Didaktisch eignet sich das Medium besonders für einen anschaulichen, kreativen und handlungsorientierten Zugang zur Weihnachtsgeschichte. Die Lernenden nehmen die Erzählung nicht ausschließlich über einen vorgelesenen oder selbst gelesenen Text wahr, sondern übertragen zentrale Personen und Ereignisse in eine räumliche Darstellung. Dadurch kann die Beschäftigung mit der Geschichte verlangsamt und intensiviert werden. Vor der Gestaltung empfiehlt es sich, die Weihnachtsgeschichte gemeinsam zu erzählen oder die kurzen Texte der Vorlage abschnittsweise zu lesen. Die Lernenden können zunächst herausarbeiten, welche Personen vorkommen, was geschieht und welche Orte für die Handlung bedeutsam sind. Anschließend gestalten sie die Triaramas und ordnen die Figuren den jeweiligen Szenen zu. Das Ausschneiden, Falten und Aufstellen sollte dabei nicht lediglich als Bastelarbeit verstanden werden. Vielmehr kann der Gestaltungsprozess gezielt mit inhaltlichen Gesprächsimpulsen verbunden werden. Beim ersten Triarama können beispielsweise Fragen nach Maria und Josef, der erfolglosen Suche nach einer Herberge, dem Stall, der Geburt Jesu und der Krippe aufgegriffen werden. Beim zweiten Triarama können die Lernenden darüber nachdenken, was die Botschaft des Engels für die Hirten bedeutet, weshalb diese sich auf den Weg machen und welche Bedeutung das Folgen des Sterns für die Weisen besitzt. Auch die in der Vorlage genannten Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe können wahrgenommen und im weiteren Unterricht thematisiert werden. Nach der Gestaltung können die fertigen Triaramas als Erzählanlass verwendet werden. Die Lernenden erzählen die dargestellten Ereignisse mit eigenen Worten nach, wählen eine Figur aus und schildern das Geschehen aus deren Perspektive oder formulieren Gedanken und Gefühle, die sie mit einer Figur verbinden. Denkbar sind Aussagen aus der Perspektive von Maria, Josef, einem Hirten, einem Weisen oder dem Engel. Auf diese Weise verbindet das Medium gestalterisches Arbeiten mit sprachlichem Lernen und Perspektivübernahme. Ebenso können die beiden Darstellungen in eine gemeinsame Erzählfolge gebracht werden. Die Lernenden überlegen dann, welche Szene zuerst stattfindet und wie die Ereignisse miteinander verbunden sind. Für Partnerarbeit bietet es sich an, dass Lernende ihre Triaramas gegenseitig vorstellen und anhand der dargestellten Figuren die Weihnachtsgeschichte erzählen. In einer Gruppenarbeit können mehrere Triaramas zu einer kleinen Weihnachtsausstellung zusammengestellt werden. Ergänzend können Überschriften, Gedankenblasen, kurze Gebete oder persönliche Weihnachtssätze verfasst und den Darstellungen zugeordnet werden. Eine religionspädagogische Vertiefung kann sich auf die Frage konzentrieren, welche Botschaft die Geburt Jesu für die einzelnen Figuren der Erzählung besitzt. Insbesondere die Verkündigung der großen Freude durch den Engel bietet einen Ausgangspunkt, um über Freude, Hoffnung und die Bedeutung der Geburt Jesu ins Gespräch zu kommen. Für jüngere Lernende ermöglicht die bildliche und räumliche Gestaltung einen elementaren Zugang, während ältere Lernende die dargestellten Szenen mit biblischen Texten vergleichen und untersuchen können, welche Personen und Motive in den jeweiligen biblischen Überlieferungen vorkommen. Dabei sollte transparent gemacht werden, dass die Vorlage selbst eine zusammengeführte Darstellung der Weihnachtsgeschichte bietet. Methodisch lässt sich das Medium somit für Einzelarbeit, Partnerarbeit, gemeinsames Erzählen, Perspektivübernahme, Präsentation und eine abschließende Ausstellung einsetzen. Besonders sinnvoll ist es, die fertigen Triaramas nicht nur als Gestaltungsergebnis zu betrachten, sondern sie anschließend erneut für das Erzählen, Deuten und Reflektieren der Weihnachtsgeschichte zu nutzen.