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Österreichisches Religionspädagogisches Forum (örf)

Österreichisches Religionspädagogisches Forum (örf)

Eine neue Entwicklung für den orthodoxen Religionsunterricht in Österreich

Veröffentlichung:1.1.2026

Der Fachartikel wurde unter dem Titel „Eine neue Entwicklung für den orthodoxen Religionsunterricht in Österreich. Die Schulbuchreihe Meine Glaubensreise“ von Athanasios Stogiannidis verfasst und umfasst die Seiten 166 bis 170 des Österreichischen Religionspädagogischen Forums 34 aus dem Jahr 2026. Der Beitrag stellt die neue orthodoxe Schulbuchreihe „Meine Glaubensreise“ für den Religionsunterricht in Österreich vor und erläutert deren religionspädagogisches Konzept. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach orthodoxer Identität, religiöser Bildung, konfessioneller Ausrichtung und zeitgemäßer Didaktik im orthodoxen Religionsunterricht. Theologisch behandelt der Artikel Probleme religiöser Tradition und Gegenwartsbezug, die Vermittlung orthodoxer Glaubensinhalte, die Bedeutung liturgischer und spiritueller Praxis sowie die Herausforderung, orthodoxe Religion in einer pluralen Gesellschaft verständlich und lebensnah zu vermitteln.

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Der Artikel beschreibt zunächst die besondere Situation des orthodoxen Religionsunterrichts in Österreich. Durch gesellschaftliche Veränderungen, Migration und religiöse Vielfalt gewinnt orthodoxer Religionsunterricht zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig besteht die Herausforderung, geeignete Unterrichtsmaterialien zu entwickeln, die sowohl den theologischen Traditionen der Orthodoxie entsprechen als auch modernen didaktischen Anforderungen gerecht werden. Vor diesem Hintergrund stellt Athanasios Stogiannidis die neue Schulbuchreihe „Meine Glaubensreise“ vor.

Die Schulbuchreihe verfolgt das Ziel, orthodoxe Glaubensinhalte altersgerecht, lebensnah und didaktisch ansprechend zu vermitteln. Der Beitrag erklärt, dass orthodoxer Religionsunterricht nicht nur Wissen über Religion vermitteln soll, sondern Lernende in ihrer religiösen Identitätsbildung begleiten möchte. Die Bücher orientieren sich deshalb an den Lebenswelten der Lernenden und verbinden traditionelle Glaubensinhalte mit Erfahrungen des Alltags.

Ein Schwerpunkt des Artikels liegt auf der theologischen Grundorientierung der Schulbuchreihe. Die orthodoxe Tradition mit ihren liturgischen Formen, Symbolen, Festen und spirituellen Ausdrucksformen bildet die zentrale Grundlage des Unterrichts. Dabei sollen Lernende nicht nur theoretisches Wissen erwerben, sondern einen Zugang zur spirituellen Dimension orthodoxen Glaubens entwickeln. Ikonen, Gebete, Bibeltexte und liturgische Elemente spielen deshalb eine wichtige Rolle.

Der Beitrag beschreibt außerdem die didaktischen Besonderheiten der Schulbuchreihe. Die Materialien setzen auf anschauliche Gestaltung, altersgerechte Sprache und vielfältige Lernformen. Bilder, Erzählungen, Gesprächsanregungen und kreative Aufgaben sollen Lernende aktiv in den Unterricht einbeziehen. Der Religionsunterricht wird als dialogischer Lernraum verstanden, in dem Fragen, Erfahrungen und persönliche Deutungen Platz haben.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Tradition und Gegenwart. Die Autorin beziehungsweise der Autor betont, dass orthodoxer Religionsunterricht nicht nur historische Glaubensinhalte bewahren soll, sondern Lernenden Orientierung für ihr heutiges Leben geben möchte. Themen wie Gemeinschaft, Werte, Verantwortung und religiöse Praxis werden deshalb mit aktuellen Lebensfragen verbunden.

Der Artikel hebt zudem hervor, dass orthodoxer Religionsunterricht einen Beitrag zur pluralitätsfähigen Bildung leisten kann. Lernende sollen die eigene religiöse Tradition kennenlernen und zugleich Offenheit gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen entwickeln. Dadurch wird orthodoxe Religionspädagogik als Teil gesellschaftlicher Verständigung verstanden.

Darüber hinaus beschreibt der Beitrag die Bedeutung religiöser Symbole und ästhetischer Zugänge im orthodoxen Religionsunterricht. Besonders Ikonen, liturgische Musik und religiöse Rituale eröffnen Möglichkeiten ganzheitlichen Lernens. Religion wird dabei nicht nur rational erklärt, sondern auch sinnlich und erfahrungsbezogen vermittelt.

Abschließend betont der Artikel, dass die Schulbuchreihe „Meine Glaubensreise“ einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung orthodoxer Religionspädagogik in Österreich darstellt. Die Materialien verbinden orthodoxe Theologie mit modernen didaktischen Ansätzen und unterstützen Lehrkräfte dabei, einen lebensnahen, dialogischen und identitätsfördernden Religionsunterricht zu gestalten.

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