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Die Glaubensfreiheit – ein kostbares Gut (Powerpoint zur Stunde)

Veröffentlichung:1.1.2025

Das Medium thematisiert die Glaubensfreiheit, Gewissensfreiheit und freie Religionsausübung. Als Einstieg werden die Lernenden mit der Vorstellung konfrontiert, die eigene Religion nicht ausüben zu dürfen oder eine andere Religion annehmen zu müssen, und überlegen, wie sich dadurch das eigene Leben verändern würde. Anschließend wird Artikel 107 der Bayerischen Verfassung vorgestellt, der die Glaubensfreiheit und Gewissensfreiheit gewährleistet und die ungestörte Religionsausübung unter staatlichen Schutz stellt. Die Darstellung auf Seite 3 veranschaulicht diesen Schutz durch verschiedene religiöse Symbole unter einem schützenden Schirm. Weiterführende Fragen beschäftigen sich mit der Bedeutung ungestörter Religionsausübung, mit Einschränkungen der Religionsfreiheit und mit der Frage, ob Religionsfreiheit auch für Menschen gilt, die keiner Religion angehören. Abschließend werden drei Fallbeispiele aus dem schulischen Alltag vorgestellt: die gewünschte Schulbefreiung einer muslimischen Lernenden für das Zuckerfest, die verpflichtende Teilnahme einer ganzen Klasse an einem Anfangsgottesdienst sowie die Weigerung eines atheistischen Lernenden, am Religionsunterricht teilzunehmen.

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Didaktisch eignet sich das Medium in besonderer Weise für den Religionsunterricht, da es religiöse Bildung mit der Auseinandersetzung über Freiheit, Selbstbestimmung, Toleranz und gesellschaftliches Zusammenleben verbindet. Der Einstieg über die Vorstellung, die eigene Religion nicht mehr ausüben zu dürfen oder zur Annahme einer anderen Religion gezwungen zu werden, ermöglicht einen persönlichen Zugang zur Bedeutung religiöser Freiheit. Dabei sollte die Lehrkraft berücksichtigen, dass sich nicht alle Lernenden einer Religion zugehörig fühlen. Die Einstiegsfrage kann deshalb erweitert werden, indem auch die Freiheit berücksichtigt wird, keiner Religion anzugehören oder religiöse Überzeugungen abzulehnen. Die Lernenden können zunächst in Einzelarbeit überlegen, welche Bereiche des Lebens von religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen berührt werden können. Anschließend können Gedanken freiwillig im Plenum gesammelt werden. Persönliche Glaubensüberzeugungen sollten dabei nicht eingefordert oder bewertet werden. Im nächsten Schritt bietet sich die gemeinsame Erschließung von Artikel 107 der Bayerischen Verfassung an. Die Lernenden können zentrale Begriffe wie Glauben, Gewissen, Freiheit, Religionsausübung und staatlicher Schutz markieren und in eigenen Worten erklären. Die Abbildung auf Seite 3 mit unterschiedlichen religiösen Symbolen unter einem Schirm kann als eigener Bildimpuls genutzt werden. Die Lernenden können deuten, wofür der Schirm steht und weshalb verschiedene Religionen gemeinsam unter diesem Schutz dargestellt werden. Dadurch lässt sich herausarbeiten, dass Religionsfreiheit nicht nur die Freiheit der eigenen religiösen Überzeugung meint, sondern grundsätzlich den Schutz unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Positionen einschließt. Besonders wichtig ist die im Medium ausdrücklich aufgeworfene Frage, ob Religionsfreiheit auch für Menschen gilt, die keiner Religion angehören. Sie ermöglicht eine differenzierte Auseinandersetzung mit religiöser Selbstbestimmung und kann dazu beitragen, positive und negative Religionsfreiheit zu unterscheiden. Methodisch kann eine Positionierung im Raum oder eine Gesprächsrunde eingesetzt werden, bei der Aussagen zur Religionsfreiheit begründet beurteilt werden. Im Mittelpunkt sollte nicht die Bewertung einzelner Religionen stehen, sondern die Frage, wie Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen respektvoll zusammenleben können. Die drei Fallbeispiele auf Seite 5 eignen sich anschließend für eine vertiefende Partnerarbeit oder Gruppenarbeit. Die Lernenden können jeweils untersuchen, welche Interessen und Überzeugungen aufeinandertreffen, welche Person ihre religiöse oder weltanschauliche Freiheit wahrnehmen möchte und welche Lösung sie als gerecht empfinden. Anschließend können die Ergebnisse miteinander verglichen und begründet diskutiert werden. Besonders das Beispiel des gemeinsamen Schulgottesdienstes ermöglicht die Frage, ob religiöse Gemeinschaft auch dann ihren Wert behält, wenn die Teilnahme erzwungen wird. Das Beispiel des atheistischen Lernenden eröffnet zugleich die Auseinandersetzung mit dem Recht, keine religiöse Überzeugung zu vertreten. Für eine religionspädagogische Vertiefung kann darüber nachgedacht werden, weshalb Glaube eine freie persönliche Entscheidung voraussetzt und warum Toleranz mehr bedeutet, als andere Überzeugungen lediglich zu dulden. Ebenso können Respekt, Gewissensentscheidung, Menschenwürde, religiöse Identität und friedliches Zusammenleben thematisiert werden. Als Abschluss eignet sich die Formulierung gemeinsamer Grundsätze für ein respektvolles Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen. Die Lernenden können beispielsweise überlegen, was sie selbst dazu beitragen können, dass Menschen ihren Glauben ausüben, ihren Glauben wechseln oder ohne Religion leben können, ohne deshalb ausgegrenzt zu werden. Auf diese Weise fördert das Medium religiöse Sprachfähigkeit, Perspektivübernahme, Toleranz, ethische Urteilsbildung, Dialogfähigkeit und ein Verständnis von Religionsfreiheit als Grundlage einer pluralen Gesellschaft.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7G.1 Schuld und Vergebung. Gewissen, Umkehr, Versöhnung.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6.3 Von einer besseren Welt erzählen: Das Reich Gottes.

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