziales Engagement praktisch umgesetzt werden kann.


Welche Aufgabe übernimmt Claudia?

Claudia ist eine 15 jährige Messdienerin. Sie bereitet andere junge Menschen auf ihren ersten Einsatz als Messdienende in einem Gottesdienst vor. An ihrem Beispiel zeigt der Film Aufgaben und Bedeutung des Dienstes im katholischen Gottesdienst.


Was erfahren die Lernenden über einen christlichen Gottesdienst?

Sie erhalten Einblicke in den Ablauf und die Gestaltung eines Gottesdienstes und lernen die Aufgaben von Messdienenden sowie verschiedene Gegenstände und Rituale innerhalb einer Kirche kennen.


Welche Bedeutung hat das Vaterunser für das Christentum?

Das Vaterunser gehört zu den zentralen Gebeten des Christentums. Nach christlicher Überlieferung geht es auf Jesus zurück. Es verbindet grundlegende Vorstellungen des christlichen Glaubens mit Bitten um Gottes Nähe, das tägliche Leben, Vergebung und die Bewahrung vor dem Bösen.


Warum beschäftigt sich Jasmin mit dem Christentum?

Die Archäologiestudentin entdeckt ein lateinisches Vaterunser. Dieser Fund bildet den Ausgangspunkt für ihre Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums und seinen grundlegenden Glaubensinhalten.


Welche Bedeutung hat Jesus Christus für das Christentum?

Jesus Christus ist die zentrale Person des christlichen Glaubens. Christinnen und Christen orientieren sich an seiner Botschaft und seinem Leben. Seine Verkündigung von Gottes Liebe und der Liebe zum Mitmenschen gehört zu den Grundlagen christlicher Lebensgestaltung.


Was bedeutet Nächstenliebe?

Nächstenliebe bezeichnet die Zuwendung zum Mitmenschen und die Bereitschaft, Verantwortung für andere zu übernehmen. Sie kann sich beispielsweise darin zeigen, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen, ihnen zuzuhören, sie zu schützen oder ihnen konkrete Hilfe anzubieten.


Wie wird Nächstenliebe im Film sichtbar?

Sie wird besonders am Beispiel von Bernd Siggelkow und der Arche sichtbar. Die Einrichtung unterstützt Kinder und bietet ihnen einen Zufluchtsort. Damit zeigt der Film ein konkretes Beispiel dafür, wie eine christliche Grundüberzeugung in gesellschaftliches Handeln umgesetzt werden kann.


Besteht christlicher Glaube nur aus Gottesdienst und Gebet?

Nein. Der Film macht deutlich, dass zum Christentum sowohl Glaubensüberzeugungen und Gebete als auch Gemeinschaft, Gottesdienst, religiöse Traditionen und verantwortliches Handeln gegenüber anderen Menschen gehören können.


Was verbindet die drei im Film dargestellten Beispiele?

Alle drei Beispiele zeigen unterschiedliche Ausdrucksformen des christlichen Glaubens. Während bei Claudia religiöse Gemeinschaft und Gottesdienst im Mittelpunkt stehen, führt Jasmins Geschichte zu den Grundlagen und zur Geschichte des Glaubens. Das Beispiel der Arche zeigt schließlich die praktische Umsetzung christlicher Werte.


Welche zentrale Botschaft vermittelt der Film über das Christentum?

Das Christentum lässt sich als Zusammenspiel von Glauben, religiöser Tradition, Gebet, Gemeinschaft und verantwortlichem Handeln verstehen. Besonders deutlich wird, dass christliche Überzeugungen Auswirkungen auf den Umgang mit anderen Menschen haben können.

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